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Mädchen mittels Online-Dienste und Sozialer Netzwerke sexuell missbraucht - Anklage gegen 25-jährigen
25.02.2013 - 16:13
Sexueller Missbrauch über Online-Dienste und Soziale Netzwerke in 40 Fällen und 48-fache Nötigung mit sexuellem Hintergrund von Kindern und Jugendlichen - jetzt hat die Staatsanwaltschaft Kempten Anklage gegen einen 25-jährigen aus Baden Württemberg erhoben.
Dem aus Baden-Württemberg stammenden Studenten wird vorgeworfen, via Webcam vor Chatpartnern sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben, nachdem er zuvor über Soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste den Kontakt mit den weiblichen Kindern und Jugendlichen hergestellt hatte. Ferner sollen Mädchen dazu genötigt worden sein, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, ansonsten er den bisherigen Chatverlauf und hierbei gefertigte Bildaufnahmen an Freunde und Bekannte der Mädchen und weitere Onlinekontakte der Geschädigten weiterleite. Gingen die Geschädigten nicht darauf ein, wurden in mehreren Fällen tatsächlich Aufzeichnungen an das Umfeld der Geschädigten weitergeleitet. Einzelheiten zu ihrem persönlichen Umfeld hatten die Geschädigten dem Angeschuldigten zuvor im Rahmen des Chatverlaufs mitgeteilt.

Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Kempten kamen in Gang, nachdem sich eine 13 Jährige aus dem Allgäu einer Lehrerin offenbarte und schließlich Anzeige erstattete. Im Zuge aufwendiger Ermittlungen konnte die Identität des Mannes aufgedeckt und in dessen Wohnung sein Rechner beschlagnahmt werden.

Der Angeschuldigte befindet sich seit August 2012 in Untersuchungshaft. Er ist weitgehend geständig.

Das Landgericht Kempten wird über die Zulassung der Anklage entscheiden und - nach Zulassung der Anklage - einen Termin zur Hauptverhandlung bestimmen.

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