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Plakat zu "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" 2015
(Bildquelle: Stiftung Jugend forscht e. V.)
 
Oberallgäu - Sonthofen
Mittwoch, 25. Februar 2015

Jugend forscht und Schüler experimentieren

Allgäuer Schüler für Landeswettbewerbe qualifiziert

Acht Nachwuchsforscher aus dem Allgäu haben sich bei "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" für die Landeswettbewerbe in Regensburg und Dingolfing qualifiziert. Die erfolgreichen Teilnehmer kommen aus Sonthofen, Füssen, Kaufbeuren und Türkheim.

2015 haben insgesamt 125 Nachwuchsforscher mit 57 Arbeiten an den Wettbewerben im Voralpenland teilgenommen. "Um trotz der Globalisierung weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir junge Menschen, die wissbegierig, forschungsfreudig und leistungsbereit sind. Genau wie die Teilnehmer von "Jugend forscht". Mit ihren Ideen, Erfindungen und Entdeckungen bringen sie den Standort Deutschland nach vorne", sagte Thomas Englmann, Leiter des Unternehmensbereichs Antriebstechnik, und Mitglied der Konzernleitung bei HOERBIGER, bei der Preisverleihung am 25. Februar in der Schlossberghalle Peiting. Und weiter: "Jugend forscht" ist deutschlandweit der bekannteste und größte Wissenswettbewerb für Naturwissenschaften und Technik. HOERBIGER ist in vielen Segmenten dieser beiden Bereiche Innovations- und Technologieführer. Daher haben wir großes Interesse daran, das Know-how und die Forschung in beiden Gebieten voranzutreiben."

Ein Siegerprojekt in der Wettbewerbssparte „Jugend forscht“
In der Sparte „Jugend forscht“ hat sich lediglich ein Projekt für eine Teilnahme am bayerischen Landeswettbewerb qualifiziert. Die beiden 18-jährigen Patrick Buchenberg und Jonas Borth sind im Fachgebiet „Arbeitswelt“ mit einem ersten Platz ausgezeichnet worden. Die Gymnasiasten aus Sonthofen haben eine „Orientierungshilfe für Sehbehinderte“ entwickelt, die auf einen Blindenstock aufgesetzt werden kann. Das Gerät ist mit Sensoren ausgestattet, die zur Abstandsmessung eingesetzt werden. Dabei liefern optische und akustische Sensortypen mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten Messdaten hinsichtlich Erfassungswinkel, Reichweite und Auflösung. Diese werden elektronisch verarbeitet und als unterschiedlich modulierte Signale hörbar gemacht. Der Nutzer kann dadurch nicht nur – wie beim Blindenstock –, seine unmittelbare Umgebung wahrnehmen, sondern außerdem einen mittleren Entfernungsbereich von bis zu fünf Metern.

Fünf Siegerarbeiten in der Wettbewerbssparte "Schüler experimentieren"
In der Sparte „Schüler experimentieren“ haben insgesamt fünf Projekte einen ersten Platz belegt und sind damit für den bayerischen Landeswettbewerb zugelassen.

Magnus Sutor, Korbinian Weinzierl (beide 13) und Valentin Weißenberger (14) vom Gymnasium Füssen haben einen Hochwasserschutz namens „Aqua Proof“ entwickelt, der bei Stürmen und Überschwemmungen eingesetzt werden kann, und hierfür einen Sieg im Fachgebiet „Geo/Raumwissenschaften“ erzielt. Die Idee hinter dem Projekt: Durch die Aufkraft einer ankommenden Flutwelle wird eine Schutzwand hochgefahren. Diese hält das Wasser automatisch von Siedlungen ab und verhindert so größere Schäden.

Im Fachgebiet „Biologie“ belegte Simona Dammer den ersten Platz. Die 12-Jährige, die das Marien-Gymnasium in Kaufbeuren besucht, hat den Kniesehnenreflex unter verschiedenen Bedingungen untersucht. Dabei hat sie die Zeit zwischen der Auslösung und dem Auftreten der Reaktion mit Hilfe eines Digitalzählers gemessen.

Für ihr Programm zur Verbesserung des Rhythmusgefühls wurde Lisa Maria Günther mit Platz eins im Fachgebiet „Mathematik“ belohnt. Die 14-jährige Gymnasiastin aus Türkheim hat ein Trainingsprogramm entwickelt, das zufallsbasierte Rhythmusdiktate erstellt. Die Diktate können hinsichtlich Länge und Schwierigkeitsgrad variiert werden. Das Programm korrigiert darüber hinaus eigenständig die Eingaben und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, selbst Diktate zu erstellen. So kann dieser noch individueller trainieren.

Die 14-jährige Adrianna Klier ist die Gewinnerin im Fachgebiet „Physik“. Die Schülerin des Jakob-Brucker Gymnasiums Kaufbeuren hatte den Siedepunkt von Wasser zunächst in Abhängigkeit vom Druck untersucht. Anschließend wiederholte sie den Versuch mit Ameisensäure und n-Heptan - beides Stoffe, die einen ähnlichen Siedepunkt wie Wasser aufweisen. Ziel war es, herauszufinden, wie weit sich der Siedepunkt von Wasser in realistischen Maßen verschieben lässt.

Ein weiterer erster Platz wurde im Fachgebiet „Technik“ vergeben. Preisträger ist David Wintersberger von der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau. Der 12-Jährige hat einen automatischen Türgriff-Säuberer gebaut. Dabei handelt es sich um einen so genannten „Putzring“, der im Innern aus einem kreisförmigen Schwamm besteht, und den Türgriff mit Hilfe eines Drahts und eines batteriebetriebenen Motors ohne menschliches Zutun säubert.

Alle Sieger der Regionalentscheide werden bei den bayerischen Landeswettbewerben antreten. Diese finden im März in Regensburg („Jugend forscht“) sowie im April in Dingolfing („Schüler experimentieren“) statt. Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Ludwigshafen. Dort zeigen die Jungforscher ab dem 26. Mai für fünf Tage ihre Projekte. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Siegerehrung am 30. Mai.


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jugendforscht allgäu forscher nachwuchs



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