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Polizei: Kinder und Tiere bei Hitze nicht im Auto sitzen lassen
17.08.2012 - 16:31
Erst vor wenigen Tagen erschütterte eine Meldung aus Belgien: ein Vater hatte einen Säugling mehrere Stunden in einem Auto sitzen lassen. Das Kind erlitt einen Hitzschlag und starb. Jetzt wird es auch im Allgäu heiß!
Die Allgäuer Polizei warnt deshalb vor diesem Hochsommerwochenende mit Temperaturen deutlich über der 30- Gradmarke davor, Kinder und Tiere im Wagen zurückzulassen. Selbst ein kurzer Einkauf kann hier schon zu lange sein. „Die Temperaturen im Wageninneren können bei entsprechender Sonneneinstrahlung schnell über 60 Grad steigen“, so der Pressesprecher der Allgäuer Polizei Thorsten Ritter. Und das bedeutet Lebensgefahr für Kinder aber auch für Tiere. Dabei reicht es auch nicht, das Fenster einen Spalt weit zu öffnen.

Strafrechtlich gibt es keine konkrete Regelung: sollte ein Kind zu Schaden kommen, kann es schnell zu einem Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder im schlimmsten Fall wegen fahrlässiger Tötung kommen. Bei einem Tier greift das entsprechende Tierschutzgesetz.

Passanten sollten laut Thorsten Ritter aber nicht vorbeilaufen und Nichtstun: „In erster Linie kann man nach der Mutter oder dem Vater Ausschau halten und diese bitten, ihre Kinder doch zum Einkauf mitzunehmen. Wenn diese nicht anzutreffen sind, müssen Sie den Einzelfall betrachten."

"Nehmen wir an das Fahrzeug steht in der prallen Sonne, es hat über 35 Grad, die Fenster sind geschlossen und das Kind ist schweißgebadet und reagiert vielleicht auf Klopfen nicht mehr. In so einem Fall steht es Ihnen natürlich frei, die Scheibe einzuschlagen. Strafrechtlich stellt das aber eine Sachbeschädigung dar - sie haben vorsätzlich die Sache eines anderen beschädigt – in so einem Fall gibt es aber einen Rechtfertigungsgrund, der nennt sich Notstand und bedeutet, dass ihr Handeln dann straffrei ist“, so Ritter.

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