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(Bildquelle: Pixabay.com © albertoadan )
 
Kempten
Freitag, 23. Oktober 2020

Winterdepression: Hausmittel und Behandlungstipps

Sie ist der Albtraum vieler Menschen, wenn die Tage kürzer und die Sonnenstunden weniger werden: Die Winterdepression. Schlechte Laune und Antriebslosigkeit zeichnen sie aus und wenn man nicht aufpasst, kann sie sehr schnell zu einem ernsten Gesundheitsproblem werden. Dabei gibt es eigentlich eine Vielzahl nützlicher Gegenmaßnahmen, um eine schwerwiegende Winterdepression zu vermeiden.

Laut medizinischer Definition handelt es sich bei der Winterdepression um eine saisonal bedingte depressive Störung. Als klassische Symptome gelten neben Gemütsschwankungen auch starke Müdigkeit und ein gesteigerter oder auch fehlender Appetit. Experten nehmen an, dass die winterliche Depression durch eine Beeinträchtigung des biologischen Tagesrhythmus entsteht, wobei ein Mangel an Sonnenlicht für ein Ungleichgewicht im körpereigenen Hormonhaushalt sorgt.

Vor allem das stimmungsaufhellende Glückshormon Serotonin bleibt in den Wintermonaten gerne auf der Strecke, denn für eine ausreichende Produktion wird Vitamin D benötigt. Der Körper bildet diesen Nährstoff hauptsächlich bei Sonnenlicht, das im Winter bekanntlich Mangelware ist. Es geht bei der Prävention und Behandlung einer Winterdepression also insbesondere darum, die Folgen des winterlichen Sonnenmangels zu entschärfen.

Mit künstlichem Sonnenlicht gegen Winterdepression
Ein Hilfsmittel, das im Kampf gegen Winterdepression immer beliebter wird, ist die Sonnenlichtlampe. Es gibt durchaus Hinweise darauf, dass Lichttherapie erfolgreich gegen Depressionen sein kann. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Beispielsweise müssen Betroffene täglich zwischen 30 und 40 Minuten einer entsprechenden Lichtquelle ausgesetzt sein.

Außerdem können nur Lampen mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 2.500 Lux einen entsprechenden Sonnenlichtersatz bieten. Werden diese Voraussetzungen jedoch erfüllt, ist eine Besserung der Winterdepression durchaus möglich. Laut Angaben der Deutschen Depressionshilfe erfahren gut 60 Prozent aller Patienten schon nach einer Woche Lichttherapie eine deutliche Besserung.

CBD als Stimmungsaufheller?
Beim Begriff Cannabis denken nach wie vor viele an illegale Drogen. Dabei hat sich das Image der Marihuanapflanze in den letzten Jahren stark gewandelt. Einerseits wurde Hanf als wertvoller natürlicher Rohstoff wiederentdeckt. Andererseits sind bestimmte Inhaltsstoffe von Cannabis äußerst relevant für Ernährung und Medizin. Neben Hanfprotein als pflanzliche Eiweißquelle steht diesbezüglich auch Cannabidiol (CBD) immer häufiger im Fokus wissenschaftlicher Studien. Es handelt sich hierbei um einen von insgesamt über 500 Inhaltsstoffen der Cannabispflanze, dem heilsame Eigenschaften auf das menschliche Nervensystem zugesprochen werden.

Als Heilmittel für Nervenerkrankungen wird Cannabis schon seit Jahrzehnten verwendet. Die Pflanze kann zum Beispiel bei Epilepsie, chronischen Schmerzen, Rheuma und chronischen Schlafstörungen Linderung verschaffen. Das ganz legal und auf Rezept. Doch Cannabis kann noch mehr. Laut jüngsten Studien sorgt das pflanzeneigene CBD nämlich für eine Erhöhung des Serotoninspiegels. Indem es an die Serotoninrezeptoren andockt und diese stimuliert, wird die Produktion des Glückshormons also auch ganz ohne Sonnenlicht motiviert. Für die Behandlung von Winterdepression äußerst interessant.

