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Das größte Buddhistentreffen Deutschlands findet im Allgäu statt: Gut Hochreute bei Immenstadt
(Bildquelle: BDD)
 
Oberallgäu - Immenstadt
Montag, 5. August 2013

Größtes Buddhistentreffen Deutschlands

3.000 Besucher aus aller Welt meditieren im Allgäu

Mehr als 3000 Buddhisten aus über 40 Ländern treffen sich vom 5. bis 18. August beim Internationalen Sommerkurs des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg (BDD) e.V. in Immenstadt am Allgäuer Alpsee. Die Veranstaltung des BDD, die in diesem Sommer zum 21. Mal stattfindet, umfasst Vorträge und geleitete Meditationen. Veranstaltungsort ist bereits im sechsten Jahr das Gelände auf Gut Hochreute, das derzeit zu einem internationalen buddhistischen Begegnungszentrum ausgebaut wird. Als bedeutendste Lehrer werden der hoch angesehene Sherab Gyaltsen Rinpoche aus Nepal sowie Lama Ole Nydahl erwartet.

Programm
Den Auftakt bildet ein Kurs mit Lama Ole Nydahl von heute Abend bis zum Sonntag, 11. August, bei dem die Teilnehmer die Meditation des Bewussten Sterbens (tibetisch "Phowa") erlernen. Diese Praxis des tibetischen Diamantweg-Buddhismus ermöglicht es, sich zu Lebzeiten auf den späteren Todeszeitpunkt vorzubereiten. Viele Teilnehmer erleben dadurch auch eine spürbare Erleichterung der Angst vorm Sterben.

Vom Montag, 12. bis Mittwoch, 14. August werden Sherab Gyaltsen Rinpoche und Lama Ole Nydahl nachmittags und abends wichtige Grundlagen der tibetisch-buddhistischen Meditationspraxis erklären. Die Vormittage sind für gemeinsames Meditieren reserviert.

Am Donnerstag, 15. August meditieren die Kursteilnehmer acht Stunden lang gemeinsam auf den Buddha "Liebevolle Augen" (tibetisch "Chenrezig"), der grenzenloses Mitgefühl ausdrückt. Dieser Meditation werden sich Buddhisten in zahlreichen Meditationszentren rund um die Welt zeitgleich anschließen. Am Abend hält Lama Ole Nydahl einen Vortrag für die am Buddhismus interessierte Öffentlichkeit aus der Region.

Vom Freitag, 16. bis Sonntag, 18. August schließt der Kurs mit Erklärungen und einer Zeremonie zu Aspekten der buddhistischen Meditationspraxis, die vor allem in der Karma-Kagyü-Tradition des tibetischen Buddhismus gepflegt werden.

Sherab Gyaltsen Rinpoche
Sherab Gyaltsen Rinpoche ist ein hoch angesehener Lama (Lehrer) der Kagyü-Tradition. Er wurde 1950 in Nepal geboren und in Sikkim vom 16. Karmapa, dem Oberhaupt der Kagyü-Schule, ordiniert. Aufgrund seiner intensiven Meditationspraxis auf den Buddha "Liebevolle Augen" trägt er den seltenen Titel eines "Maniwa". Unter anderem hat er das Mantra "Om Mani Peme Hung" zusammen mit seinen nepalesischen Schülern mehr als eine Milliarde Mal rezitiert. Er zählt zu den wenigen Lehrern der Gegenwart, die noch im vollständigen tibetischen Studienkanon ausgebildet wurden, der die buddhistische Lehre, Wissenschaft, Musik, Kunst und Komposition umfasst. Sherab Gyaltsen leitet das Manang-Kloster in Swayambhu (Nepal) und hat mehrere buddhistische Stupas und Klöster neu errichtet oder vor dem Verfall bewahrt.

Lama Ole Nydahl: Bekanntester westlicher Lehrer
Der 71-jährige dänische Lama Ole Nydahl wurde 1972 vom 16. Karmapa beauftragt, den Buddhismus im Westen zu lehren. Seitdem hat er Hunderttausende für den Buddhismus begeistert und mehr als 600 buddhistische Meditationszentren weltweit gegründet, davon mehr als 130 im deutschsprachigen Raum. Die Ergebnisse seiner fast pausenlosen Lehr- und Reisetätigkeit machen ihn zum wohl bekanntesten westlichen Lehrer des Buddhismus. Seine Schüler und er haben das fast 50 Hektar große Grundstück um das Gut Hochreute 2007 für die Buddhismus Stiftung Diamantweg erworben, um ein internationales Meditations- und Begegnungszentrum zu schaffen. Nydahl ist Autor von sieben Büchern, darunter "Wie die Dinge sind: eine zeitgemäße Einführung in die Lehre Buddhas", "Der Buddha und die Liebe" sowie "Von Tod und Wiedergeburt".

Lebensfroh und engagiert für den Buddhismus
Beim buddhistischen Sommerkurs übernachten die Besucher in Zelten auf dem Gelände von Gut Hochreute oder in Hotels und Pensionen der Region. Für viele Teilnehmer bedeutet das Treffen auch Erfahrungsaustausch, da sie sich ehrenamtlich in einem buddhistischen Zentrum oder Verband engagieren. Sie kommen vor allem aus Zentral- und Osteuropa, Russland, den USA und Südamerika. Über alle Ländergrenzen hinweg werden Freundschaften gepflegt.

Schon seit dem Frühjahr bereitet ein internationales Team von mehr als 200 Helfern den Kurs vor, baut mehr als 4000 Quadratmeter Zeltfläche auf und organisiert den gesamten Kurs, inklusive Verpflegung, Kindergarten, Reinigung und ärztlicher Betreuung. Alle bringen ihre Fähigkeiten ehrenamtlich ein - auch die rund 300 Kursteilnehmer, die täglich freiwillig einen Helferjob, zum Beispiel in der Küche, übernehmen.


Tags:
buddhismus allgäu sommerkurs treffen vortrag meditation begegnung lama religion



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