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Ertappt: Kennzeichen gestohlen und Zulassungsstempel selbst gemalt
23.01.2013 - 11:14
Die Schleierfahndung aus Pfronten zog einen Pkw aus dem Verkehr, welcher mit gestohlenen Kennzeichen und ohne Versicherungsschutz unterwegs war.
Davor hatte der Fahrer an einem anderen Kennzeichen gefälschte Zulassungsstempel angebracht. Am vergangenen Samstag gegen 23.00 Uhr kontrollierten die Fahnder aus Pfronten auf einem Autobahnparkplatz der A96 nahe Wiedergeltingen einen 29-jährigen Mann, welcher in seinem Auto schlief.

Bei der folgenden Kontrolle deckten die Schleierfahnder einiges auf. So stellten sie fest, dass die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen einige Tage zuvor von dem Mann in Denklingen, Lkr. Esslingen, von einem Kleintransporter abmontiert und gestohlen wurden. Er brachte dann die Kennzeichen an seinem Wagen an. Als Grund hierfür gab der Mann an, dass er für sein Fahrzeug aus finanziellen Gründen keine Haftpflichtversicherung und Fahrzeugsteuer mehr bezahlen konnte. Weiterhin besaß sein Wagen keine gültige Zulassung mehr, denn die ursprünglich für das Fahrzeug ausgegebenen Kennzeichen wurden schon vor einiger Zeit von Polizeibeamten aus dem Landkreis Görlitz wegen nichtbezahlter Kraftfahrzeugsteuer entstempelt worden. Somit hätte er seinen Wagen nicht mehr fahren dürfen. Da er aber als selbstständiger Finanzwirt auf diesen nicht verzichten kann, hatte er nach der polizeilichen Entfernung des Zulassungsstempels diesen von Hand nachgemalt und wieder auf Tour begeben. Von einer nordbayerischen Polizeistreife wurde diese Urkundenfälschung aber entdeckt. Sie untersagten die Weiterfahrt und stellten die Kennzeichen mit gemaltem Zulassungsstempel sicher.

Nun ohne Kennzeichen ausgestattet, wäre die verbotswidrige Weiterfahrt zu auffällig gewesen. Deshalb stahl der die Kennzeichen von dem Kleintransporter aus Denklingen und brachte sie an seinem Wagen an. Nun begab er sich wieder auf Geschäftsreise; bis ihn die Fahnder aus Pfronten kontrollierten. Weiterhin fanden die Beamten bei dem Mann eine EC-Karte, die nicht auf seinen Namen ausgestellt war. Dass er sie zuvor auf einem Parkplatz gefunden habe half ihm nichts, denn er hätte sie nicht unterschlagen dürfen, sondern bei einem Fundamt abgeben müssen.

So leiteten die Beamten gegen den Mann ein Strafverfahren wegen mehrerer erfüllter Delikte ein. Sein Auto musste er an Ort und Stelle abstellen.

Der momentan wohnsitzlose Mann aus Weißwasser wurde von den Fahndern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Diese erließ gegen den 29 Jährigen einen Haftbefehl.

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