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12.355 Menschen im Allgäu ohne Arbeit - Quote bei 3,6 Prozent
28.03.2013 - 10:46
Im März waren weniger Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen arbeitslos gemeldet als im Februar. Im gesamten Monat behinderten Schnee und Eis jedoch eine deutlichere Erholung des regionalen Arbeitsmarktes.
Im Gegensatz zum Vorjahr verbesserte sich die Situation dieses Mal nur leicht, denn insbesondere Mitarbeiter aus Außenberufen blieben weiter ohne Beschäftigung.

„In diesem März waren wir von frühlingshaften Temperaturen weit entfernt. Viele Arbeiten im Freien waren daher nicht möglich, Kräfte aus dem Baugewerbe und ähnlichen Berufen konnten nur im geringen Umfang eine neue Beschäftigung aufnehmen“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Ich gehe davon aus, dass sich nach Ostern die Lage auf unserem regionalen Arbeitsmarkt signifikant verbessert.“

Aktuell waren 352 Frauen und Männer bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den sieben Jobcentern weniger arbeitslos gemeldet als noch im Februar. Die Gesamtzahl lag bei 12.355 arbeitslosen Menschen. Die Arbeitslosenquote ging im Allgäu im März um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent zurück. Vor einem Jahr erreichte der Vergleichswert 3,2 Prozent. Insbesondere aus witterungsabhängigen Branchen waren weiterhin viele Menschen ohne Beschäftigung: Mehr als 400 Kräfte aus dem Bauhauptgewerbe und 650 ehemals Beschäftigte aus dem Bau-nebengewerbe bemühten sich um einen neuen Arbeitsplatz. Im Gartenbau und in der Land-schaftspflege waren es 250 Arbeitskräfte. Insgesamt war auf Seiten der arbeitslosen Menschen eine günstigere Entwicklung zu verzeichnen als noch im Februar. 1.630 Menschen meldeten sich im März nach einer Erwerbstätigkeit neu bei den Vermittlern, knapp 200 weniger als im Monat zuvor. Gleichzeitig starteten 440 Frauen und Männer mehr in eine neue Tätigkeit als noch im Vormonat. Im Gesamten waren das 1.640. Die Gesamtentwicklung der letzten drei Jahre macht die Grafik deutlich.

Stellenmarkt weitgehend stabil
Für Vermittlungsbemühungen standen im Arbeitgeberservice insgesamt 3.945 Stellenan-gebote aus der Region zur Verfügung. Im Vergleich zum Vormonat bedeutete das einen Zuwachs um 100 Beschäftigungsmöglichkeiten. Jedoch stellten Arbeitgeber im März 1.185 Arbeitsplätze neu zur Verfügung, gut 150 weniger als noch im Februar. Ausgeprägten Be-darf signalisierte der Metallsektor mit insgesamt 800 Jobangeboten. CNC-Fräser, Konstruk-tionsmechaniker, Schweißer und andere qualifizierte Fachkräfte wurden gesucht. In der Elektro- und Energietechnik sorgten mehr als 320 Offerten für rege Aktivitäten. Im Gesund-heits- und Sozialwesen waren Sozialpädagogen, Physiotherapeuten und Erzieher gefragte Spezialisten. Auch eher ungewöhnliche Beschäftigungen wurden dem Arbeitgeberservice zur Besetzung angeboten. Einige Beispiele: Prüfingenieur, Leiter Fitness-Studio, Fachkraft Beauty und Wellness oder Fahrdienstleiter. Im vergangenen Jahr suchten Arbeitgeber im selben Monat noch intensiver nach Arbeitskräften, denn seinerzeit war das Stellenangebot im März um knapp 20 Prozent größer.

