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Jahreshauptversammlung bei Haus & Grund Lindau
(Bildquelle: Haus & Grund Lindau)
 
Bodensee - Lindau
Dienstag, 13. Oktober 2020

Haus & Grund Lindau verdoppelt Mitgliederzahl

Information und Beratung für Haus- und Grundstückseigentümer sind die wesentlichen Eckpfeiler von Haus & Grund. Dies scheint der Lindauer Ortsverein besonders gut zu machen, denn von Jahr zu Jahr steigen die Mitgliederzahlen kontinuierlich. Allein im vergangenen Jahr waren es 105 Neueintritte, was nach Abzug von 35 Abgängen einen Zuwachs von 70 Mitgliedern ergibt. Somit zählte Haus & Grund Lindau Ende 2019 insgesamt 1064 Mitglieder, wie der Vereinsvorsitzende, Rechtsanwalt Karl Wanner, bei der jüngsten Jahreshauptversammlung in Lindau verkündete. Mit aktuell rund 1100 Mitgliedern zählt der Verein inzwischen doppelt so viele Mitglieder wie vor zehn Jahren und gehört damit zu den größten Vereinen in Lindau.

Vor allem Corona bedingt waren diesmal weit weniger Mitglieder in die Inselhalle gekommen. Neben den Berichten des Vorstandes über das abgelaufene Jahr stand ein Kurzreferat über die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung. Ferner wurde, wie schon im vergangenen Jahr angekündigt, eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Bewegte sich der Jahresbeitrag, gestaffelt je Wohneinheit, bisher zwischen 35 und 50 Euro, so sind ab dem kommenden Jahr 45 bis 60 Euro fällig – das entspricht einer Erhöhung um zehn Euro. Damit liege der Mitgliedsbeitrag auch nach der Erhöhung noch immer wesentlich unter dem Niveau benachbarter Ortsvereine, so Wanner. Die Aufnahmegebühr bleibt mit 30 Euro unverändert.

„Rückgrat der Wohnraumversorgung“

In seiner Rede ging der Vorsitzende auch auf den in den letzten Jahren stark veränderten und zunehmend angespannten Mietwohnungsmarkt ein. Dafür dürften aber nicht die privaten Vermieter verantwortlich gemacht werden, die zwei Drittel aller Mietwohnungen stellen und damit das „Rückgrat der Wohnraumversorgung in Deutschland“ sind, betonte Wanner. Die Ursachen für die teilweise stark gestiegenen Mieten seien vielmehr im äußerst niedrigen Zinsniveau, der unerwartet stark gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum und dem niedrigen Angebot an Bauflächen zu suchen. Das wiederum mache den deutschen Wohnungsmarkt für ausländische Investoren attraktiver, die nach gewinnbringenden Anlagemöglichkeiten für ihre Millionen und Milliarden suchen.

Natürlich würden sich die „privaten Kleinvermieter“ auf demselben Markt bewegen wie diese Großinvestoren und ihre Mieten ebenfalls erhöhen, dies allerdings „sehr verantwortungsvoll“, so der Vereinsvorsitzende weiter. Dies zeigten auch die Ergebnisse der Vermieterbefragung, die Haus & Grund Deutschland durchführen ließ. Demnach lag im Jahr 2018 die Nettokaltmiete pro Quadratmeter im Durchschnitt bei 8,42 Euro. Die durchschnittliche Mietdauer betrug 9,6 Jahre. Die Befragung ergab auch, dass im Schnitt seit 6,7 Jahren keine Mieterhöhung mehr ausgesprochen wurde. Und diese Zahl war Wanner auch sehr wichtig: Knapp 80 Prozent der Vermieter zeigten sich mit ihren Mietverhältnissen „sehr zufrieden“.

„Schwarze Null erreicht“

Zufrieden waren auch die anwesenden Mitglieder, insbesondere mit den Zahlen, die Kassier Stephan Bohle präsentierte. Nach Abgleich von Einnahmen und Ausgaben schloss die Ertragsrechnung für das Jahr 2019 mit einem kleinen Überschuss. Mit diesem konnte das Defizit aus dem vorausgegangenen Jahr ausgeglichen werden, sodass unterm Strich eine „schwarze Null erreicht“ wurde, wie Bohle erklärte.

Nach dem Motto „Das Beste folgt zum Schluss“ informierte am Ende der Mitgliederversammlung der Berater von Haus & Grund Lindau, Rechtsanwalt Oliver Scheich, über die vom Bundestag kürzlich beschlossene und mittlerweile auch vom Bundesrat bestätigte WEG-Reform. In seiner neuen Fassung wird das Wohnungseigentumsgesetz bereits am 1. Dezember 2020 in Kraft treten. Der nach anfangs heftiger Kritik erzielte Kompromiss stelle eine „umfassende Änderung des WEG dar, die uns auch die nächsten Jahre noch beschäftigen wird“, so Scheichs Einschätzung. Eine der vielen Neuerungen betrifft die Elektromobilität. Demnach soll künftig jeder Wohnungseigentümer einen Anspruch darauf haben, dass er auf eigene Kosten eine Lademöglichkeit für ein Elektrofahrzeug einbauen darf.

Vertretungsmacht des Verwalters beschränkt

Weitere wichtige Änderungen betreffen den Verwalter – seine Befugnisse wurden in mehreren Punkten eingeschränkt, wie der Fachanwalt erklärte. Gleichzeitig wurden die Rechte und Aufgaben des Verwaltungsbeirats gestärkt. Auch können sich Wohnungseigentümer-Gemeinschaften nun leichter von einem Verwalter trennen. Und nicht zuletzt soll auch die Sanierung des Gemeinschaftseigentums erleichtert werden, indem bauliche Veränderungen schon mit einfacher Mehrheit beschlossen werden können, so Scheich. Wegen der Vielzahl der Änderungen will Haus & Grund für seine Mitglieder demnächst zu den einzelnen Themen detaillierte Infoblätter auflegen.


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Jahreshauptversammlung Mitglieder Verdoppelung Eigentümer


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