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"Kein Fracking am Bodensee" - Unions-Abgeordnete vom See fordern Verschärfung
29.04.2013 - 10:13
"Kein Fracking am Bodensee", dieses Ziel verfolgen die Bundestagsabgeordneten Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium aus Lindau, Andreas Jung aus Konstanz sowie Lothar Riebsamen aus Friedrichshafen.
"Trinkwasserspeicher und Fracking - das verträgt sich nicht", erklären die Abgeordneten und fordern deshalb eine Verschärfung des vorgesehenen Fracking-Gesetzes. Fracking ist eine Technologie zur unkonventionellen Gewinnung von Erdgas durch geologische Tiefenbohrungen. "Wir brauchen ein Fracking-Verbot auch in Trinkwassergewinnungsgebieten", erklären die Bodensee-Abgeordneten. "Das garantiert einen Schutz im gesamten Einzugsgebiet des Bodensees".

Derzeit ist ein absolutes Verbot lediglich in Wasserschutzgebieten vorgesehen. Diese Gebiete umfassen aber etwa im Bodenseekreis und im Kreis Konstanz weniger als die Hälfte der Gesamtfläche. Auch direkt am Bodensee gibt es nur punktuell Wasserschutzgebiete. "Wir brauchen diese Verschärfung, da der Schutz unseres Trinkwassers oberste Priorität haben muss", so die Unions-Abgeordneten.

Außerhalb der Verbotsgebiete sollen mit sehr hohen Auflagen Risiken der Fracking-Technologie ausgeschlossen werden: Die Abgeordneten setzen sich auch hier für Verschärfungen ein. So soll in allen Fällen eine Umweltverträglichkeitsprüfung verbindlich vorgeschrieben werden - nicht nur bei größeren Vorhaben. In diesem Verfahren müssen alle Auswirkungen und Gefahren eines Vorhabens ermittelt und öffentlich gemacht werden. Zudem wollen die Abgeordneten vom Bodensee die schon vorgesehene Beteiligung der Landratsämter weiter stärken: Ohne eine Erlaubnis der bei ihnen angesiedelten Wasserbehörden soll keine Fracking-Genehmigung erteilt werden können.

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