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Ein Zug im Bahnhof von Wasserburg am Bodensee (Archiv)
(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Allgäu
Samstag, 18. August 2018

Pohl: Bahn-Elektrifizierung im Allgäu endlich beginnen

Es müsse mehr von Söder kommen als nur ein Versprechen

Der Allgäuer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) fordert in einem Schreiben  Ministerpräsident Markus Söder auf, bei der Elektrifizierung von Bahnstrecken im Allgäu endlich Nägel mit Köpfen zu machen:  „Das Thema ist ja nun nicht neu. Ich habe vor einem Jahr in einem ausführlichen Brief den damaligen Ministerpräsidenten Horst aufgefordert, sich um die Elektrifizierung der Bahnstrecken in Bayern zu kümmern anstatt zuzulassen, dass ständig über Dieselfahrzeuge und damit bayerische Automobilspitzentechnologie negativ geredet wird. Daraufhin hat Seehofer bei der Festwoche verkündet, er werde ein Sonderinvestitionsprogramm Bayern für die Elektrifizierung von Bahnstrecken insbesondere im Allgäu auf den Weg bringen“, erinnert Pohl. Passiert sei aber bislang nichts.

An Söder gerichtet, schreibt Pohl: „Der Ministerpräsident darf nicht nur ankündigen, er muss die Dinge jetzt anpacken. Wer an der Regierung ist, muss handeln. Ich habe für meine Landtagsfraktion zum Nachtragshaushalt 2018 Mittel in Höhe von 190 Millionen Euro für die Elektrifizierung von Bahnstrecken in Bayern beantragt. Zu dieser Zeit waren Sie noch Finanzminister. Auch die Grünen haben einen gleichlautenden Antrag eingebracht. Beide wurden jedoch von der CSU-Mehrheit im Haushaltsausschuss abgelehnt. Daher muss jetzt mehr kommen als nur ein Versprechen auf die Zukunft!“

Die Notwendigkeit einer zeitnahen Elektrifizierung der Bahnstrecken im Allgäu sei unbestritten. Diesem Vorhaben müsse man auch eine besondere  Priorität einräumen. „Das Allgäu ist das größte Dieselloch Deutschlands. Eine Region, die einen Spitzenplatz im Tourismus einnimmt und eine starke Wirtschaftsregion ist. Das geht gar nicht! Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.  

Der Allgäuer Landtagsabgeordnete sieht darüber hinaus noch gewaltigen Nachholbedarf beim Ausbau barrierefreier Bahnhöfe. Er begrüßt die Zusage, die ihm Staatssekretär Josef Zellmeier vor wenigen Wochen gemacht hat, wonach der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Kaufbeuren ab 2022 in die Planung geht, wenn die Mittel des Bayernpakts wie vorgesehen weiterhin in der bisherigen Höhe fließen. Er betont aber auch, dass weitere Verbesserungen notwendig sind. „Wenn die Elektrifizierung München – Memmingen – Lindau abgeschlossen ist, wird der Zugverkehr von München vorrangig über Memmingen geführt. Das ist nachvollziehbar. Es ist aber dann erforderlich, Kurswagen Richtung Kaufbeuren und Kempten mit Endziel Oberstdorf und Füssen mitzuführen, die dann in Buchloe entkoppelt werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Reisenden am Bahnhof Buchloe nicht umsteigen müssen, wenn sie ins Ost- und Oberallgäu wollen. Dass dies möglich ist, zeigt die derzeitige Praxis. Das „Flügeln“ wird derzeit in Immenstadt bereits erfolgreich praktiziert, so Pohl abschließend.


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bahn elektrifizierung söder freiewähler



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