Berufliche Qualifizierung bringt‘s
Um arbeitslose Menschen wieder fit für eine Beschäftigung zu machen, führt die Agentur für Arbeit konstant berufliche Qualifizierungen durch. So starteten im März 14 Teilnehmer zu einer Weiterbildung zum Maschinen- und Anlagenführer. Weitere 11 arbeitslose Menschen qualifizie-ren sich zum Fachlageristen. Die Chancen auf eine anschließende Beschäftigung sind gut, das zeigen sowohl vorliegende Stellenangebote wie auch erfolgreiche Abschlüsse in der Vergan-genheit. Mitte März begann ein Kurs in Wirtschaftsenglisch. Bereits jetzt zeichnet sich für ver-schiedene Teilnehmer eine unmittelbar folgende Beschäftigung ab.

Die Personengruppen
In allen Personengruppen gab es einen leichten Rückgang bei den arbeitslos gemeldeten Men-schen. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren waren 34 Personen weniger gemeldet als im Monat zuvor, knapp zwölf Prozent aller arbeitslosen Menschen zählten zu dieser Altersgruppe. Zah-lenmäßig fiel der Rückgang um 67 Kräfte bei den älteren Arbeitslosen stärker aus. Dennoch waren auch im März knapp 4.600 Menschen im Alter von 50 Jahren und mehr ohne Beschäfti-gung. Mehr als jeder dritte arbeitslose Mensch gehört zur Generation 50-Plus, jeder Vierte ist im Alter von 55 Jahren oder mehr. Gerade in dieser Altersgruppe gibt es viele qualifizierte Kräfte, die mit ihrer beruflichen Erfahrung ein großes Potenzial zur Linderung des Fachkräftemangels bieten. Punktuelle Erfolge gibt es auch in diesem Bereich. Das zeigen beispielsweise Arbeits-aufnahmen eines Konstrukteurs, eines Kochs oder eines Dachdeckers, der im Alter von über 55 Jahren eine neue Arbeit aufnahm.

Die Regionen im Jahresvergleich
In allen Regionen des Agenturbezirks waren mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Jahr zuvor. Den geringsten Zuwachs verzeichneten die Landkreise Unterallgäu und Ostallgäu mit einem kleinen Plus von jeweils 0,2 Prozentpunkten. Dabei war der Landkreis Unterallgäu wei-terhin die einzige Region mit einer Zwei vor dem Komma bei der Arbeitslosenquote und gehört auch deutschlandweit zu den Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit. Den höchsten Zuwachs hatte die Stadt Kaufbeuren mit einer Steigerung um 0,9 Prozentpunkte zu verkraften.

Die Zahlen nach Regionen:
Landkreis Unterallgäu: 2,4 Prozent (2012: 2,2 Prozent) Landkreis Ostallgäu: 3,1 Prozent (2,9 Prozent) Landkreis Lindau: 3,3 Prozent (2,8 Prozent) Landkreis Oberallgäu: 3,4 Prozent (3,1 Prozent) GESAMTAGENTUR: 3,6 Prozent (3,2 Prozent) Stadt Memmingen: 4,3 Prozent (4,0 Prozent) Stadt Kempten: 5,3 Prozent (4,9 Prozent) Stadt Kaufbeuren: 6,7 Prozent (5,8 Prozent)

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der sozialen Grundsicherungbr> Im März entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in beiden Bereichen unterschiedlich. Einer geringen Zunahme im Bereich der Jobcenter stand ein Rückgang bei der Arbeitsagentur gegenüber. Bei den Jobcentern, die für arbeitslose Menschen in der sozialen Grundsicherung zuständig sind, waren aktuell 4.834 Frauen und Männer gemeldet. Die Agentur für Arbeit kümmerte sich im sel-ben Zeitraum um 7.521 arbeitslose Menschen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der sozialen Grundsicherung
Im März entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in beiden Bereichen unterschiedlich. Einer geringen Zunahme im Bereich der Jobcenter stand ein Rückgang bei der Arbeitsagentur gegenüber. Bei den Jobcentern, die für arbeitslose Menschen in der sozialen Grundsicherung zuständig sind, waren aktuell 4.834 Frauen und Männer gemeldet. Die Agentur für Arbeit kümmerte sich im sel-ben Zeitraum um 7.521 arbeitslose Menschen.

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