Moderator: Hits der 70er bis Heute
 
 
Ein wilder Wolf
(Bildquelle: pixabay.de)
 
Allgäu
Dienstag, 24. Januar 2017

Steigende Wolfspopulation im Allgäu und in ganz Bayern

Freie Wähler fordern Maßnahmen zum Schutz vor den Wölfen

In ganz Europa wachsen die Wolfspopulationen – mit Auswirkungen bis nach Bayern, wie die Beobachtung eines Wolfs vergangene Woche im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zeigt. Das ruft die FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag auf den Plan. In der heutigen Plenarsitzung fordern sie die Staatsregierung mit einem Dringlichkeitsantrag auf, rechtzeitig notwendige Maßnahmen zum Schutz vor dem Wolf zu ergreifen und zeitnah die Stufe 3 des Managementplanes „Wölfe in Bayern“ zu erstellen.



Wegen der steigenden Wolfszahlen müsse die Staatsregierung auch auf Bundes- und Europaebene darauf hinwirken, dass eine Neubewertung von Wolfsvorkommen hinsichtlich Erhaltungszustand, Herkunft und Wanderbewegungen stattfindet, fordert Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Gegebenenfalls müsse eine Anpassung des Schutzstatus des Wolfs auf europäischer Ebene vorgenommen werden. „Der Wolf lässt sich nicht mehr in unsere dichtbesiedelte bayerische Kulturlandschaft integrieren. Wir brauchen im Falle des Falles einen effektiven Schutz der Weidetiere in Bayern vor Wolfsübergriffen. Mit finanziellen Entschädigungen allein ist das nicht getan, Geld pflegt keine Bergweiden – wir brauchen hierfür lebende Nutztiere. Deshalb muss die rechtliche Voraussetzung geschaffen werden, dass Wölfe abgeschossen werden können, wenn sie Weidetiere töten“, so Aiwanger weiter.

Auch andere Bundesländer mit Wolfsvorkommen – etwa Brandenburg, Sachsen oder Niedersachsen – zeigten: Den massiven Problemen der Wolfsausbreitung für die Freilandtierhaltung, von Schafen über Rinder bis hin zu Pferden, müsse wirksam begegnet werden, so Aiwanger. Europäische Nachbarländer wie Frankreich, die Slowakei, Norwegen und Schweden geben mittlerweile zur Bestandsregulierung Wölfe zum Abschuss frei, Brandenburg für den Fall des Übergriffs auf Weidetiere trotz Schutzmaßnahmen – und bei mangelnder Scheu vor dem Menschen.

Zudem sprechen sich die FREIEN WÄHLER dafür aus, den Präventionsfonds gegen Wolfsübergriffe deutlich besser auszustatten. Damit könnten nicht nur Forschungsprojekte, sondern auch die erheblichen Kosten für Herdenschutzmaßnahmen sowie effektive Vergrämungs-Maßnahmen angemessen durch die öffentliche Hand gefördert werden. Bei Herdenausbrüchen, die durch große Beutegreifer ausgelöst werden, müsse dringend die rechtliche Situation geklärt werden – insbesondere bedürfe es einer klaren Regelung der Haftungsfrage, mahnt Aiwanger. „Bei Schaf- und Ziegenhaltern handelt es sich überwiegend um Hobbyzüchter sowie Nebenerwerbsbetriebe, diese können sich weder all die nötigen Maßnahmen noch steigende Versicherungsprämien leisten.“

Auch Florian Streibl, Abgeordneter der FREIEN WÄHLER aus Oberammergau, fordert einen Stopp der Wolfsausbreitung: „Gerade die im bayerischen Oberland weit verbreitete Bergweide ist für den Tourismus unverzichtbar. Daher wäre die Ausbreitung des Wolfs in unserer Region wirtschaftlich eine Katastrophe.“


Tags:
Wölfe Wachstum Maßnahmen Freie Wähler



DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN:
Mehr Effizienz bei der Flächennutzung - IHK Schwaben begrüßt das Maßnahmenpaket der Staatsregierung
Die IHK Schwaben bewertet den heutigen Kabinettsentwurf der Bayerischen Staatsregierung zum Landesplanungsgesetz überwiegend positiv. Dies gilt insbesondere ...
Mehr Tempo 30 Zonen in Memmingen - Verkehrsbeirat über neue Maßnahmen in der Stadt
Der Verkehrsbeirat behandelte bei seiner letzten Sitzung Themen wie die Durchfahrtsbeschränkung für Lkw über 3,5 Tonnen im Ortsbereich Steinheim und neuer ...
MdL Dr. Leopold Herz: Mittlere-Reife-Kurse ausbauen - Freie Wähler setzen sich für starke Bayerische Mittelschule ein
Zehn Jahre Bayerische Mittelschule – für die Freien Wähler ein wichtiger Grund, sich für die weitere Stärkung dieser höchst erfolgreichen ...
Wiedereröffnung der Müllumladestation Sonthofen - Umfangreiche Baumaßnahmen abgeschlossen
Ab Montag, den 02.12.2019 ist die Müllumladestation wieder wie folgt geöffnet. Die Öffnungszeiten sind dann wie folgt: Montag bis Freitag von 08.00 bis ...
Industrieschwäche trifft das Allgäu leicht - Höchste Zufriedenheit bei den Bauunternehmen
Die Allgäuer Wirtschaft ist mit der aktuellen Geschäftslage weiterhin zufrieden, 55 Prozent der Unternehmen bewerten sie mit gut. Für die kommenden Monate ...
Ruanda: Beratungsgespräche zwischen EU & AKP-Staaten - Allgäuer Europaparlamentsabgeordnete Ulrike Müller in Kigali
Ulrike Müller nimmt seit dem gestrigen Sonntag an der 38. Paritätischen Parlamentarischen Versammlung des Europaparlaments und der Staaten Afrikas, der Karibik ...
© 2019 AllgäuHIT - Baumann & Häuslinger GbR • Richard-Wagner-Str. 14 • 87525 Sonthofen - Tel: 08321-676 1360
Die Nutzung der Nachrichten von AllgäuHIT, auch in Auszügen, ist ausschließlich für den privaten Bereich freigegeben.
Eine Nutzung für den gewerblichen Bereich erfordert eine schriftliche Genehmigung der Baumann & Häuslinger GbR
MEINE REGIONALNACHRICHTEN
Meine Allgäu-Region wählen ...
 
Kleinwalsertal Kempten Oberallgäu Kaufbeuren Ostallgäu Memmingen Unterallgäu Bodensee
LIKE UNS BEI FACEBOOK
 
DIE LETZTEN 3 GESPIELTEN TITEL
 
Maroon 5
Girls Like You
 
Sportfreunde Stiller
Wieder kein Hit
 
James Blunt
Love Me Better
AKTUELLE BILDERGALERIEN
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Sonthofen-Burgberg
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
Gastromesse im C+C Oberallgäu
 
AllgäuHIT-Bildergalerie
AllgäuHIT startet digitale Offensive
 
 
Radio einschalten Ihr Spot bei uns Glasklarer Empfang Datenschutz/Impressum