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Eine Radtour im Allgäu ist ein toller Freizeitspaß
(Bildquelle: fotolia.com © ARochau #135906636)
 
Allgäu
Dienstag, 19. Juni 2018
Mit dem Rad ins Grüne
So wird die Radtour zu einem echten Hit

Ende Juni beginnen in einigen Bundesländern die Sommerferien. Schüler im Saarland oder Sachsen-Anhalt fiebern der Ausgabe des Abschlusszeugnisses sicher schon entgegen.

Mit den Eltern geht es in den Ferien an die Ostsee, ans Rote Meer oder in die Länder rund ums Mittelmeer. Alles beliebte Reiseziele, die bei Familien ganz oben auf der Liste stehen und auch in der Reisemarktstatistik des DRV entsprechend auftauchen. Die Berge, sprich die Alpen, sind im Sommer eher etwas für Wanderfans. Ein ausgedehntes Netz aus Wanderwegen und Bergbahnen sorgt dafür, dass Groß und Klein zum Gipfelstürmer werden kann. Inzwischen auch viele der hochalpinen Gipfel soweit erschlossen, dass selbst ohne professionelle Ausrüstung und Training ein Besteigen möglich ist.

Warum aber immer nur mit Wanderstiefeln im Allgäu unterwegs sein? Mit dem Rad lässt sich die Region zwischen Lech, Kaufbeuren, Mindelheim und Memmingen genauso gut wie zu Fuß erkunden. Das Besondere: Im Allgäu kommen Radfahrer ohne große körperliche Fitness genauso auf ihre Kosten wie Sportler, die jede Woche einige hundert Kilometer mit dem Rad zurücklegen. Wo ist es im Allgäu sowohl für Touristen als auch für Einheimische besonders schön? Welche Touren sind für die einzelnen Trainingslevel besonders zu empfehlen? Wer sich für Radtouren im Allgäu entscheidet, muss sich auch damit befassen, welches Equipment gebraucht wird.

Eine Tour planen: Was ist wichtig?
Radfahren in den Alpen ist eine Herausforderung. Schließlich geht es auf einer Tour mehrere hundert Höhenmeter bergauf und bergab. Beim Allgäu wird zuerst an Gipfel wie:

das Riedberghorn
die Rohnenspitze
den Sonnenkopf

gedacht. Das Allgäu beschränkt sich nicht nur auf den hochalpinen Bereich. Richtung Norden geht das Allgäu ins Voralpenland über. Zudem bieten Iller und Lech die Gelegenheit, entspannt entlang der malerischen Flusslandschaften eine Tour mit dem Rad zu unternehmen.

Soll heißen: Das Allgäu ist so facettenreich, dass Radfahrer nicht nur in den Bergen Kilometer zurücklegen können, sondern auch einfach entspannt ein paar Runden im Unterallgäu drehen können.

Bei der Tourenplanung nicht übernehmen
Das Allgäu verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz an Straßen und Wegen, auch aufgrund der ausgedehnten landwirtschaftlichen Nutzung der Region. Ideale Voraussetzungen für alle, die sich einfach aufs Rad setzen und losradeln. Das Thema Tourenplanung sollte trotzdem nicht komplett ausgeblendet werden. Worauf kommt es hierbei im Detail an?

  • Fitness richtig einschätzen: Die persönliche Fitness spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Planung und Vorbereitung der Touren geht. Dabei reicht es nicht aus, einfach einen Blick auf die Karte zu werfen. Der Grund sind die Höhenunterschiede. An der See entspricht ein Kilometer auf der Karte auch plus minus einem Kilometer mit dem Rad. Im Allgäu kann es durch die Höhenunterschiede sehr schnell passieren, dass eine Strecke von wenigen Kilometern sehr viel fordernder sein kann. Eine Tatsache, die Radfahrer auf jedem Fall im Hinterkopf behalten sollten.
  • Die Hardware: Wer im Allgäu eine Radtour unternehmen will, braucht die richtige Ausrüstung. Hierbei geht es nicht nur darum, mit einem Pannenset ausgestattet zu sein oder im Hinblick auf die Bekleidung Vorbereitungen zu treffen. Das Equipment schließt Vorbereitungen zum Beispiel hinsichtlich der Bereifung und Übersetzung der Gangschaltung ein. Die genaue Vorbereitung hängt auch immer ein wenig von den Erfordernissen der konkreten Tour ab.

Bergtouren oder Unterallgäu
Im Hinblick auf die Tourenplanung fürs Allgäu bieten sich generell zwei mögliche Varianten an, Bergtouren und das Erkunden des Unterallgäus. Beides hat seinen Reiz, stellt aber ganz unterschiedliche Anforderungen an den Radfahrer.

Radrunde Allgäu
Diese spezielle Tour ist etwas für Radfahrer, die mehr wollen und dabei auch für größeren Entfernungen zurückschrecken. Auf mehreren hundert Kilometern kann hier die ganze Schönheit des Allgäus entdeckt werden. Eine der Besonderheiten ist die Möglichkeit, Touren aufzuteilen und so das Radfahren an die persönliche Fitness anzupassen. Beispiel Südwestroute: Hier geht es von Kempten über Lindenberg, Immenstadt und Obermeiselstein zurück nach Kempten. Von den vier Vierteletappen ist die Südwestroute mit knapp 140 Kilometern die kürzeste Route.

