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Eine der letzten Aktionen des DGB im Allgäu - "Wahlfahrt 2013"
(Bildquelle: Ludwin Debong / DGB)
 
Allgäu - Kempten
Montag, 24. Juni 2013

Sturzflug der Renten verhindern

Im Allgäu droht, ein noch dramatischerer Anstieg der Altersarmut als bisher angenommen. Auf dieses Ergebnis von Berechnungen der Rentenexperten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) weist der Allgäuer DGB-Kreisvorsitzende Ludwin Debong hin. Eine dramatische Entwicklung, die aus Sicht des DGB-Regionsvorsitzenden Werner  Gloning zwei Hauptgründe hat.

Zum einen arbeiten im Allgäu, deutlich über 20% aller Vollzeitbeschäftigten, das sind 36342 Menschen (Stand 2012) zu einem Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.890 Euro im Monat.  (Landkreis Unterallgäu 6024 = 20%; Landkreis Ostallgäu 6112 = 21%; Landkreis Oberallgäu 8564 = 28%;; Landkreis Lindau 3728 = 19% und in den Städten Kempten 5191 = 23%; Kaufbeuren 2437 = 25% und Memmingen 4268 = 22%) Gloning: Für diese Beschäftigten sei die Altersarmut schon vorprogrammiert.“

Und zum zweiten, so Gloning, wird die derzeitige Bundesregierung, sollte sie nach den Bundestagswahlen im Herbst weiter regieren können, das Rentenniveau von heute knapp 50 bis auf 43 Prozent senken.  Negative Auswirkungen habe auch noch, die Rente mit 67. Da viele nicht so lange arbeiten können, bedeute dies für die Betroffenen gegenüber der Rente mit 65 noch einmal eine Rentenkürzung von über 7%. Dies führe dazu, dass künftig auch sog. Normalverdiener im Allgäu in Altersarmut abrutschen werden.

Die gesetzliche Durchschnittsrente im Zugangsjahr 2012 liege im Regierungsbezirk Schwaben und Allgäu bei Männern schon jetzt bei gerade Mal bei 938 Euro und bei Frauen bei „miserablen“ 488 Euro. Wenn das Rentenniveau von 43 Prozent schon heute gelten würde,  so Gloning, würde die durchschnittliche Rente bei Männern nur noch bei rund 806 Euro und bei Frauen bei 419 Euro liegen.

Debong und Gloning sind sich deshalb einig: Ein solcher Sturzflug der Rente kann und muss verhindert werden. Dies sei auch möglich. Wie das Rentenkonzept des DGB aufzeige, würden schon moderate Beitragssteigerungen von jährlich maximal 0,3 Prozentpunkten ausreichen um eine angemessene gesetzliche Rente zu finanzieren. Für Durchschnittsverdienende bedeute dies, eine monatliche Mehrbelastung von lediglich 4,05 Euro. Debong: „Wir meinen ein angemessener Preis um Not und Elend im Alter zu verhindern. Gloning: Wir werden deshalb in den nächsten Wochen alles tun um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und den Menschen im Allgäu deutlich zu machen: „Wer so wählt, dass die jetzige Bundesregierung  weiterregieren kann, der gibt seine Stimme für  massiv zunehmende Altersarmut in Deutschland und im Allgäu ab.


Tags:
altersarmut wirtschaft allgäu dgb


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