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Die Basilika von Ottobeuren in ihrer ganzen Pracht
(Bildquelle: Touristikamt Kur & Kultur Ottobeuren)
 
Unterallgäu - Ottobeuren
Donnerstag, 16. Juni 2016

Basilika-Konzerte in Ottobeuren starten am 26. Juni

Die großen Basilika-Konzerte in Ottobeuren beginnen am 26. Juni mit dem Te Deum von Anton Bruckner. Chor und Orchester der Bamberger Symphoniker intonieren diesen Hymnus sowie den Lobgesang von F.M. Bartholdy unter Leitung von Herbert Blomstedt. Im Juli wird die Matthäus-Passion von J.S. Bach zu hören sein und im September erneut Bruckner, dessen Symphonie Nr. 5 den feierlichen Abschluss der Konzertreihe bildet.

„Dich, Gott loben wir“. So beginnt das Te Deum, der altkirchliche Lobgesang, der viele große Komponisten inspiriert hat. Eine der schönsten Vertonungen stammt von Anton Bruckner, der das Werk  selbst als das beste  seines Lebens bezeichnete. Am 26. Juni eröffnen die Bamberger Symphoniker und der Chor der Bamberger Symphoniker mit dem „Te Deum“ die Basilika-Konzerte in Ottobeuren, genau 130 Jahre nach dessen Uraufführung in Wien. Am Pult steht Herbert Blomstedt. Der Maestro blickt auf mehr als 60 Jahre als Dirigent namhafter Orchester zurück und erhielt für seinen fruchtbaren Einsatz, unter anderem beim Gewandhausorchester Leipzig und der Staatskapelle Dresden, das Große Verdienstkreuz. Als zweites Werk des Eröffnungstages dirigiert Blomstedt ebenfalls einen Lobgesang, die Sinfonie-Kantate op. 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Erklang das Te Deum zuletzt vor über 20 Jahren, ist Bartholdys Hymnus bereits zum dritten Mal in der Basilika zu hören. Nach weiteren Ensembles und hochrangigen Chören bildet Bruckner auch den Abschluss der diesjährigen Konzertreihe. Am 18. September kommt seine Symphonie Nr. 5 B-Dur zur Aufführung. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wird unter der Leitung von Marek Janowski das Finale bestreiten.

Informationen und Kartenvorverkauf:
Touristikamt Kur & Kultur Ottobeuren,
08332 / 92 19 50
touristikamt@ottobeuren.de
www.ottobeuren.de

Klassikgenuss im Juli: Basilika-Konzert, Kaisersaal-Konzerte und „Jüdische Geschichten und Musik“ in der Erich-Schickling-Stiftung
Junge Talente der Klassikszene und das wohl größte Passionswerk der Musica Sacra, die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach, bilden im Juli gleich mehrere musikalische Höhepunkte im Kaisersaal und der Basilika der Benediktinerabtei Ottobeuren. Das Jahresprogramm der Erich-Schickling-Stiftung verspricht ebenfalls vielfältigen Kulturgenuss, etwa mit Geschichten aus dem „jüdischen Schtetl“ zu Klezmertönen.

Der Juli in Ottobeuren bietet Klassikliebhabern ein äußerst vielfältiges Programm und zeigt sich bei den Kaisersaalkonzerten ausgesprochen jung: Am 9. und 10. Juli beim Nachwuchskünstlerpodium International und beim Abschlusskonzert von Jugend musiziert mit dem Sinfonietta Orchester des Humboldt-Gymnasiums Ulm. Das Wiener Saitenspiel Duo spielt am 16. Juli zeitlose Werke von Richard Strauss bis Maurice Ravel und bei der Operngala am 23. Juli sind es die Nachwuchstalente der Internationalen Meistersinger Akademie, die beliebte Arien frisch interpretieren. Jung sind auch die Mitglieder des International Wind Ensembles. Es sind Studenten – unter anderem aus Ottobeurens Partnerstadt Norcia. Das Orchester spielt am 16. Juli Werke von Mackey,  Zaninelli und weiteren in der Basilika. Dort folgt am 24. Juli Johann Sebastian Bachs Meisterwerk, die Matthäus-Passion. Das Orfeo Orchestra und der Purcell Choir Budapest erzählen mit Bachs erhabener Musik den Leidensweg Christi. Für eine eindrucksvolle Klangsprache wird Helmuth Rilling sorgen, auch weil es dem ausgewiesenen Bach-Experten ein Herzensanliegen ist, mit Musik die Menschen persönlich zu erreichen.
Sehr persönlich, menschlich und von humorvoller Melancholie durchdrungen erzählt auch Alexander Kostinskij am 10. Juli in der Erich-Schickling-Stiftung in Eggisried. Für das Programm „Jüdische Geschichten und Musik“ wird er gewohnt gekonnt und immer neu improvisierend vom „Trio Kleznova“ begleitet. Platzreservierung unter Tel. 08332 936424
www.ottobeuren.de

Ausstellung Silvio Cattani & Diether Kunerth
Mit Silvio Cattani bestückt erstmals ein Künstler aus Italien die Sonderausstellung im Museum für zeitgenössische Kunst –  Diether Kunerth in Ottobeuren. Bis Ende Oktober werden seine Malereien aus der Reihe „Paessaggi – Landschaften“ gemeinsam mit den Werken Diether Kunerths präsentiert.

