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Schneetreiben sorgt für Unfälle im Allgäu
06.12.2012 - 15:25
Aufgrund der Neuschneefälle in der Nacht waren die Straßen in den Morgenstunden insbesondere im Allgäu in weiten Teilen schneebedeckt.
Trotz der schwierigen Witterungs- und Straßenverhältnisse gelang es den Autofahrern sich auf die herrschenden Bedingungen einzustellen. So wurde der Polizei im Zeitraum von Mitternacht bis 04 Uhr kein einziger Verkehrsunfall mitgeteilt. Bis in den Berufsverkehr hinein blieb die Zahl der Unfälle auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Erst im Verlauf des Vormittags kam es aufgrund neuer Schneefälle und dadurch wechselnden Straßenverhältnissen zu einem deutlichen Anstieg der Unfallzahlen. Bis 14 Uhr musste die Polizei 70 Unfälle erfassen, welches das sonst für einen Zeitraum von 24 Stunden übliche Unfallgeschehen leicht übertrifft. Obwohl es sich bei der Masse der Unfälle um Rutschunfälle handelte, die im Graben oder an Hindernissen endeten, mussten im Vergleich zum letzten Wintereinbruch erstaunlich viele Unfälle mit Verletzten aufgenommen worden. So wurden bei 12 der Unfälle nach vorläufigen Erkenntnissen 17 Personen verletzt. Nach vorläufigen Schätzungen entstand bei den bisherigen Unfällen ein Schaden von ca. 200.000 Euro. Schwerpunkt der Unfälle waren Immenstadt und Lindau mit je fünf Unfällen, in Kempten und Neu-Ulm wurden je vier Unfälle registriert.

Behinderungen
Zu Behinderungen kam es auf der B12 als im Berufsverkehr an den Steigungen bei Kraftisried bzw. der Anschlussstelle Wildpoldsried kurzfristig ein Lkw hängen blieb. Auf der Staatsstraße 2005 im Bereich Stiefenhofen (Lkr. Lindau) rutschte gegen 08:40 Uhr ein Sattelzug in den Graben. Für die Bergung des Fahrzeuges mittels eines Kranes musste die Straße ab 13:30 Uhr vollständig gesperrt werden.

Ineinandergerutscht
In Stein bei Immenstadt (Oberallgäu) sorgte eine glatte Straße im Bereich des Kindergartens für Probleme. Ein Lkw fuhr rückwärts um auf einer Wendeplatte zu wenden. Hierbei geriet das Fahrzeug auf der zu diesem Zeitpunk extrem glatten Straße ins Rutschen, stellte sich quer und kam an einem Baum zu stehen. Ein Pkw der zeitgleich bergauf fuhr blieb an der Steigung hängen und rutsche mit dem Heck in den querstehenden Lkw. Als letztes konnte ein Pkw der bergab fuhr nicht mehr bresmen und rutschte ebenfalls in den Lkw.

Unfallursache Schneegestöber
Auf der B16 bei Roßhaupten (Lkr. Ostallgäu) musste ein Lkw kurz nach 11 Uhr aufgrund eines Schneegestöbers bremsen. In der Folge konnte einer der nachfolgenden Pkw nicht mehr rechtzeitig seine Geschwindigkeit reduzieren und rutschte zunächst auf den Pkw vor ihm und anschließend von der Fahrbahn. Ein weiterer Pkw musste ebenfalls die Fahrbahn verlassen um einen Auffahrunfall zu vermeiden.

Kettenreaktion
Der bisher ungewöhnlichste Unfall - wenn auch ohne direkten Bezug zur Witterung - ereignete sich kurz nach 11 Uhr in Marktoberdorf (Lkr. Ostallgäu). Dort fuhr ein 23-jähriger auf einem Parkplatz rückwärts. Bei dieser Rückwärtsfahrt fuhr er mit so hoher Wucht in die Seite eines stehenden Pkw, dass dieser auf ein drittes Fahrzeug und im weiteren Verlauf das dritte Fahrzeug auf ein viertes Fahrzeug geschoben wurde. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von 3.500 Euro.

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