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Fußballstadion in Memmingen
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Memmingen
Montag, 12. März 2018
FC Memmingen unterliegt Schweinfurt 3:4
Niederlage mit einigen Lichtblicken

Der Samstagnachmittag hatte für den FC Memmingen nur einen Fehler: Der Gegner hieß im ersten Regionalliga-Spiel des Jahres 2018 FC Schweinfurt 05, aktueller Tabellenfünfter und angetreten mit einer Profitruppe. „In dieser Form hätten wir gegen einen anderen Gegner gewonnen“, war sich der neue FCM-Trainer Stephan Baierl bei seinem Einstand sicher. Mit 3:4 (1:2) ging die Partie vor 573 Zuschauern auf dem tiefen Geläuf in der Arena zwar verloren, aber es gab einige Lichtblicke, die Zuversicht für die kommenden Wochen im Abstiegskampf geben.

Einer davon war Jannik Rochelt. Der 19-jährige verdiente sich Sonderlob, als Vorbereiter des frühen 1:0 durch Furkan Kircicek (5.), als Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 gleich nach der Pause (46.) und vor allem weil er den ausgebufften Adam Jabiri in der Nachspielzeit souverän und fair bei einem Konter ablief, als der eigentlich auf dem Weg zum fünften Schweinfurter Treffer war. Der jüngste Spieler auf dem Platz war vorne wie hinten zu finden. Auch erst 19 Jahre und ebenfalls ein Lichtblick war Michael Heilig. Als Ersatz für den verletzten Philipp Boyer als Außenverteidiger eingesprungen, zeigte auch er eine mehr als passable Vorstellung. Auch in angespannter Lage traut der neue Mann auf der Kommandobrücke offenbar dem Nachwuchs einiges zu. Wie überhaupt der FC Memmingen sich runderneuert zeigte. An der körperlichen Fitness lag es nicht, dass am Ende nicht gereicht hat. Auch nicht an den Saisontoren Nummer neun und zehn von Kircicek. Selbst spielerisch wusste die Baierl-Truppe phasenweise richtig zu überzeugen, kombinierte vor allem bei den eigenen Treffern flott, ließ aber gute Möglichkeiten in den wohl entscheidenden Situationen aus. Beispielsweise hatten die Memminger vor dem Siegtreffer der Gäste zweimal die erneute eigene Führung auf dem Schlappen. „Es hätte heute auch 4:4 oder 5:5 ausgehen können“, räumte FCS-Trainer Gerd Klaus unumwunden ein.

Schweinfurt brauchte zwei Elfmeter und zwei Jokertore, um im Allgäu zum Erfolg zu kommen. Den Unterschied machte auch das Gesamtpersonal. FCS-Trainer Gerd Klaus ließ nach dem 1:1 unter der Woche gegen Bayern München II kräftig rotieren, brachte von der Bank aber noch viel Qualität ins Spiel. Ganz zu halten war der ausgebuffte Jabiri eben doch nicht, auch wenn FCM-Schlussmann Martin Gruber noch einen Alleingang des Torjägers entschärfte. Das 2:2 ging auf das Konto von Jabiri (51.). Und dann war noch das Ballglück ungleich verteilt. Dem ebenfalls eingewechselten Lukas Kling fiel ein abgeblockter Ball quasi vor die Füße. Von der Strafraumgrenze zog er trocken zum 3:4 ab (64.). Bezeichnend: Der Ex-Illertisser kam in dieser Saison im Schweinfurter Team erst zu seinem fünften Einsatz. Bei seinem alten Klub war er Stammkraft und wäre das vermutlich auch bei den meisten anderen Regionalligisten.

In den nächsten beiden Wochen warten mit dem VfB Eichstätt, der SpVgg Greuther Fürth II und dem FC Pipinsried nun drei Gegner in Schlagdistanz. Hier werden die Ergebnisse zeigen, wie die weiteren Aussichten im Abstiegskampf sind. Auch mit Schweinfurt wird es noch einmal ein Wiedersehen geben. Am 11. April geht es für den FCM im Pokal-Halbfinale nach Franken. (ass)


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