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146,5 Millionen Euro Gesamtvolumen - Oberallgäuer Kreistag beschließt Haushalt für 2013
01.03.2013 - 15:05
Der Kreistag des Landkreises Oberallgäu hat heute den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Insgesamt hat dieser ein Volumen von 146,5 Millionen Euro. Die Kreisumlage bleibt bei 50 Punkten.
Der Verwaltungshaushalt beträgt alleine 116,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind unter anderem der Bereich der „sozialen Sicherung“ mit rund 38 Millionen Euro (32 Prozent), die Bezirksumlage mit 27,2 Millionen Euro (23,4 Prozent) und Gastschulbeiträge in Höhe von 14,8 Millionen Euro (12,7 Prozent).

Der 30 Millionen Euro schwere Vermögenshaushalt umfasst zu 51 Prozent das Bau- und Wohnungswesen und Verkehrsmaßnahmen (Tiefbaubereich). Hierfür wurden 15,3 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld fließt unter anderem in Sanierungsmaßnahmen rund um die Ortsdurchfahrt Rottach, die Kreisstraße OA5 zwischen Westerhofen und Ofterschwang, die Kreisstraße OA9 am Riedbergpass und die OA18 Wildpoldsried-Landkreisgrenze. Weitere 14,7 Prozent fließen in Schulmaßnahmen wie z.B. die Berufsschule Immenstadt und das Schulinternat.

Bei den Schulden kommt der Landkreis Oberallgäu aktuell auf einen Stand von 37,3 Millionen Euro.

Demografischer Wandel ein Thema:
Bayernweit liegt der Landkreis Oberallgäu zwar in der Mitte, doch müsse man auch hier dafür sorgen, dass die Region in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bestens aufgestellt ist, so der oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser. An erster Stelle müsse verhindert werden, dass junge Leute abwandern, weil sie keinen geeigneten Wohnraum finden oder keinen bezahlbaren. „Die Wohnungspolitik für Einheimische spielt für mich eine ganz große Rolle. Die heute vorgestellten Ergebnisse werde ich intensiv mit den Bürgermeistern besprechen“, kündigte der Landrat an. Während die Zahl der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren immer mehr abnimmt, steigt die Zahl der 60- bis 75-jährigen und der 75- bis 90-jährigen immer mehr an. Eine gute Familienpolitik und qualifizierte Arbeitsplätze seien weitere Dinge, um junge Leute an die Region zu binden, so Kaiser.

Vorgestellte Pflegestudie sorgt für überraschte Gesichter
Die Pflegeeinrichtungen im Landkreis Oberallgäu beklagen immer wieder, dass nicht genügend Pflegeausbildungsplätze angeboten würden. Eine jetzt vorgelegte Studie der Hochschule Kempten sagt aber etwas anderes aus. Laut Studie ist der Landkreis auf einem sehr guten Weg, was die Zahl der Ausbildungsplätze angeht. „Zwar müssen wir noch mehr Plätze schaffen, allerdings gehen die Wahrnehmung in den Pflegeeinrichtungen und die Ergebnisse der Studie sehr weit auseinander. Deshalb werden wir das Thema im Fachausschuss noch einmal detailliert besprechen“, so Kaiser.

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