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Kempten
Donnerstag, 23. Januar 2020

Kempten: Konkrete Umsetzung der Maßnahmen gefordert

"Handeln statt reden in Sachen ÖPNV" fordert Alexander Hold

Kaum ein Thema ist in den vergangenen Wochen und Monaten mehr im Fokus gestanden als das Mobilitätskonzept der Stadt - eng damit verbunden, der Öffentliche Personen Nahverkehr (ÖPNV). Bei der Bearbeitung des Gesamtkonzeptes haben sich fachkompetente Vertreter der beiden Fraktionen, FREIE WÄHLER-ÜP und CSU, intensiv eingebracht.

Im gemeinsamen Nahverkehrsplan der Stadt Kempten und des Landkreis Oberallgäu sind die wesentlichen Leistungen des ÖPNV formuliert. Darauf aufbauend wurde bereits im Jahre 2018 eine umfangreiche Ergänzung, das sogenannte "ÖPNV-Angebotskonzept", erarbeitet. In diesem wurden die Defizite des bestehenden Systems, die zu erwartende Entwicklung im städtischen Verkehr und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Stadt detailliert identifiziert und entsprechende Ziele formuliert.

Darüber hinaus haben wir in zahlreichen öffentlichen Diskussionen und Bürgerversammlungen Anregungen aufgenommen.

Die Konzepte sind erarbeitet, die Ziele formuliert. Was jetzt noch fehlt, ist die konkrete Umsetzung von Maßnahmen, die effektiv und wirtschaftlich sinnvoll das ÖPNV-Angebot in Kempten verbessern.



Die Fraktionen der FREIEN WÄHLER-ÜP und der CSU beantragen daher den sofortigen Beginn und die schnellst mögliche Umsetzung, (spätestens jedoch zum 3. Quartal 2020) folgender Maßnahmen:

  1.  Ausbau Fahrplanangebot

  1.  Verlängerung des abendlichen Linienverkehrs an Werktagen nach 20:30 Uhr um 2 Fahrten im Stundentakt. Die Verlängerung soll zunächst in Form einer Grundversorgung erfolgen. Dies wurde bisher schon erfolgreich während der Festwoche, dem Stadtfest und im Rahmen der "Kemptener Einkaufsnacht" umgesetzt.
  2.  Entwicklung eines (ggfs. eigenen) Linientaxiangebotes im Anschluss an das "Abendbusangebot" mit der Anforderung: leicht verständlich, zuverlässig und mit ausreichender Kapazität.

Mit der Verlängerung des Abendangebotes wollen wir sicherstellen, dass unsere Bürger auch nach dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung oder einer Gaststätte sicher nach Hause kommen.


  1.  Ausstattung von Haltestellen


Die Ausstattung der Bushaltestellen im Stadtgebiet mit elektronischen Haltestellenanzeigern (Dynamische Fahrgastinformation (DFI)), beginnend mit den wichtigsten Zu- und Umstiegs-Haltestellen im gesamten Stadtgebiet.

Für die Fahrgäste ist es ein erheblicher Qualitätsgewinn, wenn an den jeweiligen Haltestellen die Ankunft bzw. die Abfahrt des nächsten Busses in Echtzeit zuverlässig angezeigt wird. Insbesondere erleichtert dies den Zugang zum ÖPNV für Neueinsteiger, die den Fahrplan noch nicht verinnerlicht haben.


  1.  Beschleunigung Fahrzeiten

Sukzessiver Aufbau einer Bevorrechtigungsschaltung für Linienbusse an ausgesuchten Ampeln im Stadtgebiet. Für 2020 sind vordringlich die Ampeln mit Zu- und Ablauf der drei Illerbrücken umzusetzen. Die Stadtbusse müssen zur Ansteuerung der Ampeln entsprechend ertüchtigt werden.



  1.  Fahrpreis und Tarif:

Gezielte, offensive Subventionierung eines Abo-Systems mit Netzgültigkeit im gesamten Mona-Gebiet, eng abgestimmt mit den zuständigen Gebietskörperschaften und unter Einbezug weiterer Beteiligter (z. B. Arbeitgeber im Jobticket). Dabei ist auf die Finanzierbarkeit zu achten.



Darüber hinaus beantragen wir die konsequente Erarbeitung weiterer Schritte zur Erreichung der im ÖPNV Angebotskonzept definierten Ziele. Hierbei sind intelligente, alternative Lösungsvorschläge und Ideen zu den bislang vorgeschlagenen Umsetzungswegen einzubeziehen.



Vordringlich sehen wir dabei die Aufgaben:



  1.  Angleichung der Verkehrsangebote in allen Stadteilen (ggfs. auch durch Neuausrichtungen von Linienführungen). Hier insbesondere die Stadtteile Rothkreuz, Neuhausen, St. Mang/Ludwigshöhe und Hirschdorf.
  2.  Schaffung zusätzlicher Busverbindungen, die zur Attraktivität des ÖPNV beitragen werden:

  1.  Gewerbebus von den Umsteigestellen zur Firma Dachser - Nordspange - Ursulasried - Leubas - WNT/Ceratizit und zurück.
  2.  Direktverbindung Hauptbahnhof - Klinikum.

  1.  Verkehrliche Anbindung des Quartiers Auf dem Lindenberg mit Archäologischem Park Cambodunum
  2.  Schaffung weiterer Umsteigestellen und damit verbunden Verdichtung der Takte angelehnt an die Ausführungen im ÖPNV-Angebotskonzept (bis hin zum 15 min. Takt)
  3.  Wiederaufnahme der Maßnahme Hauptbahnhof in die Haushaltsplanungen ab 2021.

Gefordert wird der Ausbau des Vorplatzes zu einem zweiten, leistungsstarken Mobilitätsknoten in der Stadt.


Tags:
ÖPNV Maßnahmen CSU Freiewähler



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