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mit Thomas Häuslinger
 
 

Landkreis Oberallgäu will wissen, was die Jugend bewegt
07.05.2013 - 18:35
In Deutschland nimmt die Altersgruppe der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den nächsten Jahren ab - so auch im Oberallgäu. Aufgrund dieses demografischen Wandels wird es für ländliche Gemeinden zusehends wichtiger, jungen Menschen in ihrer Kommune Identifikationsmöglichkeiten und Bleibeperspektiven anzubieten.
Was aber schafft Identifikationsmöglichkeiten und was sind Gründe für junge Menschen in ihrer Heimatregion wurzeln zu schlagen und somit der Region eine Zukunft zu geben? Unterstützungsangebote und Hilfestellungen für junge Menschen in allen Lebenslagen, sind sicherlich stimmige Antworten auf diese Frage.

Um den aktuellen Bestand an Diensten, Einrichtungen und Angeboten der Jugendhilfe im Oberallgäu festzustellen und für einen mittelfristigen Zeitraum zu planen, betreibt der Landkreis als öffentlicher Träger der Jugendhilfe, die sogenannte Jugendhilfeplanung – so will es das Gesetz (§80 SGB VIII). Die bestehende Planung ist bereits mehr als zehn Jahre alt. In großen Teilen hat sich die Lebenswelt von jungen Menschen und deren Familien seither drastisch verändert. Der Jugendhilfeausschuss hatte deshalb im Juli 2012 beschlossen, die „Jugendhilfeplanung - Teilplan Jugendarbeit“, zu überarbeiten. Da ein möglichst wirksames, vielfältiges und aufeinander abgestimmtes Angebot von Hilfeleistungen und Unterstützungsmöglichkeiten gewährleistet werden muss, sollen neben der Zielgruppe der jungen Oberallgäuer, auch die verschiedensten Akteure der Jugendhilfe bereits frühzeitig beteiligt werden.

Im noch andauernden Prozess der Jugendhilfeplanung werden aktuell diese Jugendorganisationen im Oberallgäu befragt. Dabei geht es von A wie Altersstruktur der Mitglieder bis Z wie Zeiteinsatz der ehrenamtlichen Jugendleiter. In Zusammenarbeit mit dem Sozialstatistikinstitut SAGS aus Augsburg werden die Ergebnisse der unterschiedlichen Befragungen ausgewertet und in einen Jugendhilfeplan – Teilplan Jugendarbeit übertragen. Dieser soll bis Herbst 2013 allen kreisangehörigen Kommunen zur Verfügung stehen, um die örtlich vorhandenen Angebote für die derzeitigen und künftigen Bedürfnisse der jungen Menschen zu rüsten. Das Kreisjugendamt berät und unterstützt die Kommunen in der Umsetzung der Planungsergebnisse.

Mehr als 15.000 junge Menschen im Oberallgäu im Alter zwischen 11 und 21 Jahren wurden bereits befragt, um die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen in der Gestaltung künftiger Angebote besser berücksichtigen zu können. Ebenfalls bereits erfolgt ist die Befragung und Bestandsanalyse in den kreisangehörigen Gemeinden. Noch sind nicht alle Fragebögen ausgewertet, eine Zahl ist jedoch bereits im Vorfeld beachtlich und nennenswert: in 28 Oberallgäuer Gemeinden, Märkten und Städten betreiben rund 560 Vereine, Verbände und Organisationen Angebote der Jugendarbeit.

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