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Das Riedberger Horn im Winter (Archiv)
(Bildquelle: DAV | Scheunemann)
 
Allgäu
Montag, 5. November 2018
DAV freuts: Rücknahme von Änderungen im Alpenplan
Konkret betroffen: Gebietstausch am Riedberger Horn

Der Koaltionsvertrag zwischen Freien Wählern und der CSU zur Regierungsbildung in Bayern, hat direkte Auswirkungen im Allgäu. Grund: im Vertrag heißt es, dass Änderungen im Alpenplan wieder rückgängig gemacht werden. Der Gebietstausch für eine vor einigen Monaten abgelehnte Skischaukel am Riedberger Horn müsste dann rückabgewickelt werden. DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher freut sich: "Diese Rücknahme macht den Alpenplan stärker denn je. In nächster Zeit wird wohl kaum jemand wagen, den Alpenplan erneut zu ändern.".

Brennpunkt Riedberger Horn
Ursache für die Änderung des Alpenplans war eine geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu. Nachdem Ministerpräsident Markus Söder diese Pläne im April 2018 gestoppt hatte, hieß es allerdings, die zuvor beschlossene Änderung des Alpenplans werde nicht zurückgenommen. Das ist mit den aktuellen Plänen nun passé. Nun gilt es, die nachhaltige touristische Entwicklung der ganzen Region voranzutreiben. Die Zusage der bayerischen Staatsregierung für eine finanzielle Förderung in Höhe von 20 Millionen Euro steht bereits. Der DAV wird sich intensiv an den Diskussionen zu der Frage beteiligen, wie diese Gelder eingesetzt werden. Eines steht für den Alpenverein fest: An der Region ums Riedberger Horn entscheidet sich, wie die touristische Entwicklung der bayerischen Alpen in den nächsten Jahren laufen wird.

 

Die Alpenplan-Änderung war eine Katastrophe
Für Rudi Erlacher stellt sich die aktuelle Situation als wichtige Kurskorrektur dar, denn "die Änderung des Alpenplans war sowohl in touristischer als auch in ökologischer Hinsicht eine Katastrophe. Sie führte in die falsche Richtung und setzte dabei eine nachhaltige Entwicklung der bayerischen Alpen aufs Spiel. Einzelinteressen wurden über das Gemeinwohl gehoben, obwohl sich 91 Prozent der bayerischen Bürger für den Erhalt des Alpenplans ausgesprochen haben.“ 

Nächster Schritt: die Einführung eines CO2-Preises
Im Koalitionsvertrag der künftigen bayerischen Staatsregierung findet sich ein weiterer Punkt, der nicht nur für die Zukunft der Alpen von entscheidender Bedeutung ist. Darin geht es um die international koordinierte Einführung eines Preises für die Deponierung des Klimagases CO2 in der Atmosphäre. "Wenn wir die Klimaerwärmung begrenzen wollen, kommen wir an diesem Instrument nicht vorbei", sagt Rudi Erlacher. "Der DAV unterstützt diese Pläne der Bayerischen Staatsregierung daher mit großem Nachdruck." (pm)


Tags:
alpenplan riedbergerhorn politik koaltionsvertrag



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