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Sommergespräch der Wirtschaftsjunioren Kempten-Oberallgäu im Stadttheater Kempten
(Bildquelle: AllgäuHIT | Thomas Häuslinger)
 
Kempten
Donnerstag, 14. Juli 2016

Unternehmen 4.0: Revolution unserer Arbeitswelt

Software wird für Wirtschaft immer wichtiger

Seit einigen Monaten schon geistert auch bei uns im Allgäu ein Begriff durch die Firmenwelt: „Unternehmen 4.0“ oder auch „Industrie 4.0“. Gemeint ist die derzeitige Revolution in der Arbeitswelt. Doch was heißt das eigentlich? Genau das haben namhafte Gesprächspartner beim 13. Sommergespräch der Wirtschaftsjunioren Kempten-Oberallgäu diskutiert. Herausgekommen ist, dass diese Veränderungen Chancen und Risiken gleichermaßen mit sich bringen.

Deutschland ist vergleichsweise gut aufgestellt, meint Professor Dr. Stefan Stoll von der Hochschule Villingen-Schwenningen: "Wir haben die Chance, weil die Hardware - also die Produkte haben. Nehmen wir das Beispiel Auto: Hier wird sich einiges verändern, weil immer Software, weil immer mehr IT reinkommt. Der derzeit in die Kritik geratene Tesla beispielsweise gibt seinen Fahrzeugen neue Funktionsweisen per Softwareupdate weiter. Etwas, dass herkömmliche Automobil-Hersteller bislang nicht leisten."

Das Auto der Zukunft wird neue Errungenschaften, wie das automatische Rückwärts-Einparken, in Zukunft wohl per also Software-Update aufgespielt bekommen. Hier könnten in Zukunft die IT-Giganten aus dem Silicon Valley das Sagen haben: "Aber nicht zwingend. Wichtig ist, dass die Unternehmen in Deutschland diese Herausforderung als Chance begreifen. Deutschland ist deshalb so gut und erfolgreich in der Wirtschaft, weil wir die Produkte haben. Es gibt doch dann viele neue Möglichkeiten, um ihre Produkte herum oder in ihre Produkte zu integrieren. Wenn das gelingt, sind die Arbeitsplätze hier vielleicht sogar noch sicherer als sie vorher waren", so Stoll.

Professor Dr. Klaus Kornwachs nennt ein praktisches Beispiel aus der Region: Der Wandel vom blauen zum grünen Allgäu: "Das mit dem Flachs hatte sich damals angekündigt. Natürlich war das damals nicht so ein großer Umbruch, wie das heute der Fall ist. Für die Gegend war das damals eine massive Umstellung. Wenn man allerdings in der damaligen Zeit gelebt hat, ging dieser Prozess über Generationen vom Flachsanbau zur Milchwirtschaft. Heute geht das natürlich wesentlich schneller."

Immer weniger Menschen werden für die Produktion der Artikel von Morgen benötigt. Doch irgendwer muss diese später auch kaufen können. Das so genannte „bedingungslose Grundeinkommen“ könnte helfen: "Verdächtig ist, dass alle vom politischen Spektrum (von links nach rechts), die Industrie, die Gewerkschaften dafür sind. Das macht die Sache ein bisschen verdächtig. Vermutlich versteht jeder Bereich etwas anderes unter diesem Begriff. Wichtig ist, ein Konzept zu finden, wie man mit den Verlierern dieser ganzen Vorgänge umgeht".

Genau das wird die Gesellschaft in unserem Land, aber auch weltweit die nächste Zeit beschäftigen. Während sich die Industrielandschaft über Jahre verändert, gibt es im Silicon Valley alle paar Monate neue Trends. Und viele davon sind nur von kurzer Dauer und setzen sich nicht durch. Industrie 4.0 ist eine deutsche Erfindung. Allerdings werden Ideen rund um diesen Begriff ständig weiterentwickelt - weltweit!

Wir sollten nicht den alten Traditionen nachtrauern, sondern den Blick nach vorne richten. Natürlich bleiben alte Errungenschaften auf der Strecke, allerdings lernt der Mensch neue dazu. Zitat aus der Diskussion: "Heute ist es nicht mehr nötig zu wissen, wie man einen Säbelzahntiger zur Strecke bringt. Erstens gibt es keine mehr und zweitens bekomme ich meine Nahrung im Supermarkt."


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