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Symbolbild Resilienz
(Bildquelle: Pixabay)
 
Oberallgäu
Dienstag, 12. Dezember 2017

Oberallgäu ist Resilienz-Pilotregion

Workshop zur Gestaltung der Widerstandsfähigkeit der Region

Die Region Oberallgäu wurde im Rahmen eines Projekts des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als eine von zwei Pilotregionen ausgewählt, um direkt vor Ort Strategien und Maßnahmen zur Resilienz zu entwickeln und umzusetzen.

Resilienz heißt so viel wie Widerstandskraft und Robustheit gegenüber Krisen ausbauen und den Wandel zur Nachhaltigkeit vorantreiben. Laut einer vorangegangenen Studie haben ländliche Räume umfangreiche Potenziale, um eine Vorreiter-Funktion in Sachen Resilienz einnehmen zu können. Deshalb soll in zwei Regionen in Bayern untersucht und ausprobiert werden, wie Resilienz weiter gestärkt werden kann.

Nach einem ersten Workshop im Juli 2017 fand am 4. Dezember 2017 im Grünen Zentrum in Immenstadt eine weitere Gesprächsrunde im Rahmen des Projekts „Resilienz im Ländlichen Raum“ statt. Dort wurde von Seiten der KlimaKom eG und der Universität Bayreuth, die das Projekt in der Umsetzung begleiten, das Ergebnis des Auswahlverfahrens vorgestellt. „Es wurden bewusst Regionen gewählt, die in Sachen Resilienz bereits einige Vorsprünge gegenüber anderen Regionen im ländlichen Raum aufweisen“ betont KlimaKom-Vertreterin Dr. Nina Hehn. „Das Oberallgäu zeichnet sich durch sehr gute strukturelle Voraussetzungen und Projekte aus, die der Widerstandsfähigkeit der Region zugutekommen; angesichts der aktuellen Trends wie dem Demographischen Wandel, dem Klimawandel oder dem Strukturwandel in der Landwirtschaft gilt es diese Ansätze jedoch weiter zu verstärken.“

Im Rahmen des Workshops wurden auch die Ergebnisse des sog. Regionsprofils präsentiert, in welchem die Resilienzpotenziale und die Resilienzrisiken des Oberallgäus untersucht wurden. Dabei wurde der hohe Flächenverbrauch durch Siedlungs- und Verkehrsflächen zu Lasten von Biodiversität und fruchtbarem Boden als ein zentrales Resilienzrisiko hervorgehoben. Daneben wurde aber auch deutlich, dass einige Wirtschaftsbranchen wie etwa der Tourismus oder die Milchviehwirtschaft Potenzial und Risiko zugleich sind. Während sie auf der einen Seite durch die Nutzung des regional vorhandenen Kapitals der Landschaft Arbeitsplätze und die Produktion von Gütern des täglichen Bedarfs sichern, stellen sowohl der Klimawandel als auch der Strukturwandel in der Landwirtschaft eben gerade diese wichtigen Säulen der regionalen Wertschöpfung in Zukunft vor große Herausforderungen.

Wie kann darauf reagiert werden? Welche Strategien sind hierzu notwendig? Nach einer intensiven Diskussion einigten sich die rund 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine Handvoll Themen, die im Rahmen des Resilienz-Projektes weiter vorangetrieben werden sollen. Dazu zählt eine Kommunikations- und Koordinierungsstelle für Pioniere des Wandels bzw. ein Innovations- und Exnovationszentrum, Strategien für den Tourismus nach/mit dem Klimawandel und die zukünftige Gestaltung der Dorfgemeinschaft bzw. der Bürgergesellschaft.

Der Teilnehmerkreis wird im kommenden Jahr als Beraterkreis weiter fungieren. Hier sollen gemeinsam Strategien und Maßnahmen zur Weiterverfolgung der o.g. Themen entwickelt werden. Der Kreis setzt sich zusammen aus Vertretern der Verwaltung, der Kommunalpolitik sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen und ist für alle Interessierten offen. Der Regionalentwicklung Oberallgäu e.V. begleitet das Projekt vor Ort und bringt inhaltliche Aspekte aus der Entwicklungsstrategie 2014-20 sowie sein Netzwerk mit ein. (PM)

 

 


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resilienz pilotregion oberallgäu allgäu



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