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Die Allgäuer Landwirte positionieren sich klar mit Plakaten gegen TTIP
(Bildquelle: AbL)
 
Allgäu
Dienstag, 3. Mai 2016

AbL im Allgäu sieht sich in Greenpeace-Veröffentlichung bestätigt

Dokumente geben neuen Stoff gegen TTIP

Die Regionalgruppe Allgäu  der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bewertet die von Greenpeace veröffentlichten Dokumente als weiteren Beweis dafür, dass das TTIP-Abkommen zwischen EU und USA  massiv die Existenz der bäuerlichen Betriebe und der Umwelt-,Tierschutz- und Lebensmittelstandards in Europa und besonders im Allgäu  bedroht. Da besonders im  Allgäu viele kleinbäuerliche  Familienbetriebe ansässig sind  die mit US Agrarfabriken nicht mithalten können was den Preis betrifft.

Eine aktuelle Studie des US-Agrarministeriums (USDA) erwarte - als Folge sinkender Export-Standards - eine Steigerung der US-Agrarexporte in die EU in Höhe von jährlich 5,5 Mrd. Dollar, darunter 1,4 Mrd. bei Rindfleisch und 0,4 Mrd. bei Schweinefleisch, außerdem von Steigerungen der Gentech-Soja-Exporte auf Kosten hiesiger Eiweißfrüchte. Auch bei Milchprodukten (mit Ausnahme von Käse) ergebe sich danach auch kein Vorteil für die EU.     

Die AbL Allgäu  fordert deshalb die deutschen Rinder- und Schweinehalterverbände auf, sich endlich eindeutig gegen das geplante Freihandelsabkommen (TTIP) der EU mit den USA zu positionieren. Die AbL verweist hierzu auf das Vorbild  des niederländischen Schweinehalter-Verbandes NVV, dessen Vorsitzende Ingrid Jansen vor „desaströsen Folgen“ durch US-Fleischexporte für hiesige Bauern gewarnt hatte, weil dadurch unsere „Umwelt- und Tierschutzauflagen mit Füßen getreten“ würden. Auch die europäischen Geflügelhalter hätten sich klar gegen TTIP positioniert.

Die AbL-Allgäu  warnte von Anfang an  vor „agrarindustriellem Tierschutz- und Umweltdumping“  und vor dem Hormoneinsatz in Rinder- und Milchviehhaltung .In den USA gebe es weder Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnungen noch Baugenehmigungsverfahren für Tierfabriken: “Der Investor meldet seinen Wunschstandort mit vorhandener Güllelagune sowie die Zahl der Tiere( bis 10.000 Rinder ist US Standart) an die Behörden, die dann lediglich das Verhältnis zwischen Tierzahlen und Gülle-Lager und die Verlegung des Stromanschlusses überprüfen.“ Tierschutzrelevante Vorgaben gibt es demnach in den USA nicht.

“ Ein Verbot von wachstumsfördernden Fütterungsantibiotika werde in den USA erst seit kurzem diskutiert, so  AbL Allgäu Geschäftsführer Michael Finger „Die Fütterungs- und Innen-Technik ist einfach und billig – angeblich wegen der Bedienbarkeit durch das ungelernte Billig-Stallpersonal aus Mexiko.“

Güllemengen würden in viele Erdbecken („Lagunen“) gepumpt, deren Böden bislang nicht einmal durch Folien abgedichtet würden. 

Vor allem dieses Umwelt- und Tierschutz-Dumping in den USA begründet laut Finger  die massiven Kosten- und Export-Vorteile für die US-Agrarkonzerne, mit denen die hiesige Agrarwirtschaft – auch bei ihren Exportversuchen in Drittländer – nicht mithalten könne und auch nicht solle. Eine Verhinderung des TTIP-Freihandelsabkommens, so die AbL, nütze deshalb den hiesigen Bauern und Verbrauchern ebenso wie dem Widerstand in den USA gegen Agrarfabriken. Vor allem eine rasche Durchsetzung einer artgerechteren Tierhaltung auf „Bauernhöfen statt in Agrarfabriken“ nach dem Motto „Klasse statt Masse“ in der EU steigere die Chancen zur Verhinderung von TTIP: Wir haben dann was zu verteidigen" so Michael Finger .  
 


Tags:
ttip allgäu AbL kritik



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