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Stadt Sonthofen
(Bildquelle: AllgäuHIT / JDP)
 
Oberallgäu - Sonthofen
Freitag, 5. Dezember 2014

Sonthofen zum zweiten Mal mit dem eea ausgezeichnet

3. Bürgermeisterin nimmt den European Energy Award entgegen

Zum zweiten Mal nach 2010 hat Sonthofen die Auszeichnung mit dem European Energy Award (eea) erreicht. Im Rahmen einer Feierstunde, die aus gutem Grund Ende November in Wildpoldsried stattfand, nahm 3. Bürgermeistern Ingrid Fischer die Auszeichnung aus den Händen von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf entgegen.

Damit wird Sonthofens Einsatz für Energieeffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien und Klimaschutz nicht nur von unabhängiger Seite bestätigt, sondern es werden auch die in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte gewürdigt, z.B. die Sanierung des Gymnasiums im Passivhausstandard, die Erstellung des Energie- und Klimaschutzkonzepts und die Öffentlichkeitsarbeit. Sonthofen kann sich damit über eine Steigerung von 52% auf 61% freuen und belegt unter den Allgäuer Teilnehmern derzeit Rang 3.

Der European Energy Award ist ein Qualitätsmanagementsystem für Energieeffizienz und Klimaschutz in Gemeinden, Städten und Landkreisen. Es zeigt lokale Potenziale auf, unterstützt und strukturiert die Umsetzung von Projekten vor Ort. Sowohl die Anstrengungen als auch die Erfolge einer Kommune lassen sich damit nachvollziehen vergleichen. Derzeit nehmen in Deutschland gut 300 Kommunen und Landkreise teil.

Schon im ersten Anlauf 2009 verfehlte Sonthofen mit 49% nur knapp die Auszeichnung. Darin spiegelte sich nicht zuletzt das langjährige Engagement des damaligen Bürgermeisters Hubert Buhl und der lokalen Agenda-Gruppe wieder, und natürlich auch weitsichtige Investitionen wie das Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk mit Nahwärmenetz. Diese Arbeit führte das 2007 gegründete Energieteam fort und ermöglichte 2010 erstmals die Auszeichnung mit dem eea. Sonthofens 1. Bürgermeister Christian Wilhelm ist bereit, in die großen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten und bekräftigt das Sonthofer Engagement: „Energiekosten zu sparen, die heimische Wirtschaft zu stärken und durch die Senkung der CO2-Emissionen eben auch ein Stück Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, sind gute Gründe, sich nach den Erfolgen der vergangenen Jahre keineswegs zurückzulehnen.“

Im Sonthofer Stadtrat wurde die Teilnahme am eea bereits für weitere vier Jahre beschlossen. Die fachliche Unterstützung und Beratung übernimmt wie bisher eza! in Person von Heidi Schön. Zunächst soll nun das Energieteam durch Mitglieder aus den Stadtratsfraktionen und interessierte Bürger auf eine breitere Basis gestellt werden. Andreas Repper, seit gut einem Jahr Klimaschutzbeauftragter der Stadt Sonthofen, sieht darin die große Chance und Aufgabe, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen: „Klimaschutz lebt vom Mitmachen und der Offenheit für den allmählichen Wandel hin zu einem klimaverträglichen Lebensstil. Dazu starten wir in Sonthofen im Sommer 2015 mit den „Energiefamilien“. Wichtig bleiben aber natürlich auch Investitionen in energiesparende Technik und in die Nutzung erneuerbarer Energien.“

Auf dem Weg, regenerative Energieträger für Strom und Wärme zu nutzen, ist Wildpoldsried bereits sehr weit fortgeschritten: Mit Hilfe von Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft wird fünf Mal mehr Strom erzeugt, als die 2500 Einwohner verbrauchen. Zur Wärmeversorgung werden u.a. die Biomasse-„Dorfheizung“ mit Nahwärmenetz und mehrere Biogasanlagen und Pelletheizungen genutzt. Durch viele weitere Projekte mit Akteuren von der Bevölkerung vor Ort bis zu Forschungseinrichtungen zählt Wildpoldsried im eea mit hervorragenden 87% auch deutschlandweit zu den Vorreitern.


Tags:
eea ingrid fischer christian wilhelm wilpoldsried



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