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Landratsamt Oberallgäu
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Oberallgäu - Sulzberg
Mittwoch, 2. September 2015

Vorübergehende Belegung der Sulzberger Dreifachturnhalle

Der starke Zustrom von Flüchtlingen stellt Landkreise und Gemeinden vor größte Herausforderungen. Der Landkreis Oberallgäu muß derzeit 50 Personen pro Woche längerfristig aufnehmen. Dies geschieht durch Anmietung von Gebäuden, Wohnungen und Grundstücken. Bis zum Jahresende müssen im Oberallgäu nach gegenwärtigem Stand rund 1.800 Menschen längerfristig untergebracht werden.

Die hohen Zugangszahlen haben darüber hinaus weitere Folgen: die Kapazitäten der staatlichen Erstaufnahmeeinrichtungen (für Menschen, die soeben erst eingereist sind) sind weit überschritten. Die Regierung von Schwaben hat Anfang August den Notfallplan der Staatsregierung aktiviert. Das bedeutet: die schwäbischen Landkreise und kreisfreien Städte müssen kurzfristig Erstaufnahmekapazitäten für 250 Personen schaffen und diese nach Ankunft registrieren, ärztlich untersuchen und versorgen. Das dauert etwa eine Woche. Dann können die Flüchtlinge in reguläre Unterkünfte in Bayern oder anderen Bundesländern umverteilt werden.

Um die Belastungen innerhalb Schwabens gleichmäßig zu verteilen, werden nicht einzelne Landkreise dauerhaft herangezogen, sondern es geht "reihum". Der Vorteil dabei ist, dass die beanspruchten Gebäude so nur für einen kurzen Zeitraum belegt sind und schnell wieder freigegeben werden können.Entsprechend der vorgesehenen Reihenfolge des Notfallplanes ist das Oberallgäu am 13. September an der Reihe.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, ist der Landkreis auf die Unterstützung der Gemeinden angewiesen. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen wurde im Landratsamt entschieden, daß die kurzfristige Unterbringung von 250 Menschen am besten über Turnhallen sichergestellt werden kann. Denn dort gibt es genug Schlafgelegenheiten und Sanitäreinrichtungen. Aber es muss sichergestellt werden, dass die Hallenböden keinen Schaden nehmen. Das soll durch Bodenschutzmaßnahmen und durch Verzicht auf Betten (es wird nur Matratzen geben) gewährleistet werden. Zusätzlich wird die Halle während der Belegung rund um die Uhr durch einen Sicherheitsdienst überwacht.

Um auch auf Landkreisebene die Belastungen für die einzelnen Gemeinden gering zu halten, soll die wiederkehrende Belegung (alle paar Wochen) ebenfalls in einem rollierenden System erfolgen. Die erste Belegung am 13. September wird in Sulzberg erfolgen.


Die Marktgemeinde Sulzberg und der Landkreis Oberallgäu danken allen Helferinnen und Helfern des BRK, der Johanniter-Unfallhilfe, des THW sowie der Feuerwehr, die im Rahmen der Vorbereitungen und dann auch im Einsatz großartige Hilfe leisten, der Schule und den Vereinen, die Einschränkungen durch diese vorübergehende Belegung in Kauf nehmen müssen, und allen Bürgerinnen und Bürgern des Marktes Sulzberg für ihr Verständnis.

Eine Bewertung der Maßnahme durch den Gemeinderat findet in der Sitzung am kommenden Montag um 19.30 Uhr statt. Dort werden Vertreter des Landratsamtes dazu informieren.


Tags:
Politik Asyl Flüchtlinge Turnhalle


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