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DGB: Dramatische Zahlen zur Rentenentwicklung im Allgäu
16.08.2012 - 11:56
Im Allgäu droht Altersarmut als Massenphänomen. Dies ist das Ergebnis von Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
Heute betrage im Allgäu, die Durchschnittsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung rund 670 Euro, so der DGB-Regionsvorsitzende Werner Gloning. Dies sei wahrlich schon gering genug. Wenn die Bundesregierung mit ihrer Rentenpolitik so weitermache wie bisher, werde dieser Betrag aber bis 2030 nochmals um 20% sinken. Gloning: Hätten wir gegenwärtig schon das für 2030 geplante Rentenniveau, läge die durchschnittliche gesetzliche Rente in der Region nur noch bei rund 580 Euro. Zahlen die für Gloning an Dramatik kaum noch zu überbieten sind. Schon heute seien im Allgäu rund 4600 Menschen auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen, weil es sonst zum Leben nicht reicht. Dies seien fast doppelt so viele wie 2006. Dabei sei die hohe Dunkelziffer die es in diesem Bereich gibt, noch gar nicht b berücksichtigt.

Zahlen und Entwicklungen die für den DGB-Regionsvorsitzenden dramatisch sind und die zeigen, „dass das Ruder in der Rentenpolitik dringenst herumgerissen werden müsse.“ Gloning: Ich hätte als Politiker keine ruhige Minute mehr, wenn ich eine solche Politik mitverantworten und den Menschen vor Ort dabei in die Augen schauen müsste.

Die Vorschläge des DGB für eine sinnvolle und nachhaltige Rentenreform liegen auf dem Tisch, so Gloning. Als erstes muss die von der Bundesregierung beschlossne Beitragssenkung „sofort vom Tisch“, weil sie den einzelnen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaum etwas bringt, im Hinblick auf die Zukunft der gesetzlichen Rente aber schlimme Folgen habe. Danach sei es möglich mit einer Beitragssatzgestaltung, die einen Normalverdiener im Monat gerade mal mit 2.60 Euro mehr belastet, die Rentenversicherung zukunftssicher zu machen.

Gloning: Die DGB-Region steht den regionalen Bundestagsabgeordneten, falls diesen das Schicksal der kommenden Rentner- und Rentnerinnengenerationen nicht „völlig gleichgültig ist, gerne für Gespräche zur Verfügung“.

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