Im Unterschied zu THC hat CBD einen entscheidenden Vorteil, denn es hat keine psychoaktive Wirkung. Aus diesem Grund ist es auch nicht verschreibungspflichtig. Gerne gegen Winterdepression verwendet wird dabei CBD Öl aus kontrollierter Herstellung. Auf eine gute Qualität des Öls sollten Patienten auch achten, denn es gibt neben seriösen Angeboten auch eine Menge zwielichtiger Produkte.

Die richtige Ernährung macht's
Es gibt bekanntlich eine Vielzahl an Ernährungsmythen, was das Essen zur richtigen Zeit angeht. Eines ist jedoch sicher: Die Zeit für leckere Fischgerichte ist selten besser gewählt als im Winter. Denn Fisch steckt voller Vitamin D. Ein Vitamin, das man wie eingangs erwähnt, ansonsten nur selten in Lebensmitteln findet. Besonders reich an Vitamin D sind dabei Fischsorten wie Hering, Makrele und Lachs. Ergänzend dazu können auch frische Pilze gute Vitamin-D-Lieferanten sein.

Eine mineralstoffreiche Ernährung durch viel Gemüse und Getreide ist bei Winterdepression ebenfalls unabdingbar. Denn Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium wirken vitalisierend und können klassischen Symptomen der saisonalen Depression (z.B. Müdigkeit oder Antriebslosigkeit) gut entgegenwirken. Mineralstoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Kohl- und Wurzelgemüse sollten bei bestehender Winterdepression deshalb unbedingt ein fester Bestandteil des Ernährungsplans sein.

Ein besonderer Tipp ist es des Weiteren, im Winter auch einige wertvolle Kräuter mit antidepressiver Wirkung in den Ernährungsplan mit einzubauen. Vor allem Lavendel, Melisse, Hopfen, Passionsblume und Johanniskraut sind hier als natürliche Antidepressiva sehr zu empfehlen. Man kann die heilsamen Kräuter zum Beispiel zu einem wohltuenden Tee verarbeiten, als Zusatz für ein erholsames Heilbad nutzen oder sie für eine Aromatherapie verwenden. Als Würze für leckeren Fisch eignen sich ferner Dill und Rosmarin, die ebenfalls stimmungsaufhellend wirken.

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel bei Winterdepression?
Dass Nährstoffpräparate keine Dauerlösung sind, ist kein Geheimnis. Allerdings gehört die Winterdepression zu den triftigsten Gründen, um zumindest vorübergehend auf Nahrungsergänzungsmittel zu setzen. Es gibt inzwischen hochwirksame Vitamin-D-Präparate, die den winterlichen Sonnenmangel teilweise kompensieren können. Erwähnt sei aber, dass die Präparate kein Ersatz für eine gesunde Ernährung sind. Für gewöhnlich wird empfohlen, je nach Herstellerangaben ein bis zwei Nährstofftabletten pro Tag nach dem Essen einzunehmen. Zusammen mit einer intelligenten Lebensmittelwahl und einem gesunden Alltag helfen die Nahrungsergänzungsmittel dann zuverlässig bei der Entschärfung bestehender Symptome.

Gute Prävention beginnt nicht erst im Winter
Wer einer Winterdepression vorbeugen möchte, der sollte schon im Herbst auf gute Gesundheit achten. Frei nach dem Motto "Vorbeugen ist besser als heilen" kann man die Herbstmonate hervorragend für eine ausgiebige Nährstoffkur nutzen, um den eigenen Vitamin- und Mineralstoffhaushalt zu stärken. Die Erntesaison mit ihrer reichen Auswahl an nährstoffreichem Obst und Gemüse ist hierzu auch wie geschaffen. Bei einem kleinen Spaziergang kann man den Körper außerdem wunderbar mit Vitamin D aus den letzten kräftigen Sonnenstrahlen des Jahres volltanken. Im Winter sollten Spaziergänge an der frischen Luft dann auch nicht abbrechen. Im Gegenteil, sind sie bei Sonnenmangel umso wichtiger. Patienten mit Winterdepression sollten also unbedingt regelmäßig nach draußen.


Tags:
winterdepression hausmittel behandlung gesundheit


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