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(Bildquelle: AllgäuHIT)
 
Allgäu
Samstag, 11. Juli 2015

Achtung Facebooknutzer: Betrüger treiben ihr Unwesen

Polizei warnt besonders im Raum Füssen

Derzeit nutzen Kriminelle eine raffinierte Masche, mit der sie Facebook-Nutzer abzocken. Dabei wird die Glutgläubigkeit gegenüber Freunde massenhaft auf Facebook zunutze gemacht. Die Betrüger kopieren dazu das komplette Profil eines Nutzers, samt korrekten Namen und Profilbilder. Darauf fügen sie bereits vorhandene Freunde des Nutzers dem Fake-Profil hinzu. Bestätigt der Nutzer die Freundschaftsanfrage, bekommt er von seinem vermeintlichen Bekannten eine Nachricht, in der er um seine Handynummer gebeten wird. Die Nachfrage nach der Handynummer ist nicht unbedingt ein ungewöhnliches Verhalten. Immerhin gehen Handynummer immer wieder verloren, zum Beispiel weil der Mobilfunkanbieter gewechselt oder alle Kontaktdaten gelöscht wurden. 

Geben Facebook-Nutzer ihre Handynummer an den Betrüger weiter, wird ihnen dies später zum Verhängnis. Mit Hilfe der ergaunerten Handynummer gibt der falsche Facebook-Freund digitale Einkäufe bei mobilen Zahlungsanbietern wie z.B. „PayPal“ oder dem SMS-Bezahlsystem „ZONG“ in Auftrag. 

Das Opfer bekommt zeitnah eine SMS-Nachricht, in der Bezahlcodes für die vom Betrüger eingeleitete Einkäufe zugesandt werden. Zeitgleich fordert der falsche Facebook-Freund das Opfer dazu auf, den Code an ihn weiterzuschicken. Spätestens hier sollten viele Facebook-Nutzer skeptisch werden. Aufgrund der Gutgläubigkeit der angeschriebenen Nutzern ist die Betrugsmache dennoch sehr häufig erfolgreich. 

Werden diese Bezahlcodes an den Betrüger weitergeleitet, dienen sie zur Bestätigung der Bezahlvorgänge. Wenige Minuten später flattert per SMS vom Mobilfunkanbieter die Quittung ins Haus beziehungsweise kommt das böse Erwachen mit der nächsten Telefonrechnung. Der erbeutete Betrag wird dem Opfer in der kommenden Mobilfunkrechnung berechnet. 

Oft versuchen die Betrüger an weitere Daten des Opfers zu gelangen und fragen nach zusätzliche, vertraulichen Informationen, wie z.B. die E-Mail-Adresse. Dadurch wollen die Täter weitere Betrugsmaschen durchziehen.

Im Füssener Bereich wurde diese Betrugsmache einer 21-jährigen Dame am Freitagabend zum Verhängnis. Im guten Glauben gab sie ihre Handynummer an einen falschen Facebook-Freund weiter und schrieb ihm darauf mehrere Bezahlcodes. Letztendlich wurden drei Transaktionen über „PayPal“ durchgeführt. Der Vermögensschaden beläuft sich auf 332,86 Euro. Täterhinweise sind derzeit noch keine bekannt, die polizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen. 

Wie können Sie sich schützen? Ein gesundes Misstrauen ist wichtig. Erhalten Sie Freundschaftsanfragen von Personen, mit denen Sie schon lange bei Facebook befreundet sind, dann bestätigen Sie die Anfrage nicht sofort. Nehmen Sie stattdessen auf einem anderen Weg, z.B. durch einen persönlichen Anruf, per SMS oder WhatsApp Kontakt mit ihrem Bekannten auf und fragen Sie nach, ob er Ihnen wirklich eine neue Freundschaftsanfrage zugesandt hat. Solle er dies verneinen, ist dies ein Zeichen, dass jemand fremdes Schindluder treibt. Ihr Bekannter erfährt zudem, dass sein eigenes Profil geklont wurde. Dadurch können die richtigen Facebook-Freunde im Vorfeld über die Betrugsmasche gewarnt werden. 

Um sein eigenes Facebook-Profil vor Betrüger zu schützen, sollten die Privatsphäre-Einstellungen so gewählt werden, dass persönliche Daten nur für Freunde sichtbar sind. Es ist auch ratsam, die eigenen Facebook-Freunde vorab über diese Betrugsmasche zu informieren. (PI Füssen)


Tags:
polizei facebook betrug warnung



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