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Bayerns designierter Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Neujahrsempfang der Oberallgäuer CSU
(Bildquelle: AllgäuHIT | Alexander Fleischer)
 
Oberallgäu - Fischen
Mittwoch, 31. Januar 2018

Dr. Markus Söder spricht Oberallgäuern aus der Seele

Designierter Ministerpräsident mit klaren Eckpfeilern

Bayerns designierter Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat beim traditionellen Neujahrsempfang der Oberallgäuer CSU in Fischen begeistert. Über 800 Zuschauer waren ins Kurhaus Fiskina gekommen. Geladen hatte die Partei neben Mitgliedern auch viele ehrenamtliche Vertreter. Söder stellte die Eckpunkte seiner künftigen Regentschaft vor: Sicherheit, Stärkung des ländlichen Raums und gezielt mehr Geld für den Pflegebereich. Applaus und Lacher bei seinen pointierten Anspielungen waren dem gekonnten Redner sicher. Bei der Frage nach seinem Faschingskostüm für die beliebte fränkische Narrensitzung in Veitshöchheim bissen sich die Medienvertreter aber die Zähne aus.

Aufschwung, eine starke Partei und relevante Themen, das hatten die CSU-Mitglieder von Dr. Markus Söder erwartet und der gebürtige Franke lieferte. Vor allem die Stärkung des ländlichen Raums, wozu der Landkreis Oberallgäu ohne Zweifel gehört, hat sich der baldige Landesvater auf die Fahnen geschrieben. Breitbandausbau, Infrastruktur im Bereich Verkehr, aber auch die innere Sicherheit und eine klare Richtung im Bereich der Flüchtlingspolitik dürfte vielen Parteimitgliedern aus der Seele gesprochen haben. Und: Er war voll des Lobes für die regionalen Politiker. Vertreter aus dem Allgäu bringen Söders Meinung zufolge wichtige Themen der Region auch in München zur Sprache und finden durch ihre Beharrlichkeit auch Gehör beim Ministerpräsidenten. Dies sei längst nicht bei allen Vertretern der verschiedenen bayerischen Regionen so üblich. Eric Beißwenger leiste einen erheblichen Beitrag und trete damit in die Fußstapfen früherer oberallgäuer Politiker, wie der ehemalige Landrat Gebhard Kaiser oder der Landtagsabgeordnete a.D. Alfons Zeller.

Kulturelle Identität, Ehrenamt, Brauchtum und Zusammenhalt, das mache Bayern stark. Und davon profitiere ganz Europa, so Söder. „Europa ist stark wegen Deutschland und Deutschland ist stark wegen Bayern“, so der bayerische Heimatminister. Die zentrale Frage der Zukunft sei: „Was wollen wir den Neubürgern mitgeben?“ Menschen kämen aus einem anderem Kulturkreis. Das Christentum sei dort teils nicht einmal erlaubt, Christen würden verfolgt. In den seltensten Fällen gebe es dort eine Gleichberechtigung von Mann und Frau. Deshalb sei die Burka für ihn nicht nur ein bloßes Stück Stoff, sondern ein Statement gegen unsere Gleichberechtigung. Diese Frage bestimme, wie Frauen und Männer künftig leben werden, so Söder. Daher habe er hier eine klare Haltung: „Jeder der bei uns leben will ist herzlich willkommen. Er muss sich aber an unsere Sitten und Gebräuche anpassen und nicht umgekehrt.“

Hinzu kommt: Leistung müsse sich wieder lohnen. Er will bayerische Lösungen, z.B. in Form einer  Kindergeldzulage. Nicht nur sozialer Wohnungsbau müsse gefördert werden, sondern es müssen auch Möglichkeiten geschaffen werden, dass junge Familien sich wieder Eigentum leisten könnten. Dies sei die beste Basis für eine solide Zukunft. Und später: Die Problematik könne nicht einfach mit einer Erhöhung der Löhne im Pflegebereich gelöst werden, vielmehr will er pflegenden Angehörigen unter die Arme greifen, so der bisherige Heimat- und Finanzminister am Mittwochabend in Fischen. Er will daher ein eigenes Familien-Pflegegeld für Bayern umsetzen. Darüber hinaus will er sich für eine Verdoppelung der Hospizplätze und einen Ausbau der ehrenamtlichen Palliativbetreuung kümmern.

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CSU Neujahrsempfang mit Markus Söder
 
       
 
       
 
         

Im Hinblick auf die Landtagswahl im Herbst sagte Söder: „Ich werde mich nicht auf Prozentzahlen festlegen. Nur eines kann ich euch hundertprozentig versprechen: Ich werde vollen Einsatz geben“. In diesem Rahmen bedankte er sich schon einmal im Vorfeld bei den Wahlkampfhelfern, die den Erfolg der CSU in den kommenden Monaten mitgestalten werden.

Das Allgäu sei eines der schönsten Landstriche und in allen Belangen erfolgreich. Das von Eric Beißwenger noch einmal angesprochene Dieselloch zwischen Buchloe, Oberstdorf und Lindau müsse elektrifiziert werden. Hier sei entscheidend, dass nicht erst die Kinder der heute jungen Generation die Veränderung erleben werden. „Es kann doch nicht sein, dass so etwas nach einem Anstoß heute in dreißig Jahren erst verwirklicht werden kann“. Die Allgäuer Grünen hatten am Mittwoch per Pressemitteilung kritisiert, dass bereits vor Jahren beim Umbau der damaligen „B19alt“ geschlafen worden sei. So seien Bahnunterführungen nicht so gebaut worden, dass eine Elektrifizierung nicht ohne Weiteres nachgerüstet werden könne.


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csu söder politik allgäu



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