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Eishockey
(Bildquelle: Michael Lang)
 
Ostallgäu - Füssen
Montag, 15. Oktober 2018

Montag morgen Heimspiel gegen Geretsried

EVF zeigt sich von der besten Seite

Erneut ein Spiel mit hohem Unterhaltungswert am Kobelhang. Gegen den letztjährigen Angstgegner ESC Geretsried gab es ein Wechselbad der Gefühle, und dank eines tollen Schlussspurts noch einen 8:4-Erfolg (2:1, 1:3, 5:0), der aber auf Grund der Chancenanzahl und Spielanteile klar verdient war. Beide Mannschaften haderten mit der harten Regelauslegung des Unparteiischen, was in einer wahren Strafzeitenflut mündete.

 

Zerfahrener Beginn der Partie und immer wieder Hinausstellungen, so verlief der erste Abschnitt. Gleich sechsmal wanderten die Gäste auf die Strafbank, dreimal traf es die Füssener. Nach guten Chancen zu Beginn für Nadeau und Simon erwischte Martin Köhler mit seinem Unterzahltreffer den EVF kalt. Lubos Velebny zog im Powerplay aber nach gewonnenem Bully sofort ab und sorgte für den Gleichstand, ehe Samuel Payeur den EVF erstmals in Führung brachte. Mit dem 2:1 waren die Gäste in diesem Drittel gut bedient, denn es gab noch einige Chancen für weitere schwarz-gelbe Treffer.

 

Im Mitteldrittel entschied der Schiedsrichter zunächst auf Tor für Geretsried, wurde vom Linesman aber darauf hingewiesen, dass die Scheibe nur am Pfosten war. Insgesamt wirkte der EVF in diesem Abschnitt nicht sehr konzentriert, auch wurde nun kleinlich gegen die Heimmannschaft gepfiffen. In Überzahl gelang den River Rats erst der Ausgleich durch Maximilian Hüsken, und bei einem weiteren Powerplay sogar das 2:3 durch Benedikt May. Ein Unterzahlkonter hätte beinahe den nächsten Gegentreffer bedeutet, auf der anderen Seite vergab Newhook nach tollem Velebny-Pass den fast sicheren Ausgleich. Diesen erzielte schließlich Markus Vaitl, doch der EVF lief keine Minute später erneut in einen Konter, welchen Hüsken mit einem Schuss ins kurze Eck zum 3:4 abschloss.

 

In Überzahl begannen die Füssener das Schlussdrittel, hatten gleich große Chancen, scheiterten aber am gewohnt starken Ex-DEL-Torhüter Martin Morczinietz im Tor der Gäste. Ein harter Bandencheck gegen Marius Klein brachte ESC-Verteidiger Matthias Götz eine Spieldauerstrafe ein. Eric Nadeau gelang in Überzahl dann endlich der Ausgleich, und ein weiteres Powerplay nutzte Maximilian Dropmann gut acht Minuten vor Spielende zum 5:4, die Partie war wieder gedreht worden. In der Folge wurde Gästestürmer Ondrej Horvath mit 2+2+10 Minuten belegt und durfte zum Duschen, das zweifelhafte Badevergnügen wurde kurz darauf auch Dropmann auf EVF-Seite zu Teil, er wurde nach einer kleinen Rangelei wegen eines angeblichen Kopfstoßes sogar mit einer Matchstrafe belegt. Da sein prügelnder Kontrahent auch vier Strafminuten aufgebrummt bekam, blieb es bei Überzahl Füssen. Und hier zeigte das Heimteam seine Klasse, erhöhte durch die Treffer der beiden Kontingentspieler Tyler Wood und Sam Payeur innerhalb kürzester Zeit auf 7:4, letzterer hervorragend durch Marc Besl angespielt. Am Ende gelang auch noch Marius Klein sein verdienter Treffer zum Endstand, und der Eissportverein durfte den vierten Saisonsieg feiern, welcher Füssen weiterhin von der Tabellenspitze grüßen lässt.

 

Trainer Ludwig Andrä (Geretsried): „Wir wussten, dass uns ein starker EV Füssen mit viel Tempo erwarten wird. Die ersten zehn Minuten wollten wir schadlos überstehen, das ist uns gelungen, wir konnten sogar in Unterzahl in Führung gehen. Im zweiten Drittel haben wir sehr gut gespielt, und den Rückstand wieder gedreht. Wir haben gut gekämpft und sind defensiv sicher gestanden. Im letzten Abschnitt haben wir fast nur in Unterzahl gespielt, teils durch berechtigte, teils durch nicht berechtigte Strafen. In diesem Drittel waren wir chancenlos, und Füssen hat ein paar schöne Tore geschossen. Am Ende haben uns auch etwas die Körner gefehlt, der Sieg war insgesamt sicher verdient.“

 

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Die ersten beiden Drittel haben mir heute gar nicht gefallen. Wir hatten trotz der Siege zuvor kein Selbstvertrauen, vielleicht auch schwere Beine aus Schweinfurt. Man hatte mir gesagt, dass Geretsried ein sehr unangenehmer Gegner ist, jetzt habe ich es selbst gesehen. Ich habe in der zweiten Pause angesprochen, dass wir nichts umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben. Danach hat es dann gepasst, wir sind weite Wege gegangen, und haben uns für den Aufwand auch belohnt. Unser Start in die Saison ist mehr wie perfekt, die Mannschaft hätte es verdient, am Freitag gegen Miesbach vor vollem Haus zu spielen.“


Tags:
Eishockey Geretsried Füssen Heimspiel



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