Mit dem Rad entlang der Iller
Die Iller ist einer jener Flüsse, die das Allgäu begrenzen. Dank des Iller-Radwegs mit seinen einzigartigen Attraktionen lassen sich die malerischen Flussufer einfach erkunden. Insgesamt ist der Radweg zwar 146 Kilometer lang und führt nach Ulm. Zum Allgäu gehört allerdings nur ein Stück des Radwegs. Da er dem Fluss folgt, ist er auch für den weniger gut trainierten Radfahrer geeignet.

Riedbergerhorn und Rohrmoostal
Die Radtour über 120 Kilometer scheint auf den ersten Blick alles andere als schwierig. Wie eine Tour auf der Karte aussieht und sich am Ende in der Praxis gestaltet, ist oft ein getrenntes Paar Schuhe. Die Tour über das Riedberghorn ist eine jener Touren mit mehr als 2.400 Höhenmetern, die zu überwinden sind. Da die Runde bis auf 1.400 Meter geht, sollte in der Vorbereitung in jedem Fall an Bekleidung gedacht werden, die Wetterumschwüngen gerecht wird.

Touren mit dem E-Bike
Mit dem E-Bike sind die Berge im Allgäu nur halb so hoch. Mit Unterstützung eines Elektromotors kommen Radfahrer wesentlich schneller die Anstiege in den Alpen hoch und sind dabei nicht mehr so stark verschwitzt. Besonders S-Pedelecs haben in der Vergangenheit eine hitzige Debatte ausgelöst. Hintergrund: Diese Elektrofahrräder können theoretisch bis zu 45 Kilometer schnell sein. Allerdings muss der Radfahrer hierfür schon etwas stärker in die Pedale treten. S-Pedelecs dürfen aufgrund dieser hohen Geschwindigkeit nicht überall fahren. So sind beispielsweise Radwege für diese Räder eigentlich tabu. Gleiches kann für Feldwege und Radschnellwege gelten. Heißt: Wer im Allgäu mit einem Elektrofahrrad unterwegs sein will, sollte sich im Vorfeld mit diesem Aspekt in jedem Fall beschäftigen.

Equipment für Radtouren
Um mit dem Rad das Allgäu zu erkunden, ist die Tourenplanung eine Sache. Radfahrer sollten auch laut ADFC ihr Equipment im Auge behalten. Dazu gehören:

  • Rad
  • Taschen/Gepäckträger
  • Reparaturset
  • Schuhe
  • Bekleidung.

Im Hinblick aufs Rad ist vor der eigentlichen Reise ein Check-Up vorzunehmen. Heißt: Kette, Felgen und Speichen sind wie die Ritzel der Gangschaltung gründlich zu überprüfen. Der Fahrrad Check sollte einige Wochen vorher durchgeführt werden. Hintergrund: Sollte sich ein Defekt feststellen lassen, muss noch Zeit sein, um Reparaturen vorzunehmen.

Tipp: Ein prüfender Blick sollte auch den Reifen (Mantel und Schlauch) gelten. Letztere sind regelmäßig auszutauschen, da der Gummi im Lauf der Jahre altert und porös wird.

Beim Check Up kann es auch nicht schaden, sich sofern mit speziellen Schuhen und Klickpedalen gefahren wird, die Schuhe in Ruhe anzusehen. Hier ist unter anderem zu prüfen, ob das Pedal entsprechend auslöst, um in brenzligen Situationen schnell vom Rad wieder absteigen zu können.

Wichtig: Zur Vorbereitung der Radtour gehört immer ein vollständiges Reparaturset. Letzteres umfasst Werkzeug wie Innensechskant (Inbus) Schlüssel, Reifenheber, Maulschlüssel usw. und Ersatzschläuche sowie eine Luftpumpe. Geprüft werden sollte, ob das Werkzeug vollständig und funktionsfähig ist. Um das Reparatur-Kit immer dabei zu haben, gibt es spezielle Taschen, die sich an Sattel/Sattelstange befestigen lassen.

AllgäuHIT-Bildergalerie
Radtouren im Allgäu
 
               

Fazit: Das Allgäu bequem mit dem Rad erkunden
Das Allgäu gehört zu den Regionen in Bayern, die auch über die Grenzen Deutschlands bekannt ist. In den Wintermonaten sind die Skier quasi die Bretter, die die Welt bedeuten. Im Sommer ist Wandern angesagt. Mit dem Rad lässt sich das Allgäu in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt erkunden. Hierfür hat das Allgäu ein breit ausgebautes Netz an Radwegen zu bieten. Besonders interessant für alle trainierten Radler ist die Radrunde Allgäu, die sich in mehreren Etappen bewältigen lässt. Um „über die Berge“ zu kommen, sollte der Vorbereitung die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hierzu gehört nicht nur der Blick aufs Rad, sondern auch ein Check des Reparaturkits und die Auswahl der richtigen Bekleidung für alle Situationen.

Dieser Artikel ist unter freundlicher Zusammenarbeit mit Autor Freddy Kringe entstanden, einem Fahrradverrückter in den Alpen.


Tags:
radtour alpen natur berge



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