Moderator: Thomas Häuslinger
mit Thomas Häuslinger
 
 
Symbolbild
(Bildquelle: Pixabay)
 
Bodensee - Lindau
Dienstag, 18. Juni 2019

Lindau will Etat für Jugendarbeit erhöhen

Jugendliche sollen bei der Konzepterstellung mitarbeiten

Die offene Jugendarbeit in Lindau soll neu strukturiert werden. Die Stadt und die bisher dafür zuständige Synergie Jugendhilfe GmbH hatten nach 15 Jahren ihre Zusammenarbeit einvernehmlich beendet. Die Stadtverwaltung will dafür den Rahmenetat von 143.000 Euro auf 160.000 Euro erhöhen. Gleichzeitig sollen bei der Neuausrichtung auch Jugendliche stärker eingebunden werden. Dies geht aus einer Mitteilung der Stadt Lindau hervor.

„Wir haben jetzt die Chance. In diesem Fall geht nachhaltige Qualität vor Geschwindigkeit“, sagt der Hauptamtsleiter der Stadt Lindau, Thomas Nuber. In einem umfassenden Prozess sollen Aufgaben, Angebote, Struktur und Ressourcen der offenen Jugendarbeit im Stadtgebiet Lindau geprüft und hinterfragt und - wo nötig - neu ausgerichtet werden. Ziel dieses Prozesses ist, durch die Neuausrichtung der Jugendarbeit die Lebensqualität aller Jugendlichen in Lindau zu steigern. Dafür sollen die Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen aufgenommen und bei den späteren Angeboten berücksichtigt werden.

Neben den inhaltlichen Ergebnissen hofft Nuber auf neue Impulse. Sie sollen die Vielfalt der Jugendarbeit unterstützen und der dynamischen Entwicklung von Jugendlichen Rechnung tragen. „Wir wollen ihnen stärkere gesellschaftliche Teilhabe und Mitgestaltung der Stadt ermöglichen“, nennt Nuber als Ziel. Dafür soll der Stadtrat in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 26. Juni, einer Erhöhung des Rahmenbudgets von bislang 143.000 Euro auf 160.000 Euro zustimmen. Darin sind weder die Kosten für den Betrieb (Wasser, Strom, Heizung, Telefon, Internet, usw.) noch die Instandhaltungskosten der städtischen Jugendeinrichtung X-tra enthalten. Diese Beträge sind im Etat der Hochbauabteilung bereitgestellt.

Um die Ziele zu erreichen, sind die Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendarbeit sowie die Einbindung verschiedener Akteure wie Jugendamt, Experten, Vereine, Schul- und Jugendsozialarbeiter, und vor allem Jugendliche notwendig. Vor diesem Hintergrund wird der Prozess in mehrere Schritte unterteilt. Der erste Austausch mit ortskundigen Fachleuten aus dem Bereich Kinder- und Jugendarbeit hat bereits Anfang Mai 2019 in Form eines Workshops stattgefunden. Als nächster Schritt muss ein Konzept-Kernteam gebildet werden, das den Prozess plant, steuert und begleitet. Das Kernteam, bestehend aus der Jugendbeauftragten und der Familien- und Kinderbeauftragten des Stadtrates, sowie dem Leiter des Hauptamtes, den Mitarbeitern der Schulverwaltung und einem Experten aus dem Jugendbereich, der zugleich die Prozessschritte moderieren soll, soll den Prozess steuern.

Um möglichst das gesamte Spektrum der Jugendarbeit abzudecken, schlägt das Kernteam vor, einen Fachkreis zu bilden, bestehend aus Vertretern von Vereinen, Kirchen, Schulen (u.a. Schulleitungen, Schülervertretern), Kreisjugendring, Landratsamt, Lindauern die in der Jugendarbeit tätig sind, Fachleuten (u.a. Jugend-und Schulsozialarbeitern), Inklusionsbeauftragten und Polizei. 

Die Aufgaben des Fachkreises sind: Vorbereitung des Beteiligungsformates Bürgerwerft „Jugendarbeit“, Teilnahme und Auswertung der Ergebnisse der Bürgerwerft.

