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Kein Amoklauf an Realschule geplant - Mobbing- statt Todesliste
10.02.2012 - 14:10
Bei der Schülerliste, die heute Vormittag an der Realschule in Sonthofen für Aufsehen sorgte, soll es sich nicht um eine "Todesliste" gehandelt haben. Das hat die Polizei mitgeteilt.
Die Beamten bestätigten, dass es eine Liste mit Schülernamen gegeben habe. Allerdings handelte es sich um eine Liste von Mitschülern die in der Vergangenheit den 14-Jährigen "Täter" gemobbt hätten und die dieser einem Vertrauenslehrer gegeben hatte. Unter anderem durch das Weitererzählen unter den Schülern entwickelte sich aus diesem Vorfall die Version eines geplanten Amoklaufes.

Der konkrete Hergang:
Am späten Donnerstagabend war der Polizeiinspektion Sonthofen von dem Direktor der Schule mitgeteilt worden, dass über mehrere Schüler bekannt geworden sei, dass ein Schüler eine Amoktat plane und dieser hierfür eine Namensliste erstellt hätte. Aufgrund dieser im Umlauf befindlichen Gerüchte wurde der Schüler für den Freitag vom Unterricht befreit.

Aufgrund der Ermittlungen der Polizei gibt es derzeit keine konkreten Beweise, dass tatsächlich die Durchführung einer Gewalttat durch den Schüler bevorstand oder geplant war. Da der Schüler in Teilen in der Schule verhaltensauffällig war, erfolgten am Freitag weitere Maßnahmen zur Ausschließung einer Fremdgefährdung, so die Beamten.

Mitschüler macht sich Sorgen
Unterdessen machen sich Mitschüler sorgen um den 14-jährigen. Ein Schulkamerad schrieb auf die Pinnwand bei einem sozialen Internetnetzwerk: "i weis dass du es in der klasse ned leicht hasch aber bitte mach keine scheiße!!!"

Schüler sagten nach Schulende im AllgäuHIT- Interview, dass sie durchaus Angst gehabt hätten. Andere gaben an, dass doch nichts passiert sei und schließlich alles ein Missverständnis war.

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