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Allgäuland- Geschäftsführer sieht kein Sonderkündigungsrecht
01.09.2011 - 06:24
Sonderkündigungen der Bergbauern gegenüber den Allgäuland-Käsereien haben momentan offenbar keinen rechtlichen Bestand.
Das gab Paul Ritter, der Geschäftsführer von Allgäuland gegenüber Allgäu HIT bekannt. Über 150 Landwirte, die bereits ihre Kündigung eingereicht hatten, haben ihre Milchlieferungen an Allgäuland eingestellt, da sie offenbar nicht an den Erfolg der außerordentlichen Abstimmung über die Übernahme durch Arla-Foods am 12. September glauben, so Ritter:

"Die einfachste Möglichkeit einer Firma den Rücken zu kehren ist zu kündigen und dann wie jedes andere ordentliche Mitglied dann die Kündigungszeit abzuwarten und dann woanders hinzuliefern. Wir wollen ja niemanden halten. Aber wir wollen natürlich verhindern, dass die, die sowieso weg wollen oder weg sind, den gesamten Konzern an die Wand fahren. Das müssen wir verhindern und da werden wir jeden rechtlichen Beistand nutzen, um die, die ordnungs- und satzungsgemäß liefern nicht zu schädigen."

Durch eine mögliche Insolvenz von Allgäuland, erhoffen sich die Landwirte schon vor der Kündigungsfrist aus dem Unternehmen zu gelangen. Hintergrund der Wut der Bauern ist die Ankündigung, dass das Milchgeld für den Zeitraum bis zur erneuten Abstimmung nicht gezahlt werde. Das sei aber grundsätzlich falsch. Allgäuland könne erst später auszahlen.

Währenddessen haben sich auch die Bergbauern zu Wort gemeldet. Sie könnten keinen vierjährigen Vertrag mit Allgäuland eingehen, da sie nach Ablauf ihrer Kündigungsfrist zu anderen Molkereien wechseln werden. Andere Landwirte hoffen unterdessen, dass es überhaupt noch zu einer Abstimmung am 12.September kommt. Hintergrund ist, dass die Banken mitspielen müssen, ansonsten könnte Allgäuland schon vor einer erneuten Abstimmung die Insolvenz drohen.

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