Moderator: Hits der 70er bis Heute
 
 

Zugfahrt endet im Gefängnis
11.12.2012 - 13:17
Die Bundespolizei hat gestern einen Algerier in Lindau verhaftet. Ihm stehen 100 Tage hinter "schwedischen Gardinen" bevor.
In den Mittagsstunden kontrollierten Bundespolizisten am Lindauer Bahnhof mehrere Fahrgäste eines Zuges aus Bregenz. Ein Mann, der sich nicht ausweisen konnte weckte die besondere Aufmerksamkeit der Beamten. Rasch kam ans Licht, dass es sich um einen gesuchten Straftäter handelte. Der Abgleich seiner Fingerabdrücke brachte die Gewissheit, dass der algerische Staatsangehörige in der Vergangenheit gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen hatte.

Vor neun Monaten hatte ihn das Amtsgericht in Lebach (Saarland) zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 1.000 Euro verurteilt. Da er nicht in der Lage war, den geforderten Geldbetrag zu zahlen, lieferten ihn die Bundespolizisten ins Kemptener Gefängnis ein.

Im Anschluss an die 100-tägige Freiheitsstrafe muss er mit einem weiteren Strafverfahren rechnen, denn mit seiner Zugfahrt nach Deutschland hat er gegen ein Einreiseverbot verstoßen. Der inzwischen 39-Jährige war bereits 2007 illegal eingereist und nach Ablehnung seines Asylantrags abgeschoben worden. Das gegen ihn zugleich verhängte Einreiseverbot kümmerte ihn offenbar nicht. Nun wird es ihn voraussichtlich interessieren müssen – spätestens wenn er nach 100 Tagen Gefängnis das Land mit einer Strafanzeige im Gepäck wieder verlassen muss.

Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum