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Symbolbild
(Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
 
Allgäu
Dienstag, 1. Dezember 2020

Steigende Arbeitslosigkeit im Allgäu

Im November erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im bayerischen Teil des Allgäus aufgrund der beendeten Herbstsaison im Tourismusgewerbe. Zusätzlich belasteten die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie das arbeitsmarktliche Geschehen. Die Arbeitslosenquote erreichte aktuell den Wert von 3,1 Prozent. Sie lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Oktoberergebnis.

Insgesamt waren bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den sieben Jobcentern gut 12.100 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, knapp 300 mehr als im Monat zuvor. Der Abstand zu den Ergebnissen des Vorjahres verkleinerte sich nochmals, bleibt aber weiter spürbar. Im November des vergangenen Jahres waren bei einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent insgesamt gut 2.900 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.  „Die Pause im Tourismus führte in der Vergangenheit meist für wenige Wochen zu einer vorübergehenden Zunahme arbeitsloser Menschen. In diesem Jahr belastet der Teil-„Lockdown“ den Arbeitsmarkt im November zusätzlich. Neben Hotellerie und Gastronomie haben weitere Branchen eine Reihe von Menschen entlassen. Parallel hat sich aber auch die Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisiert. Und mit der Zahlung von Kurzarbeitergeld unterstützt die Agentur für Arbeit Beschäftigungsverhältnisse in zahlreichen Wirtschaftszweigen,“ sagt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. 

m November meldeten sich bei den Vermittlern knapp 2.050 Menschen, die zuletzt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hatten. Das waren 670 mehr als noch im Oktober. Ein Teil dieses Zuwachses ergibt sich aus dem Ende der Herbstsaison in den Tourismusgebieten entlang der Berge und am Bodensee. Verstärkend wirkten die erneuten Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Hotellerie- und Gastronomiebetrieben meldeten sich nach Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses neu arbeitslos. Daneben waren auch 190 Kräfte aus der Lebensmittelherstellung - insbesondere Köche – betroffen.

Nach einer Beschäftigung im Verkauf meldeten sich 150 Personen ebenfalls neu bei den Vermittlern. Des Weiteren wurden annähernd 100 Lager- und Logistikmitarbeiter arbeitslos. Ebenso viele waren vor ihrer Arbeitslosigkeit in Büro und Sekretariat tätig.
Bereits während des gesamten bisherigen Jahresverlaufs waren mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Nachdem der prozentuale Abstand im ersten Quartal des laufenden Jahres relativ gering ausfiel, ergab sich im April aufgrund des ersten Lockdowns bei den Arbeitslosmeldungen ein starker Anstieg, der sich bis einschließlich Juni fortsetzte. Danach verringerte sich der Abstand Monat für Monat. Zuletzt waren in diesem November 2.900 Menschen mehr arbeitslos als im November des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit lag um knapp 32 Prozent höher.

Regionale Entwicklungen im Jahresvergleich
Im Jahresvergleich lag die Arbeitslosenquote im bayerischen Teil des Allgäus um 0,7 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres (Arbeitslosenquote aktuell: 3,1 Prozent). Günstiger als der Agenturbezirk schnitten die Wirtschaftsräume Mindelheim und Marktoberdorf mit einer Quote von 2,6 Prozent sowie die Region Memmingen mit einem Ergebnis von 2,9 Prozent ab. Dies waren im Übrigen die einzigen Regionen mit einer Zwei vor dem Komma bei der Arbeitslosenquote. Es folgten der Wirtschaftsraum Kempten mit 3,1 und Kaufbeuren mit 3,2 Prozent.

Der Landkreis Lindau, das südliche Oberallgäu und die Region Füssen sind stärker touristisch geprägt als die übrigen Regionen im Agenturbezirk. Infolge des Teillockdowns und der Saisonbeendigung waren hier entsprechend höhere Arbeitslosenquoten von 3,3 Prozent sowie 3,6 und 3,7 Prozent zu verzeichnen. Im Jahresvergleich ergab sich im südlichen Oberallgäu mit einem Plus von 0,3 Prozentpunkten der niedrigste Zuwachs bei der Arbeitslosenquote. Eine ähnlich niedrige Erhöhung erzielte die Region Marktoberdorf mit einer Zunahme von 0,5 Prozentpunkten. Am stärksten fiel das Plus im Wirtschaftsraum Füssen und im Landkreis Lindau mit jeweils 0,9 Prozentpunkten aus.


Tags:
Arbeitslosigkeit Agentur für Arbeit Allgäu Job


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