Der barocke Prachtbau der Basilika Ottobeuren ist prädestiniert dafür, die Klangwelten der alten Meister lebendig werden zu lassen. Für die Farbwelten moderner Künstler übernimmt diese Aufgabe das Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth. Der bewusst reduziert gestaltete Bau im Herzen der Marktgemeinde zeigt neben Bildern und Plastiken Kunerths regelmäßig die Exponate nationaler und internationaler Künstler und Künstlerinnen. Mit den Werken aus dem Zyklus „Paessaggi – Landschaften“ von Silvio Cattani stellt bis Ende Oktober erstmals ein italienischer Künstler im Museum aus. Cattani, Jahrgang 1947, hat sich mit seinen farbgewaltig zergliederten Bildern, wie auch mit Arbeiten in Glas, Keramik und Mosaik, weit über Italien und Europa hinaus einen Namen gemacht. Der vormalige Direktor des Kunstinstituts von Trient und Rovereto wirkte zudem bei Szenografien und Musikaufführungen mit. So nimmt es nicht Wunder, dass in der Komposition seiner Bilder den Zwischentönen und phantasievollen Anklängen viel Raum gegeben wird. Die ausgestellten „Landschaften“ wird man folglich keiner realen Topographie zuordnen können, sie nehmen den Betrachter vielmehr auf einen inspirierenden Spaziergang durch Zeit und Raum mit und lassen gleichzeitig das Œuvre Kunerths in einem neuen Licht erstrahlen. Die Ausstellung ist jeweils Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr und samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

250 Jahre Basilika Ottobeuren – Festakt mit Musik aus dem Einweihungsjahr
Am Sonntag, 25. September wird das Jubiläum der Ottobeurer Basilika mit zwei Messen gefeiert, deren Musik bereits zur Einweihung des Gotteshauses gespielt wurde. Die Werke von Pietro Pompeo Sales, beziehungsweise von Benedict Kraus, waren jedoch lange verschollen. Nach 250 Jahren erklingen die „Ottobeurer Festmesse“ und die „Missa a Duplici Choro“ zum Jubiläum erstmals wieder gemeinsam.

Die Benediktinerabtei mit der prächtigen Basilika ist nicht nur architektonisch der Dreh- und Angelpunkt der Marktgemeinde Ottobeuren, sondern auch das kulturelle Zentrum des Ortes. Die außergewöhnliche Strahlkraft der Basilika wirkt bereits seit 250 Jahren: Im September 1766 wurde der Kirchenbau nach knapp 30 Jahren fertiggestellt und eingeweiht. Acht Tage dauerten die Feiern damals und ihre Höhepunkte waren zwei ganz besondere Messen. Zum einen die „Ottobeurer Festmesse“, deren Liturgie der Kapellmeister Pietro Pompeo Sales eigens für die Einweihung komponierte sowie die „Missa a Duplici Choro“ von Benedict Kraus. Dass beide Werke nun zum Jubiläum erklingen werden, ist keineswegs selbstverständlich. Die Partitur der Festmesse galt lange als verschollen und wurde erst 1992 in einem Kölner Archiv wiederentdeckt. Die Missa in C musste gar aus einzelnen Fragmenten neu editiert und zu einer vollständigen Partitur zusammengesetzt werden. Ein schwieriges Unterfangen, das jedoch hervorragend gelang und so ein Werk belebte, das für zwei Chöre, zwei Orchester und zwei Orgeln geschrieben, den Klangraum der Basilika mit ihren gegenüberliegenden Orgelemporen eindrucksvoll zu fassen weiß.
Der Festakt „250 Jahre Basilika Ottobeuren“ beginnt am 25. September mit einem Pontifikalamt, zelebriert von Kardinal Friedrich Wetter und Abt Johanes Schaber OSB, mit der „Ottobeurer Festmesse“ unter Mitwirkung des Musica Suevica Chors Augsburg, die Leitung hat Franz Wallisch. Die „Missa a Duplici Choro“ wird ab 15 Uhr erklingen. Gleichsam als Präludium spielt Dr. Josef Miltschitzky die „Partita in a“ von Alessandro Poglietti auf der Heilig-Geist-Orgel und die „III. Sonate in A“ von F.X. Schnitzer OSB auf der Dreifaltigkeitsorgel.


Tags:
basilika konzert musik kultur


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