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„Es ist Zeit“ – Olympiasieger Johannes Rydzek beendet seine Karriere

today12. März 2026

Hintergrund
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Der Oberstdorfer Olympiasieger Johannes Rydzek beendet nach mehr als 17 Jahren im Weltcup seine Karriere. Der 34-jährige nordische Kombinierer gewann in seiner Laufbahn 18 Weltcupsiege, sieben Weltmeistertitel und zwei olympische Goldmedaillen. Zu seinen größten Erfolgen zählen die vier WM-Goldmedaillen 2017 in Lahti sowie die Olympiasiege bei den Olympische Winterspiele 2018 in Pyeongchang.

Kombinierer Johannes Rydzek beim WM-Teilnehmer- und Medaillengewinner-Empfang in Oberstdorf / Foto: Dominik Berchtold

Eine der erfolgreichsten Karrieren der nordischen Kombination geht zu Ende: Johannes Rydzek hat sein Karriereende bekannt gegeben. Nach mehr als 17 Jahren im Weltcup verabschiedet sich der 34-Jährige aus Oberstdorf vom Spitzensport. „Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen. Der Moment fühlt sich richtig an. Gleichzeitig tut es aber auch weh“, erklärte Rydzek vor seinem letzten Auftritt beim Weltcupfinale in Oslo am traditionsreichen Holmenkollen.

Eine außergewöhnliche Karriere

Der Allgäuer blickt auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurück: 18 Weltcupsiege, sieben Weltmeistertitel und zwei olympische Goldmedaillen. Damit gehört Rydzek zu den erfolgreichsten deutschen Kombinierern der Geschichte. Für seine Leistungen erhielt er unter anderem 2014 das Silberne Lorbeerblatt von Joachim Gauck und wurde 2017 zum „Sportler des Jahres“ gewählt.

Sein Weg in den Weltcup begann früh. Bereits mit 16 Jahren feierte Rydzek in der Saison 2008/2009 sein Debüt – und überraschte sofort mit einem siebten Platz im norwegischen Vikersund. Zwei Jahre später folgte der Durchbruch: mehrere Top-Ten-Platzierungen und das erste Podium beim Weltcup in Ramsau am Dachstein.

Frühe Olympia-Erfolge und schwierige Phasen

Ein erstes großes Highlight erlebte Rydzek bei den Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver. Gemeinsam mit Björn Kircheisen, Eric Frenzel und Tino Edelmann gewann er Bronze im Team-Wettbewerb. Auch bei der Nordische Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo überzeugte er mit drei Silbermedaillen.

Der frühe Erfolg brachte jedoch auch Druck mit sich. Der damals erst 19-Jährige trainierte zeitweise zu verbissen und hatte mit Rückschlägen zu kämpfen. Unterstützung fand er in Gesprächen mit Trainern, Freunden und seiner Familie – insbesondere bei seiner Schwester, der Langläuferin Coletta Rydzek.

Drama in Sotschi und Triumph in Pyeongchang

Bei den Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi gewann Rydzek mit dem deutschen Team Silber. Im Einzel allerdings verpasste er eine mögliche Medaille dramatisch: Auf Medaillenkurs liegend kam er im Schlussspurt nach einem Zusammenstoß mit seinem Zimmerkollegen Fabian Rießle zu Fall.

Seinen größten sportlichen Moment erlebte er vier Jahre später bei den Olympische Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Dort gewann er sowohl im Team als auch im Einzel von der Großschanze Gold und krönte damit seine Karriere.

Vierfach-Gold und ein perfekter Abschluss

Ein weiteres Glanzkapitel schrieb Rydzek bei der Nordische Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti: In vier Wettbewerben holte er viermal Gold – eine historische Leistung.

Den letzten großen Triumph feierte er bei der Nordische Skiweltmeisterschaften 2025 in Trondheim, wo er mit seinem siebten WM-Titel seiner Laufbahn einen würdigen Abschluss verlieh.

Abschied mit vielen Emotionen

Vor seinem letzten Wettkampf am Holmenkollen zeigt sich Rydzek emotional, aber zufrieden: „Ich bin voll mit mir im Reinen. Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei.“

Ganz verschwinden will der Oberstdorfer aus dem Wintersport jedoch nicht. „Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben“, kündigte er an.

Mit seinem Rücktritt endet eine goldene Ära der nordischen Kombination – und eine Karriere, die den deutschen Wintersport über viele Jahre geprägt hat.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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