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Alexandra Mereu
(Bildquelle: AllgäuHIT | Fabian Schmid)
 
Allgäu
Freitag, 6. Oktober 2017

Auf dem Weg zur Notfallsanitäterin im Allgäu

Allgäu ● Seit 2014 werden in Deutschland aufgrund einer Gesetzesänderung keine Rettungsassistenten mehr ausgebildet. An ihre Stelle treten nach und nach die Notfallsanitäter. Bei den Johannitern im Allgäu absolvieren aktuell zwei junge Menschen diese anspruchsvolle dreijährige Ausbildung. Eine davon ist Alexandra Mereu. Die 23-Jährige berichtet, welche vielfältigen Kompetenzen man dafür braucht und welche große Verantwortung nach dem Staatsexamen auf sie zukommt. 

„Im Rettungsdienst ist man als Notfallsanitäterin die höchstausgebildete auf dem Rettungswagen. Somit werde ich nach meinem Berufsabschluss die Verdachtsdiagnosen stellen müssen und anschließend die Entscheidungen für die präklinische Therapie und Maßnahmen eigenständig treffen.“ Genau dieses selbstständige Arbeiten sei für sie von sehr großer Bedeutung, so die Ottobeurerin, der nach eigenen Aussagen schon immer klar war, dass sie einen Beruf im medizinischen Bereich ergreifen wolle. Dieses Ziel verfolgte die junge Frau sehr zielstrebig. „Ich habe 2008 mit dem Schulsanitätsdienst an meiner Schule begonnen. Dieser wurde von den Johannitern geleitet. So kam ich auch zur JohanniterJugend, wo ich zunächst meinen Sanitätshelfer-Schein machte und ein Jahr später den Rettungssanitäter-Lehrgang. Bis September 2016 war ich als Rettungssanitäterin ehrenamtlich in den Bereichen Sanitätsdienst, Bevölkerungsschutz sowie im Rettungsdienst im Einsatz. Parallel absolvierte ich eine Ausbildung als medizinische Fachangestellte. Seit Oktober 2016 bin ich nun als Auszubildende hauptamtlich im Rettungsdienst tätig“, fasst sie ihren Werdegang zusammen.

Um auf ihre Aufgabe als Notfallsanitäterin vorbereitet zu sein, durchläuft Alexandra Mereu im Laufe ihrer dreijährigen Ausbildung 1920 Theoriestunden in der Berufsfachschule, 1960 Stunden Praxisanteile auf der Lehrrettungswache sowie 720 Stunden klinische Ausbildung auf verschiedene Stationen wie beispielsweise der Anästhesie, Geburtshilfe oder Notaufnahme. Konkret sieht das so aus: „Wir haben drei bis vier Wochen Blockschule. Hierbei werden zum Beispiel Anatomie, Krankheitslehre, Organisation und Einsatztaktik sowie Notfallbilder u.v.m. vermittelt. Anschließend geht es für uns drei bis vier Wochen auf die Wache, wo wir in 12-Stunden-Schichten das Erlernte unter Supervision praktisch umsetzen können. Die Klinik stellt eine zusätzliche Erweiterung unsres praktischen Wissens und unserer Fähigkeiten dar. Hier werden wir auf speziellere Situationen wie beispielsweise Geburten oder Narkoseeinleitungen vorbereitet, die im Rettungsdienst seltener zu finden sind.“

Neben dem theoretischen und praktischen Wissen seien auch andere Faktoren in ihrem Beruf sehr wichtig, wie etwa eine hohe Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit umgehen können. „Zudem sind körperliche und geistige Reife unbedingt notwendig, um dieBelastungen am Einsatzort zu verkraften – damit meine ich sowohl das Gewicht des Equipments und des Patienten als auch die psychischen Belastungen“, betont Alexandra Mereu und ergänzt lächelnd: „Die Tätigkeit als Notfallsanitäterin sei sehr abwechslungsreich und sehr interessant. Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meiner Entscheidung und bereue keine Sekunde die Ausbildung angefangen zu haben.“

Aktuell bilden die Johanniter im Regionalverband Allgäu zwei Auszubildende zum Notfallsanitäter aus. Im Oktober kommen weitere hinzu. Selbstverständlich können auch bereits ausgelernte Rettungsassistenten die Qualifikation zum Notfallsanitäter erreichen. Die Johanniter bieten entsprechende Fortbildungen an.

Informationen zu Kursen und den Johannitern im Regionalverband Allgäu gibt es telefonisch unter 0831 52157-0 oder im Internet unter www.johanniter.de/allgaeu (PM)

 

 

 

 

 

 

 


Tags:
berufsausbildung notfallsanitäterin verantwortung allgäu


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