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Kosovaren aufgegriffen: Asyl in Ungarn beantragt - Zustände hätten nicht gefallen
07.03.2013 - 14:43
Die Bundespolizei hat gestern in Lindau die geplante Reise zweier Kosovaren beendet.
Die Betreuung in Ungarn, wo die beiden Männer Asyl beantragt hatten, entsprach offenbar nicht ihren Vorstellungen. Um ihr Glück in Frankreich versuchen zu können, fehlten ihnen allerdings die nötigen Dokumente und Gründe.

Mittwochabend nahmen Bundespolizisten zwei kosovarische Staatsangehörige am Lindauer Bahnhof fest. Der 27-Jährige und sein sieben Jahre jüngerer Begleiter hatten keine Pässe dabei. Sie gaben an, erst vor wenigen Tagen in Ungarn Asyl beantragt zu haben, nun aber unter den dort herrschenden Bedingungen nicht bleiben zu wollen. Die hygienischen Zustände im Asyllager wären schlecht und man müsse für sein Essen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sogar selbst bezahlen. Lieber, so sagten sie, würden sie nun in Frankreich leben. Da sie aber nun schon mal da wären, würden sie kurzentschlossen auch gern in Deutschland Asyl genießen. Diesem Ansinnen konnten die Lindauer Beamten unter den gegeben Umständen jedoch keine Beachtung schenken.

Letztlich waren sich beide Männer einig, dass selbst die Heimreise in den Kosovo besser sei, als in Ungarn leben zu müssen. Frankreich jedenfalls werden sie vorerst nicht erreichen, sondern Deutschland zeitnah in Richtung Ungarn verlassen müssen. Zudem erwartet sie ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise.

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