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Pohl: Mehrheit der Kaufbeurer will Eishockeyverein am Leben erhalten
21.02.2013 - 07:34
Es ist ein ewiges hin und her - rund um das wegen Sicherheitsproblemen gesperrte Kaufbeurer Eisstadion gibt es beinahe täglich neue Wasserstandsmeldungen.
Der Eishockey- Zweitligist ESV Kaufbeuren hofft nach einer Sanierung auf eine Weiternutzung im August - ob das so kommt, steht in den Sternen. Eine Eis- und Multifunktionshalle könnten sich der eine oder andere Vertreter im Stadtrat vorstellen. Kosten dürfte solch ein Vorhaben rund 15 Millionen Euro. Oberbürgermeister Stefan Bosse will die Bürger vor solch einer Investition befragen und auch Bernhard Pohl von den Freien Wähler sieht das als gute Lösung an. Bei Radio AllgäuHIT sagte er: "Wir könnten ein Ratsbegehren machen, wo wir den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, bei einem Bürgerentscheid sich für oder gegen ein solches Projekt auszusprechen. Das müssen wir gut vorbereiten, damit die Bürger die Vorteile eines solchen Bauprojekts auch sehen. Das insgesamt aber per Bürgervotum abzusichern, halte ich für eine gute Sache".

Andere Medien berichteten von einem direkten Antrag Pohls in der Stadtratssitzung, doch den gab es nicht. Dieser stand laut Pohl jetzt gar nicht zur Diskussion: "Den Antrag kann ich momentan garnicht stellen, wir hatten im Dezember bereits den Antrag gestellt, dass wir alle möglichen Szenarien durchrechnen lassen - da ist auch eine Multifunktionshalle dabei. Das ist auch notwendig, dass alles durchgerechnet wird, sonst stimmen wir über ein Phantom ab. Und wenn wir den Bürgern nicht klar sagen wo das Ding stehen wird, was es kosten wird und was es bringt, dann werden sie uns nicht das entsprechende Votum bringen, denn niemand kauft die Katze im Sack".

Doch wie sieht es in Kaufbeuren aus - steht die Stadt wirklich hinter ihrem Eishockeyverein oder ist nur ein gewisser Teil - Bernhard Pohl mit seiner Einschätzung der Lage: "Ich denke schon, dass der ESV Kaufbeuren in der Stadt, im Umland und auch im ganzen Allgäu einen hohen Stellenwert hat und das über die Jahrzehnte zurecht. Der Spitzensport, der hier betrieben wird, durch die erste Mannschaft aber auch die Nachwuchsmannschaften, der spricht für sich. Ich glaube definitiv, dass die große Mehrheit in Kaufbeuren, den Eishockeyverein am Leben erhalten möchte."

Sanierung ja, aber in welchem Umfang - eine endgültige Entscheidung will der Stadtrat Mitte März treffen. Dann sollen alle notwendigen Daten vorliegen. Momentan weicht der ESV Kaufbeuren mit seinen Spielen nach Buchloe, Landsberg, Kempten, Memmingen und Co aus. Bis Saisonende ok, aber sicher keine Lösung auf Dauer. Doch momentan bleibt nichts anderes, als weiter abzuwarten.

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