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Dr. Harald Textor, Forstdirektor des Wittelsbacher Ausgleichsfonds
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Ostallgäu - Schwangau
Freitag, 23. Oktober 2015

Forstdirektion des Wittelsbacher Ausgleichsfonds bekommt Gütesiegel

Auszeichnung bestätigt vorbildliche Waldbewirtschaftung

Das paneuropäische Prüfungsinstitut hat der Forstverwaltung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds das internationale Gütesiegel für die vorbildliche und nachhaltige Waldbewirtschaftung in Bayern erteilt. Die Forstdirektion des WAF bewirtschaftet ihre rund 12.000 Hektar Wälder seit Generationen nachhaltig, multifunktional, vorbildlich und zukunftsweisend. So lautet die offizielle Bestätigung der Experten des PEFC nach einer mehrtägigen und intensiven Prüfung.

Dr. Harald Textor, Forstdirektor des Wittelsbacher Ausgleichsfonds:

Wir sind sehr stolz, dass wir das bekommen haben, weil wir ausnahmslos alle Kriterien erfüllt haben und wir sind damit zu einem Vorbildbetrieb des PEFC gemacht worden. Da gibt es viele Kriterien, die erfüllt werden müssen, das ist so gesehen ein "Nach-TÜV", dafür haben wir jetzt sozusagen einen Michelin Stern bekommen. Wir freuen uns in aller Demut, das diese langjährige Arbeit nun gewürdigt worden ist.

Die Wälder, die von der Forstdirektion des Wittelsbacher Ausgleichsfonds bewirtschaftet werden, erstrecken sich dabei vom Bayerischen Wald über große Gebiete zwischen Neuburg und Ingolstadt sowie im Raum Donauwörth und Pfaffenhofen bis zu uns ins Allgäu, rund um die Schlösser in Hohenschwangau. Gerade hier sei die Verantwortung gegenüber dem Wald besonders groß, so Textor:

Wir haben vom Auwald über Mittelgebirge über montane Regionen im Bayerischen Wald bis hin zum Hochgebirge aber das hier ist tatsächlich einer unserer schönsten Wälder. Deswegen behandeln wir ihn auch besonders sorgsam und zurückhaltend, weil wir auch das schöne Waldbild erhalten wollen. Wir wissen ja, dass wir mit der Verwaltung hier in Hohenschwangau, mit dem Tourismus, von dem die ganze Region lebt, auch synergetisch zusammenarbeiten wollen, das tun wir sehr bewusst.

Zu den strengen PEFC Prüfungsstandards gehören neben der Förderung auch die Erhaltung von Mischbeständen aus standortgeeigneten Baumarten, ihre hochwertige Pflege, den Verzicht auf Kahlschläge, den Schutz des Waldbodens und der breitgefächerten Ökologie.

Die Wälder seien ein Erbe, so Textor, verbunden mit der Pflicht, die Biodiversität und Lebensräume von seltenen Pflanzen und Tierarten zu schützen. Immerhin plant man im Forst auf die kommenden 50 bis 150 Jahre voraus. Das PEFC Gütesiegel hat somit auch für die Gemeinde Schwangau selbst eine große Bedeutung, sagt Bürgermeister Stefan Rinke:

Die Auszeichnung für den WAF ist zugleich auch eine Auszeichnung für die Gemeinde Schwangau, wir gratulieren dem WAF auch sehr herzlich, das ist Nachhaltigkeit. Die Schwangauer Landschaft ist nicht so schön, weil die Schlösser hier stehen, sondern die Schlösser stehen hier, weil die Landschaft so schön ist. Der WAF trägt hier erheblich dazu bei, das diese Landschaft erhalten bleibt. Immerhin hat diese Landschaft eben früher schon Könige angelockt und sie dazu bewogen, hier Schlösser zu bauen.

Zudem wurden der Wittelsbacher Waldbewirtschaftung auch weitere besondere Leistungen bescheinigt. Darunter der Schutz vor Überflutungen von Städten und Gemeinden entlang der Donau oder die Produktion von ca. 300.000 Tonnen Sauerstoff sowie einer Milliarde Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr. Ebenso wurde unter anderem die Erhaltung und Pflege von rund 500 Kilometern Erholungs-, Reit- und Radfahrwegen herausgestellt.


Der Radio-Programmbeitrag zum Nachhören:



Tags:
Hohenschwangau Königsschlösser PEFC Nachhaltigkeit



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