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Übernachten im Baumhaus und mehr - Weg frei für fünf neue Leader-Projekte im Oberallgäu
23.05.2013 - 10:55
Einen Kindheitstraum kann man sich in Zukunft in Betzigau erfüllen: Übernachten im Baumhaus. Zwei junge Landwirte, Norbert Bechteler und Katharina Zinnecker, bauen vier exklusive Baumhäuser, die ein ganz besonderes Urlaubserlebnis versprechen.
Im Allgäu gibt es so etwas bisher nicht und das Gremium sieht darin eine tolle Ergänzung zu den Angeboten anderer Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe und ein künftiges Aushängeschild für die Marke Allgäu.

Das Angebot für die Gäste dieser Baumhäuser wird in Zukunft noch erweitert. Mit einer „Offensive zur Vermarktung regionaler Produkte auf Allgäuer Alpen“ des REGIO Allgäu e.V. sollen die Besucher unserer Berge auf noch mehr Alpen mit heimischen Produkten verköstigt werden. Damit bleibt mehr Wertschöpfung bei den Allgäuer Betrieben und die Region authentisch. Das ist auch das Ziel der „Allgäuer Heimatakademie“ die der Heimatbund Allgäu ins Leben rufen will. Das Wissen um regionale Bräuche geht immer mehr verloren, in Schulen und Familien werden Traditionen immer seltener weitergegeben. Als erste von vier Allgäuer LEADER-Aktionsgruppen hat jetzt das Oberallgäu zugestimmt ein Seminarprogramm aufzubauen, das heimatverbundenen Bürgern die Möglichkeit gibt, sich in den Themen Brauchtum, Kultur, Sprache oder auch Landschaft und Natur weiterzubilden und eine Art „Allgäu-Diplom“ abzulegen. Damit sich Gäste aber auch Einheimische über die außergewöhnliche Sortenvielfalt der Apfel- und Birnensorten im Allgäu informieren können, wird bis zum Herbst die Wanderausstellung „Altes Streuobst neu erleben“ entwickelt. Darin werden die teils unerwarteten Ergebnisse des LEADER-Projekts „Kartierung alter Kernobstsorten und Sortenerhaltungsgarten“ aufgearbeitet.

Die Lücke in der Nahversorgung für die Balderschwanger Bürger und ihre Gäste soll durch die konsequente Verarbeitung, Veredelung und Vermarktung aller Balderschwanger Produkte im Hochtal geschlossen werden. Die Wertschöpfung wird durch das Projekt „AlpDorf Balderschwang“ auch hier wieder in das Tal zurückgeholt und Gemeinde, Landwirte und Touristiker aus Deutschland und Österreich ziehen dafür an einem Strang. Im ersten Schritt hat das Entscheidungsgremium nun der Förderung einer Machbarkeitsstudie zugestimmt.

Auf der Tagesordnung hatten zwei weitere Projekte gestanden, die durch das Entscheidungsgremium aber keine Förderempfehlung erhalten haben. In einem Fall sind die Kosten sehr gering und deshalb durch die Träger selbst zu tragen. Bei einem anderen Vorhaben ist der Kostenplan zu überarbeiten, bevor eine Entscheidung fällt.

Bei der Konzeption von Projekten und der Antragsstellung beraten die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle gerne, erklärt Dr. Sabine Weizenegger. Beratungen sind nach Terminabsprache (Tel. 08373 299-14) sowohl in der Geschäftsstelle in Altusried als auch im AlpSeeHaus in Immenstadt-Bühl möglich. Bgm. Heribert Kammel, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe, ist begeistert, dass den Oberallgäuern die guten Ideen nicht ausgehen und sieht das als eine wichtige Voraussetzung für die Bewerbung auf die nächste Förderphase, die 2014 beginnt. Dafür wird in den nächsten Monaten die bisherige Arbeit evaluiert und anschließend ein neues Regionales Entwicklungskonzept erarbeitet.

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