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Nach Amok-Alarm - eine Stadt auf der Suche nach Normalität
23.05.2012 - 10:51
Nach dem Amok-Alarm an der Lindenschule in Memmingen werden immer mehr Details rund um den 14-jährigen Täter bekannt.
Er hatte zuerst in einer Schule, anschließend auf einem Sportgelände um sich geschossen. Verletzt wurde niemand. So soll der Jugendliche insgesamt drei Waffen gehabt haben. Sein Vater sei ein legaler Waffenbesitzer, so die Polizei. Der 14-jährige wurde in einer jugendpsychiatrischen Einrichtung untergebracht. Franz Michael Schneider, der Schulrektor sagte bei einer Pressekonferenz heute Morgen: "Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, den ich sehr geschätzt habe. Weil natürlich sofort Gewalt angesprochen wird, in dieser Hinsicht war er nicht auffällig"

Die leitende Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß: "Wir haben die Krisenintervention der bayerischen Schulpsychologen vor Ort, wir haben die Krisen- und Notfallseelsorger vor Ort. Die Handelnden bleiben unsere Lehrkräfte. Es ist uns ganz wichtig, dass wir den Schülern Sicherheit geben, Normalität also, dass ihr Klassenlehrer für sie zur Verfügung steht."

Das Motiv ist nach wie vor unklar - bislang deutet alles auf eine Beziehungstat hin. Demnach soll sich die Freundin des 14-jährigen von ihm getrennt haben. 280 Schülerinnen, Schüler und Lehrer hatten sich in dem Schulgebäude verbarrikadiert. Sie wurden von der Polizei zu einer Sammelstelle gebracht und dort ihren Eltern übergeben. Am Abend ergab sich der Jugendliche schließlich auf dem Gelände eines Sportsheims, nachdem er mehrfach gedroht hatte sich selbst zu erschießen und auch um sich gefeuert hatte.

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