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von links: Wolfgang Eitelbuss (IHK Schwaben), Claudia Alfons (Oberbürgermeisterin Lindau), Markus Anselment (Stellvertr. Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben)
(Bildquelle: Norbert Kolz)
 
Bodensee - Lindau
Dienstag, 28. Juli 2020

Revitalisierungsprogramm für Stadt Lindau gestartet

Mit einem Revitalisierungsprogramm wollen IHK und Stadt Lindau gemeinsam mit Handel, Hotellerie und Gastronomie die städtische Wirtschaft beleben. In einem ersten Arbeitstreffen Ende Mai hat die IHK Lindau, gemeinsam mit Unternehmern erste Ansätze zur Stärkung des Handels- und Tourismusstandortes Lindau erarbeitet. In zahlreichen persönlichen Gesprächen wurden konkrete Maßnahmen definiert, die nun in einem zweiten Arbeitstreffen mit allen interessierten Teilnehmern diskutiert wurden.
 

Themen, wie Busshuttle, Sondernutzung, Hygieneregeln und Onlineschulung sollen gemeinsam mit Verwaltung und Stadtrat voran getrieben werden. Gerade beim Thema Digitalisierung sieht Markus Anselment, Stellvertr. Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, noch Luft nach oben. Er fordert in
der Stadtverwaltung Lindau einen Ansprechpartner für Gastronomie und Einzelhandel.  Willkommensaktionen, Entbürokratisierungen und ein stetiger Dialog mit den Verantwortlichen seien dringend notwendig.
 
Ab sofort wird es täglich am Karl-Bever-Platz vor der Lindauer Insel in der Zeit von 11 - 18 Uhr einen Infostand geben.
 
Auch eine sogenannte Pop-Up-Gastronomie wird unbürokratischer Teil der Neubelebung des Stadtgebietes, insbesondere der Lindauer Insel sein. Der im Sommer zwei mal wöchentlich stattfindende Wochenmarkt wird attraktiver gestaltet. Eine Änderung der Wochenmarktsatzung ist in Vorbereitung. Die Römerschanze steht künftig, gemeinsam mit dem Club Vaudeville, für Sommerveranstaltungen zur Verfügung. Regelmäßig werden sich Kulturschaffende an einem runden Kulturtisch aktiv austauschen.
 
Auskunftsbereite Gastgeber sollen an einem sogenannten ASK-ME-Button erkennbar sein und sich als Gastgeber ausweisen. Zur Lindauer Hafenweihnacht 2020 teilte Arnold Weiner, stellvertr. Kulturamtsleiter und zuständig für Citymarketing und Eventmanagement, bei der Veranstaltung auch als Kämpfer der Hafenweihnacht bezeichnet, mit, dass derzeit 3 Optionen im Raum stünden. Bei Option 1 findet die Hafenweihnacht, wie gewohnt, statt. Option 2 sieht, unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften, vor, dass der Bereich am Seehafen nur zur Hälfte belegt wird und die andere Hälfte verteilt auf der Lindauer Insel. Dritte Option sieht lediglich eine Weihnachtsinsel-Illuminierung vor, die mit festlicher Beleuchtung Weihnachtsfeeling bringen soll. Für den Jahrmarkt im Spätherbst warte man derzeit immer noch auf klare Information aus München von der Bayerischen Staatsregierung.
 
Das Jahr 2021 präsentiert mit Gartenschau, Therme, Kunstausstellung und Bahnverbindung Zürich-Lindau-München seine Highlights in Lindau. 
 
Immer wieder war der Begriff Entbürokratisierung zu hören. Oberbürgermeisterin Alfons hat für die Verwaltung eine Mitarbeiterschulung angekündigt, um die Servicequalität zu verbessern. Dazu gehört auch das neue Motto „gestalten statt verwalten“.
 
Als Gast war Susanne Müller-Koberstein, Personalvermittlerin im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in Lindau gekommen, um den Anwesenden mitzuteilen, dass auch das Arbeitsamt an Entbürokratisierung arbeite. Agieren statt reagieren, sei die Devise, mit der die Kernkompetenz wieder mehr in den Focus rücken müsse und die heißt „Beratung“. Dazu gehöre auch, die saisonale Arbeitslosigkeit zur Qualifizierung zu nutzen und im Bereich Digitalisierung beruflich Akzente zu setzen.
 
Wolfgang Eitelbuss, IHK Schwaben, betonte die Wichtigkeit eines gemeinsamen Auftritts nach Außen unter Leitung der Industrie- und Handelskammer. 17 Interviews, unter anderem mit Pro Lindau, Reutin aktiv, Wir in Aeschach und Zukunft Insel zeigte insgesamt die Einigkeit und positive Einstellung. Tenor war, das Niveau durch geeignete Marketingmaßnahmen zukunftsfähig zu gestalten. Um das zu erreichen seien schnelle Umsetzungen notwendig, da die Ungeduld groß sei. Als gemeinsames Dach soll die touristische Marke Lindau etabliert werden. Sinnlichkeit erleben und damit ein positives emotionales Erlebnis zu schaffen sei der richtige Weg. Unbedingt erforderlich sei die Stelle eines City-Managers“ in Vollzeit. Insgesamt wurden 31 Anregungen gesammelt und daraus 8 Themencluster entwickelt:


   1. Stadtmarketing (Koordinator in Vollzeit)
   2. Kommunikation (z.B. serviceorientierte App)
   3. Gartenschau (Kooperation mit Gewerbe und Kulturamt)
   4. Mobilität (Parken, Shuttle, Zug- und Schiffsverbindung)
   5. Kultur (hochwertige Kultur)
   6. Qualitativer Handel (Zukunftsfähigkeit)
   7. Tagungen (hochwertige Tagungen in der Inselhalle)
   8. Willkommen (Begrüßung am Stadteingang)

Für Oberbürgermeisterin Alfons gilt es das Stadtmarketing zwingend als eigenständige Organisationseinheit zu implementieren. Ein grobes Konzept soll im September im Stadtrat vorgestellt werden. Bis Ende 2020, bei Freigabe, eine abschließende Konzeptentwicklung und 2021 dann in den
Haushalt. Dabei werden immer wieder Gespräche mit der IHK geführt. Ein Mobilitätskonzept, so Alfons, soll durch ein fachämterübergreifendes wöchentliches Treffen und eine SOKO PARKEN schnelle kleine Lösungen bringen. Eine Bürgerbeteiligung sei hier in Vorbereitung. Dazu gehören auch Konzepte wie Park&Bike, Zusatz-Parkplätze und Mobilität on Demand. Beim Thema Parken trafen am Ende der Veranstaltung die politisch unterschiedlichen Sichtweisen aufeinander. Daniel Obermayr, Stadtrat der
Bunten Liste, sieht das Parkthema eher als kleines Problem an und will die sonstigen, nicht näher definierten, Bedürfnisse der Bürger in den Fokus stellen. Ulrich Jöckel, Stadtrat der FDP, wie auch Robert Stolze vom Hotel Bayerischer Hof, hatten wenig Verständnis für die bedeutungslose Park-Interpretation. Parken sei das A&O für eine Belebung der Lindau Insel. Zum Schluss betonte Oberbürgermeisterin Alfons, dass für Sie die Einbindung aller Lindauerinnen und Lindauer wichtig sei. Dies hätte sie bei der
Veranstaltung bisher vermisst. Lindau müsse die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr einbinden, ohne diese Menschen ginge es nicht und dafür werde sie sich einsetzen.


Tags:
Revitalisierung Stadt IHK Wirtschaft


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