Moderator: Thomas Häuslinger
mit Thomas Häuslinger
 
 
 
Die Bergwacht Hinterstein bei ihrem Nebeleinsatz am Samstag
(Bildquelle: Bergwacht Hinterstein)
 
Oberallgäu - Hinterstein
Sonntag, 27. Juli 2014

Einsatz in luftiger Höhe

Eine Gruppe von drei Frauen aus Baden-Württemberg wollte am Samstag von der Willersalpe über den Jubiläumsweg zum Schrecksee wandern. Auf über 2.000 m Höhe, unterhalb des Kugelhorns rutschte gegen Mittag eine 48-jährige Bergsteigerin an einer mit Drahtseilen versicherten Stelle aus. Sie konnte sich zwar am Seil festhalten, erlitt durch die Aktion aber eine schmerzhafte Luxation der Schulter. Ihre Begleiterinnen setzten per Handy einen Notruf bei der Leitstelle Allgäu ab, welche die Bergwacht Hinterstein alarmierte.

Auf Grund des dichten Nebels an der Unfallstelle, es herrschte ca. 50 m Sicht, war ein Erreichen der Verletzten mit dem Hubschrauber nicht möglich. So wurde vom alarmierten Hubschrauber Christoph 17 in insgesamt 5 Flügen der Einsatzleiter und weitere Bergretter, der Notarzt des Hubschraubers und jede Menge Material bis zur Nebelgrenze, ca. eine Stunde Fußmarsch von der Verunfallten entfern, geflogen. Ausgerüstet mit Gebirgstrage und Sicherungsmaterial machte sich die Mannschaft auf den Weg zur Patientin.

Ein Voraustrupp erreichte den Unfallort ca. eineinhalb Stunden nach der Alarmierung. Auf Grund der großen Schmerzen, war ein Transport vorerst nicht möglich. Nach dem der Notarzt eingetroffen war, konnte dieser die Schmerzen medikamentös bekämpfen und die Schulter wieder einkugeln. Danach ging es der Patientin wieder so gut, dass sie sogar, gestützt durch zwei Bergretter, selbständig absteigen konnte.

Zur Bergung der Mannschaft mit Material und der beiden Begleiterinnen wurde zusätzlich ein Transporthubschrauber vom Typ Puma der Bundespolizei nach Hinterstein geordert, der zufällig in Bad Hindelang eine Übung mit der Bergwacht Allgäu durchführte. Während des Einsatzes sank die Nebelgrenze allerdings so weit ab, dass ein weiterer Einsatz eines Helikopters nicht mehr möglich war. So musste bis zur Fahrstraße am Kraftwerk Auele zu Fuß abgestiegen werden. Die sehr sportliche Patientin konnte den zweieinhalbstündigen Marsch komplett selber gehen, was wegen der schweren Verletzung eine große Leistung ist. Dadurch wurde der Einsatz der der Gebirgstrage nicht mehr notwendig, was den Rettern eine schwierige, langwierige Aktion durch absturzgefährdetes Gelände ersparte. Dies hätte die Rettung, die letztendlich über fünf Stunden dauerte, sicherlich nochmal um ein bis zwei Stunden verzögert.

Im Einsatz waren 15 (völlig durchnässte) Bergretter der Bergwacht Hinterstein, die Rettungshubschrauber „Christoph 17“ und „Pirol“, sowie ein Tankfahrzeug der Bundespolizei. Hervorzuheben ist die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Team von Christoph 17 und dessen Notarzt.


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bergwacht kugelhorn jubiläumsweg oberallgäu


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