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Bioland-Bauer Stefan Schreyer demonstrierte sein neu gebautes Heißwassergerät
(Bildquelle: Inga Schleip/Bioland)
 
Ostallgäu - Auerberg
Dienstag, 21. Juni 2016

Bioland-Grünlandtag am Auerberg: Mit Heißwasser gegen den Ampfer

Allgäuer stellt selbstgebautes Gerät vor

Mehr als 50 Grünland-Bauern kamen am vergangenen Freitag zum Bioland-Grünlandtag nach Stötten am Auerberg. Sie wollten das neue selbstgebaute Heißwasser-Gerät sehen, das Milchviehbauer Stefan Schreyer im Einsatz gegen den hartnäckigen und platzraubenden Ampfer testet. Schreyer verbrüht die  Ampferpflanzen im Boden mit einem Hochdruckstrahler mit etwa 80°C  heißem Wasser. Die Konstruktion samt Wassertank und Stromaggregat  ist  traktormontiert für den Feldeinsatz geeignet.



Traditionell  werden  Ampferpflanzen einzeln ausgestochen. Das ist mühevoll und zeitaufwändig. Deswegen suchen die Praktiker seit Jahren nach Methoden, um  die  Ampferregulierung zu mechanisieren. Verschiedene Ansätze wurden in der   Vergangenheit   ausprobiert,   aber  sie  haben  sich  bislang  nicht durchgesetzt,  weil sie zu aufwändig oder teuer sind. Deswegen ist die neue thermische  Methode  mit dem Heißwasser-Gerät von besonderem Interesse. Sie wurde  in  der  Schweiz  entwickelt.  Bioland-Bauer Stefan Schreyer ist der Erste in der Auerberger Gegend, der ein eigenes Gerät nach diesem Verfahren gebaut hat.

„Diese  neue thermische Methode ist schnell und bequem“, sagt Bioland-Bauer Schreyer.  Man  schaffe  mehr  Pflanzen  pro Stunde. Insbesondere bei einem
hohen  Ampferbesatz  erweise  sich die Heißwasser-Dampfstrahler-Technik als effizient. Die  vielversprechende neue Technik muss sich nun in der Praxis beweisen. Dass  50 Landwirte zum Bioland-Grünlandtag gekommen sind, zeigt, dass am Thema biologische Ampferregulierung nach wie vor ein großes Interesse besteht.


Hintergrundinformation
Ampfer ist ungeliebtes Beikraut im Grünland „Ampfer   hat  aufgrund  eines  hohen  Oxalsäuregehaltes  einen  schlechten Futterwert und wird ungern gefressen. Zudem ist Ampfer in großen Mengen für Milchkühe  unbekömmlich“,  so Bioland-Beraterin Inga Schleip. „Außerdem hat Ampfer ein großes Vermehrungspotential. Über Samen und Wurzelaustriebe kann sich   die  platzraubende  Pflanze  schnell  vermehren.  So  verdrängt  sie wertvolle  Weidepflanzen.  Das macht Ampfer zu einem ungeliebten Unkraut im 
Grünland“, so Schleip. Durch geschickte Beweidung den Ampfer in Schach halten. Inga  Schleip  gab den Landwirten Tipps, wie man durch geschickte Beweidung eine  Ausbreitung  des  Ampfers  vermeiden kann: „In der Praxis zeigt sich, dass  auf  Kurzrasenweiden der Ampfer zurückgedrängt werden kann. Besonders die Weide im zeitigen Frühjahr ist für diesen Effekt entscheidend. Außerdem kann man durch gute Vorweide den Pflanzenbestand dichter machen“.

 


Tags:
Bioland Grünlandtag Ampfer Erfindung



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