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EV Lindau: Heißer Fight gegen härtesten Verfolger
14.12.2012 - 09:26
Enorm an Brisanz gewonnen hat die Partie des EV Lindau am Freitag in der Eissportarena gegen den EHC Waldkraiburg.
Denn plötzlich sind die Gäste der härteste Verfolger der Islanders im Kampf um den zehnten Platz.

Grund ist das Ausscheiden des ESV Königsbrunn aus der Bayernliga, der seine Mannschaft am Mittwoch aus finanziellen Gründen aus dem Spielbetrieb zurückzog. Gemäß den Regularien werden nun alle Spiele der Pinguine aus der Wertung genommen. Für den EVL besonders bitter: Die Lindauer gewannen zweimal gegen den ESV und verlieren nun sechs Punkte, sowie die erzielten 13:2 Tore. Im Gegenzug dazu profitieren die Teams, gegen die der ESV in der Vorrunde selbst seine fünf Punkte geholt hat, denen also dementsprechend weniger Zähler aberkannt werden: Drei Punkte gewann Königsbrunn gegen Pfaffenhofen, einen gegen Dorfen - und einen gegen den heutigen Lindauer Gegner Waldkraiburg.

Innerhalb von wenigen Tagen ist der Vorsprung der Islanders auf die heutigen Gäste deshalb von sieben auf nur drei Punkte geschrumpft, ohne dass der EVL etwas dafür kann. Schlimmer noch: In der bereinigten Tabelle stehen die Lindauer plötzlich nur noch mit 18 Punkten auf dem 11. Platz, zwei Punkte hinter dem zehnten Miesbach, drei hinter Höchstadt und sechs hinter Pfaffenhofen. "Das zeigt, wie wertvoll jeder Punkt in jedem Spiel ist. Wichtig ist, dass wir uns davon nicht beeindrucken lassen und den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wir haben drei der letzten vier Spiele gewonnen. Das soll die Mannschaft mitnehmen", sagt EVL-Vorsitzender Marc Hindelang.

Immerhin haben die Lindauer nicht wie andere Vereine den Verlust eines Heimspiels zu erleiden - denn Königsbrunn gastierte ja (übrigens unter dem jetzigen Waldkraiburger Trainer Petr Vorisek) am ersten Spieltag am Bodensee. "Da muss man aber an die Liga denken, der Schaden ist enorm. Wir haben schon vor einiger Zeit gesagt, dass die Schere zwischen den Vereinen in der Liga größer geworden ist, was ungesund für die Struktur ist."

Aktuell heißt das für den EVL, dass er auf einen hochmotivierten Gegner trifft. "Wir haben bei der Hinspiel-Niederlage gesehen, wie stark Waldkraiburg ist, wenn man die Mannschaft spielen lässt", sagt Trainer Pavel Mojtek, der am Wochenende auf die Verletzten Patrick Prell, Markus Schweinberger, Benjamin Arnold und auch den erkrankten Andre Martini verzichten muss. "Das ist personell eng, aber so wird jeder Spieler seine Chance bekommen. Zuletzt haben sich ja auch alle bewährt".

Das werden sie auch diesmal tun müssen, denn die "Löwen" präsentieren sich zur Zeit im Stimmungshoch. So bogen sie einen 1:4-Rückstand in Moosburg zu einem 7:5 Sieg um, der sie nun wieder näher an den zehnten Platz gebracht hat. Um diesen Trend weiter zu bestätigen, müssen die Gäste allerdings weiter punkten. Es wird bei winterlichen Temperaturen sicherlich also ein heißer Fight auf Augenhöhe in der Eissportarena.

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