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Allgäu
Dienstag, 18. Februar 2020

Wasserstoff für die Energie Zukunft im Allgäu

Die Wasserstofftechnologie birgt große Potentiale zur Erreichung der Energiewende. Die BioEnergieAllgäu (BEA) mit Ihren Gesellschaftern Allgäuer Überlandwerk, ZAK Kempten und Allgäuer Kraftwerke Sonthofen treiben gemeinsam das Thema Wasserstoff im Allgäu mit konkreten Projektentwürfen. In einem ersten Schritt haben die Partnerunternehmen AÜW, ZAK und AKW eine Potentialanalyse erstellen lassen, die die Erzeugung sowie die wirtschaftliche Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff im Allgäu untersucht hat. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Energiespeicher (IFES) aus Regensburg, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner.

Das Ergebnis des IFES belegt, dass sowohl am Müllheizkraftwerk (MHKW) in Kempten als auch an einem AÜW-Wasserkraftwerk (WKW) die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für eine Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse gegeben seien. Aus den Strommengen und den Lastverläufen an den Standorten des MHKW und des WKW ergäbe sich somit ein stolzes Potential von bis zu 1.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr. Das entspricht in etwa dem Betrieb von 20 Zügen oder weit über 100 Bussen und Lastwagen.

Zusammen mit erfahrenen Planern, die ähnliche Projekte bereits umsetzen, arbeiten die drei BEA-Gesellschafter an der Erstellung einer aktuellen Machbarkeitsstudie. Im ersten konkreten Schritt wurde für das MHKW Kempten bereits der Auftrag zur Erarbeitung eines detaillierten technischen Konzeptes an ein fachkundiges Ingenieurbüro vergeben. Mit dem Ergebnis ist schon im Frühsommer 2020 zu rechnen.

 

Das Potential ist vorhanden, lasst es uns nutzen

„Das Potential, Wasserstoff zu erzeugen, ist in unserer Region grundsätzlich vorhanden und stellt somit einen wichtigen Schritt für die Erreichung unserer Klimaziele dar. Wir sehen, dass die dafür erforderliche Technologie bereits reif ist. Somit sollten wir die Chance nutzen und schnellstmöglich schauen, dass wir das Potential für unsere Region nutzen können.“, so Michael Lucke, Geschäftsführer AÜW und BioEnergieAllgäu.

Eine weitere Ausarbeitung im Zuge des Förderantrags „Hy Expert“ soll nun zeigen, ob eine Umsetzung auch wirtschaftlich abbildbar ist und welcher Betrag in einer Art Anschubfinanzierung, wie in anderen Regionen der Fall, im Rahmen der Investition gefördert werden kann.

Auch seitens der Politik wurde große Unterstützung am Wasserstoff-Projekt zugesagt. Bei einem gemeinsamen Termin im Januar dieses Jahrs haben sich der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, der Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Landrat Anton Klotz gemeinsam dafür ausgesprochen die Chance für wirtschaftliche Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff im Allgäu schnellstmöglich zu nutzen und die Umsetzung zu begleiten.

Die Studie der BioEnergieAllgäu hat das vorhandene Potential des Wasserstoffs aufgezeigt. Im Rahmen des Förderprogramms „HyExpert“, für das das Oberallgäu sowie die Stadt Kempten im Dezember den Zuschlag vom BMVI erhielten, wird nun eine weitere Untersuchung den potentiellen Absatzmarkt im Allgäu prüfen. Partner des „HyExpert“ Projekts im Oberallgäu sind unter anderem das Allgäuer Überlandwerk sowie der Abwasserzweckverband Kempten, an dessen Standort, der Kläranlage Kempten, ebenfalls Möglichkeiten zur Wasserstoffproduktion untersucht werden.

„Die Erzeugung von Wasserstoff ist das Eine. Mindestens genauso wichtig ist es allerdings, Partner und Firmen zu finden, die den erzeugten Wasserstoff auch nutzen. Ein Potential sehen wir unter anderem bei Unternehmen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), bei Speditionen und Baufirmen. Es wird unsere Aufgabe sein, die kommenden Monate für intensive Gespräche mit möglichen Partner zu nutzen und Verbindlichkeiten zu schaffen. Wir sind aber davon überzeugt, dass wir weitere Partner finden, die gemeinsam mit uns an die Idee glauben und diese realisieren.“, ergänzt Karl Heinz Lumer, Geschäftsführer ZAK und BioEnergieAllgäu.

 


Tags:
Strom Wasserstoff Potentialanalyse Energiewende


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