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Allgäuer Dorf steht mehr als auf der Kippe
04.05.2013 - 09:10
Bei Umfragen ergibt sich immer das gleiche Bild: Die Mehrheit der Allgäuer empfindet das bei Füssen geplante Allgäuer Dorf als "Schmarrn" oder "Geldverschwendung". So sieht das auch der Schwangauer Gemeinderat, dieser könnte das Projekt endgültig scheitern lassen.
Gleich zwei ausschlaggebende Gründe führen sie an: Das 600-Betten-Hotel treffe gerade die Schwangauer Hoteliers. Diese hätten seit Jahren investiert und würden jetzt eine Art Bettenburg vor die Nase gesetzt bekommen. Auf der anderen Seite streitet die ostallgäuer Gemeinde seit Jahren wegen einer Umgehungsstraße mit Füssen. Für das Allgäuer Dorf gibt es aber ebenfalls keine neue Verkehrslösung. Pro Jahr kämen 350.000 Besucher (lt. Schätzung des Zweckverbands) hinzu.

Doch damit nicht genug: Den Schwangauern stößt auf, dass das Konzept eigentlich einen anderen Nutzen und einen anderen Standort vorsah. An der A7 bei Nesselwang hätte es den Autofahrern Appetit auf das Allgäu machen sollen. Die regionale Kultur hätte es transportieren und Allgäuer Produkte vermarkten sollen. Das jetzige Konzept hatte schnell den Namen "Allgäu-Disney" weg, in Anspielung an die Freizeitparks.

Um das "Allgäuer Dorf" realisieren zu können, ist bei einer erneuten Abstimmung Einstimmigkeit im Zweckverband nötig. Eine Gegenstimme lässt das Projekt scheitern. Und diese dürfte aus Schwangau kommen. Füssens Bürgermeister Paul Iacob war sich sicher, seinen Kollegen Reinhold Sontheimer umstimmen zu können. Momentan sieht es aber keineswegs so aus, dass er das noch schaffen könnte.

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