Als vierter Schritt ist ein öffentlicher Dialog von in der Jugendarbeit Aktiven und Experten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Eltern sowie interessierten Bürgern im Rahmen einer „Bürgerwerft Jugendarbeit“ geplant. Damit soll ein Ort der Beteiligung, der Inspiration und des Austausches geschaffen werden, an dem sich vor allem Jugendliche aktiv an der Neuausrichtung beteiligen und an dem sie die Möglichkeit zur Mitgestaltung erhalten. Ziel dieses Beteiligungsprozesses ist es, die Kernaufgaben der städtischen Jugendarbeit zu entwickeln und somit die Grundlagenarbeit für das Konzept zu leisten.

Die Auswertung der Ergebnisse aus der Bürgerwerft erfolgt durch den Fachkreis, der das Konzept neu fasst. Die Antworten ergeben, unter Berücksichtigung des Rahmenbudgets, die wesentlichen Bausteine des Konzeptes. Das Kernteam greift die Ergebnisse aus dem Fachkreis auf und formuliert das Konzept für die Neuausrichtung der Jugendarbeit und die Umsetzungsetappen.

Am Ende des Prozesses wird dem Stadtrat das Konzept zur Beschlussfassung vorgelegt. Dies könnte im Mai 2020 so weit sein. „Bis dahin können alle Gruppen das X-tra wie bisher weiternutzen“, so Nuber.


Tags:
Jugend Etat Konzept Jugendhilfe



DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN:
Auszeichnung für Umweltmobil Allgäu - Bezirk Schwaben fördert erneut Projekte der Umweltbildung
Der Bezirk Schwaben fördert auch in diesem Jahr wieder einige herausragende Projekte im Bereich der Umweltbildung. „Wenn man Kinder und Jugendliche so in den ...
"Rainbow" Immenstadt wird neu ausgerichtet - Ab März 2020 mit zahlreichen Neuerungen starten
Das Angebot erweitern. Die Öffnungszeiten an die Zielgruppe anpassen. Professionelle Betreuung durch Sozialarbeiter. Beim "Rainbow" in Immenstadt im ...
Bürgerentscheid gegen ein Parkhaus in Lindau - Stellungnahme der Stadtverwaltung zu den Folgen
Selbstverständlich ist dieses Ergebnis ein Rückschlag für die Lösung der saisonalen Parkplatzprobleme in den kommenden Jahren. Als Stadt werden wir ...
Matthias Fähndrich ist neuer Vorsitzender des BBB - Bayerischer Beamtenbund wählte neuen Vorstand in Memmingen
Der BBB-Kreisausschuss Memmingen traf sich im Gasthaus Lindenbad zu Neuwahlen. Die Versammlung gedachte zunächst bei einer Gedenkminute dem Anfang des Jahres ...
Jugendliche mit Walze auf Memminger Baustelle unterwegs - Sachbeschädigung von mehreren tausend Euro
Am Samstagabend wurde eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 13 bis 15 Jahren dabei beobachtet, wie sie auf einer Memminger Baustelle mit einer Walze herumfuhren. Mit ...
Fahrradfahrer in Mindelheim schwer verletzt - 19-Jährige Autofahrerin fährt in Gruppe Radfahrer
Am Freitagnachmittag kam es in Mindelheim in der Bahnhofstraße zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Pkw-Lenkerin und drei jugendlichen Radfahrern. Als die ...
© 2019 AllgäuHIT - Baumann & Häuslinger GbR • Richard-Wagner-Str. 14 • 87525 Sonthofen - Tel: 08321-676 1360
Die Nutzung der Nachrichten von AllgäuHIT, auch in Auszügen, ist ausschließlich für den privaten Bereich freigegeben.
Eine Nutzung für den gewerblichen Bereich erfordert eine schriftliche Genehmigung der Baumann & Häuslinger GbR
MEINE REGIONALNACHRICHTEN
Meine Allgäu-Region wählen ...
 
Kleinwalsertal Kempten Oberallgäu Kaufbeuren Ostallgäu Memmingen Unterallgäu Bodensee
LIKE UNS BEI FACEBOOK
 
DIE LETZTEN 3 GESPIELTEN TITEL
 
Wanda
Ciao Baby
 
Ola
I´m In Love
 
Freya Ridings
Castles
AKTUELLE BILDERGALERIEN
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Wolf gesichtet
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Unfall auf B308 bei Oberstaufen
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Schwerer Unfall auf B308
 
 
Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum