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Das Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Ostallgäu - Marktoberdorf
Dienstag, 25. November 2014

Ostallgäu führt TBC-Untersuchung durch

Bis jetzt keine Rindertuberkulose festgestellt

Die regelmäßige Untersuchung der von den Alpweiden zurückgekehrten Rinder stellt für die Veterinärverwaltung im Landratsamt Ostallgäu einen wesentlichen Teil bei Vorsorge und Bekämpfung der Rindertuberkulose dar.

Die Untersuchung der Rinder nach dem Ende der Alpsaison stellt eine weitere wichtige Maßnahme für die Sicherheit der Betriebe und der Verbraucher dar – neben der Teilnahme am bayerischen Monitoring-Programm für Rotwild, bei dem im Ostallgäu bisher alle untersuchten Tiere TBC-frei waren. Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zur Durchführung des TBC-Tests die Verwendung einer neuen Spritzenkanüle für jedes einzelne Tier gefordert hatte, was in der Praxis kaum umsetzbar und finanzierbar ist, hatte das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Untersuchungen vorläufig gestoppt. Wie das Ministerium nun dem Landratsamt mitteilte, wurde der maßgebliche Text der deutschen Übersetzung derjenigen EU-Verordnung, die zu dem Urteil geführt hatte, geändert. Daher wird das Landratsamt die Untersuchungen der sogenannten Rückkehrer wieder aufnehmen und entsprechend den Empfehlungen die sogenannte Stallkanüle, die nach jedem Betrieb gewechselt wird, verwenden. „Für uns ist die Untersuchung der Rinder nach der Alpsaison ein wichtiger Baustein, um die Einschleppung der TBC in die Betriebe im Ostallgäu nachhaltig zu verhindern“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Wir haben schon in der Saison 2013 mehr als 4.400 Rinder von den Alpen – alle negativ – untersucht. Diese Praxis werden wir in der bewährt guten Zusammenarbeit mit Weidebetreibern, Landwirten, Tierärzten und Verbänden fortsetzen.“

 

Untersucht werden altersunabhängig Rinder, die auf den Gemeinschaftsweiden im südlichen Landkreis waren, auf Weiden im Nachbarland Österreich oder auf Weiden im südlichen Nachbarlandkreis Oberallgäu, wo sich ein Schwerpunkt der bayrischen TBC-Fälle beim Rotwild befindet. Die betroffenen Betriebe wurden bereits im September angeschrieben und informiert. Der vorübergehende Stopp durch das Ministerium hat auch zu keinem größeren Zeitverlust geführt, da die Tiere wegen der Inkubationszeit ohnehin frühestens acht Wochen nach der Rückkehr untersucht werden können. Bis dahin wird empfohlen, die Tiere, soweit möglich, getrennt von dem restlichen Rinderbestand zu halten.

Weitere Auskünfte gibt das Veterinäramt Ostallgäu (Telefon 08342 / 911-214).


Tags:
allgäu tuberkulose untersuchung rinder



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