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Landkreis Lindau hat 150 Fledermaus-Quartiere angebracht
21.05.2013 - 11:29
Um herauszufinden, welche Arten von Fledermäusen sich im Landkreis Lindau aufhalten, werden von der Koordinationsstelle Fledermausschutz des Landesamtes für Umweltschutz Rudolf Zahner und der Unteren Naturschutzbehörde in Lindau verschiedene Höhlen- und Spaltenquartiere für Fledermäuse, insgesamt über 150 Stück, aufgehängt.
Nur so kann durch regelmäßige Kontrolle herausgefunden werden, welche Arten im Landkreis Lindau vorkommen – vorausgesetzt die Kästen werden angenommen und belegt. Nun wurde ein Gebiet im Naturschutzgebiet Spatzenwinkel an der Goldschmidsmühle in Lindau bestückt. Schüler der Umweltgruppe am Valentin-Heider-Gymnasium mit ihrer Lehrerin Ursula Schneider-Müller sowie der Jagdpächter Herbert Jäger, der ein Auge auf die Kästen haben wird, griffen den Verantwortlichen unter die Arme.

Über die hochsensiblen und äußerst nützlichen Jäger der Nacht weiß man nach wie vor sehr wenig. Gerade der Erhalt geeigneter Sommerquartiere stellt eine wichtige Grundlage für den Schutz von Fledermäusen dar, denn neben der Beeinträchtigung und Zerstörung von Winterquartieren sowie einem Mangel an gut strukturierten Jagdlebensräumen nimmt der Verlust von Sommerquartieren den Tieren die dringend benötigten Lebensgrundlagen. Fledermäuse sind nachtaktiv. Sie leben größtenteils unbemerkt mitten unter uns. Sie sind harmlos und ernähren sich ausschließlich von Insekten (Stechmücken) und Spinnentieren. Viele Arten besiedeln vorwiegend Gebäude, verbergen sich hinter Brettern, in Spalten, Dachböden oder Balkenwinkeln. Ihre Zukunft hängt maßgeblich von unserer Bereitschaft ab, als Hausbesitzer Quartiere bereitzustellen sowie vom Erhalt von alten Bäumen, die von vielen Arten als Quartiersbäume genutzt werden.

Foto: Landkreis Lindau

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